Retro ist derzeit bei Spielern total angesagt. Seien es Remakes, Spiele wie "Mega Man 9" im klassischen 8-Bit-Look&Feel oder die Kollektionen mehr oder weniger bekannter Klassiker. In letztere Gruppe fällt auch "Fatal Fury Battle Archives Volume 1". Wir haben unseren Blick nicht durch den Retro-Wahn vernebeln lassen und verraten euch, was euch hier erwartet.
Vier Klassiker
In der ersten Auflage der "Battle Archives" erwarten euch insgesamt vier Spiele: Fatal Fury (1991), Fatal Fury 2 (1992), Fatal Fury Special (1993) sowie Fatal Fury 3 (1995). In der "Fatal Fury"-Reihe geht es primär um die beiden Brüder Terry und Andy Bogard. Diese nehmen (im ersten Teil) am "King of Fighters"-Turnier teil, welches von Geese Howard veranstaltet wird. Howard ist nicht nur der Gangsterboss von Southtown, sondern auch verantwortlich für den Tod des Vaters der Bogard-Brüder. Auch in den weiteren Teilen steht das "King of Fighters"-Turnier an, mit jeweils eigener Geschichte, die auf die Ereignisse des Vorgängers aufbaut.
Eines der Spiele aus der Kollektion heute zu beurteilen, ist unmöglich: Das Gameplay ist nach derzeitigen Maßstäben einfach zu limitiert, trotz der Möglichkeit des Kampfes auf zwei Ebenen. Das war damals revolutionär, lockt angesichts heutiger Knaller des Genres wie "Soul Calibur IV" niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Und doch, die liebevoll gezeichnete 2D-Grafik erfüllt mehr als nur ihren Zweck, sie ist für Liebhaber auch heute noch sehenswert. Darin steckt viel Liebe zum Detail, die sich vor allem in den Animationen sowie in den Zwischensequenzen zeigt. Die Steuerung wurde sehr gut an das PS2-Pad angepasst und wird euch nach einigem Training schnell von der Hand gehen.
Schwankender Umfang, dezente Neuerungen
Der Umfang der Spiele schwankt ebenfalls: Standen euch im ersten Teil gerade einmal drei Kämpfer zur Verfügung, sind es im dritten Teil bereits 13 Recken, aus denen ihr wählen könnt. In Teil zwei erwarten euch dagegen acht spielbare Charaktere, während es in "Fatal Fury Special" ganze 16 Kämpfer in das Spiel geschafft haben. Damit aber nicht genug: Über das Optionsmenü könnt ihr euren Charakter farblich nach Belieben anpassen.
Das interessanteste Feature jedoch ist die Möglichkeit, das Spiel zu speichern. So gehen High-Scores nicht mehr verloren. Dazu kommt eine nett-gemachte Anleitung, welche auf jeden Teil der Reihe sehr genau eingeht, die Charaktere samt ihrer Moves vorstellt, und auch das ein oder andere freischaltbare Extra verrät. Das ist insofern löblich, als das Kompilations oft nur eine dünne Anleitung beliegt, die das Starten der einzelnen Games erklärt.