Nach drei Teilen scheinen den Machern der "Ultimate Ninja"-Reihe die Ideen für Geschichten auszugehen. Das war mein erster Eindruck nach wenigen Minuten mit „Naruto: Ultimate Ninja 3“. Im Dorf wird ein Ninja-Wettkampf veranstaltet – und an diesem nimmt Naruto teil. Mehr ist es nicht. Ob euch dennoch Spielspaß erwartet?
Narutos Gesetz
Im Kern erwartet euch auch beim dritten Teil zum Naruto-Franchise ein Beat'em Up mit vielen Charakteren aus der beliebten Anime-Serie. Aufhänger für diesen Wettstreit ist ein Ninja-Wettkampf, der im Dorf von Naruto und seinen Freunden ausgetragen wird. Der Gewinner erhält das Recht, ein Gesetz nach eigenem Wunsch für das Dorf zu erlassen. Jeder der Teilnehmer wird mit einem Kristall ausgestattet, dessen Farbe einem Wert entspricht. Aufgabe der Kämpfer ist es nun, gegen andere Teilnehmer anzutreten und deren Kristall (oder Kristalle, wenn diese bereits zuvor andere Kämpfer bezwungen haben) zu erbeuten. Um nicht eine Aneinanderreihung von Kämpfen zu sein, ist das Dorf im Story-Modus mehr oder weniger frei begehbar.
Das bedeutet: Ihr bewegt euch im Dorfzentrum, springt über die Dächer (Spiderman-Feeling inklusive) und sucht euch Gegner, die ihr herausfordern könnt. Manchmal müsst ihr auch erst eine Aufgabe erledigen, bevor ihr an die begehrten Kristalle gelangt bzw. um den Gegner zum Kampf überreden zu können.
Möge der Kampf beginnen
Wie auch in den Vorgängern erwartet euch bei Konfrontationen typische Beat'em Up-Kost. Diese spielt sich, wie nach drei Teilen plus Ablegern zu erwarten, wieder ziemlich gut. Kranken tut das Gameplay jedoch an mangelnder Übersicht: Wenn bei starken Kombos die Effekte alles überlagern, verliert ihr schnell mal den Gegner aus den Augen. Hinzu kommen Kämpfe gegen richtig grosse Gegner, also die Verwandlungsformen der Charaktere. Diese sind jedoch selten.
Abgerundet wird das Gameplay durch die üblichen Minispiele - Baum hochrennen, Liegestütze und dergleichen. Hierbei kommt es dann vor allem auf euer Reaktionsgeschick an.
Der Weg des Helden
Der für Fans sicherlich interessanteste Part dürfte "Der Weg des Helden" sein. In diesem Modus bestreitet ihr einige der wichtigsten Kämpfe der Serie mit euren Charakteren, erlebt also die Serienmomente hautnah. Das ist eine nette Zugabe, allerdings ist hier Serienkenntnis Pflicht, um die Zusammenhänge der Charaktere untereinander zu verstehen.
Natürlich dürft ihr auch Extras freikaufen, die ihr euch in Narutos Haus ansehen könnt. Und auch ein zweiter Mitspieler kann zum Ninja-Duell gefordert werden. Die Grafik wirkt sehr stimmig, jedoch trübt gerade die Kamera den Gesamteindruck, wenn ihr im Dorfzentrum unterwegs seid. Da die Erkundungstouren nicht zeitkritisch sind, ist dies zwar ärgerlich, aber kein Grund für eine schlechte Bewertung. Was ich dem Spiel allerdings wirklich ankreiden muss, ist die Abwechslungsarmut! Es spielt sich im Kern (dem Beat'em Up-Part) wie alle anderen Teile der Reihe zuvor auch. Dafür gibt es aber wieder eine englischsprachige Synchro sowie die japanische Originalfassung auf der Disk - Fans werden sicherlich zu letztgenannter greifen.