Da mögen die Gamerherzen bei Grafikleistung und Ausstattung der aktuellen Playstation-Generation noch so hoch schlagen: Am ertragreichsten ist für Sony immer noch die etwas in die Jahre gekommene Playstation 2. Schon über acht Jahre hält sich die Konsole in den Wohnzimmern der Welt, Titel wie "Guitar Hero", "EyeToy", "God of War" und "SingStar" machen auch ohne HD-Optik einen Heidenspaß. Kein Wunder also, dass gerade "SingStar"-Fans weiter fleißig mit neuen Teilen versorgt werden. Denn während sich Besitzer des NextGen-"SingStar" dank Onlinestore ihre eigene Playlist kostengünstig zusammenstellen können, fehlt dieses Feature auf der betagten PS2-Konsole. Wir haben uns erneut die Stimmbänder wund gesungen und verraten, ob sich der Kauf des neusten Teils "Amped" lohnt.
Das kenn' ich doch!
Eingefleischte Fans werden sich verwundert die Augen reiben: "SingStar Amped"? Das gibts doch schon! Eigentlich richtig, denn in den USA erschien der Titel bereits im November letzten Jahres. Nun hat es der Mischmasch aus Punk-Rock, Indie, Cross-Over und Alternative – mit veränderter Trackliste - endlich auch nach Deutschland geschafft. Gut so, denn der neuste Ableger wird Fans der jeweiligen Musik-Genres gut gefallen. Mit Interpreten wie David Bowie, Blink 182, Die Toten Hosen und The Hives wartet ein sehr breit gefächerter Soundtrack, der erfreulicherweise auch echte Klassiker wie "Runaway Train" von Soul Asylum oder "All Right Now" von Free enthält. Fans härterer Klänge kommen mit Interpreten wie In Extremo ebenfalls auf ihre Kosten, wobei sich Acts mit wirklich hartem Rock im Hintergrund halten, wohl, um dem Geschmack der Käuferschaft gerecht zu werden. Die komplette Trackliste wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten:
Frische Songs, bekanntes Gameplay
Inhaltlich hat sich wie erwartet nichts getan. Solo oder mit Freunden könnt ihr entweder einzelne Songs trällern oder euch in den Modi Party und Team, Duett sowie Kopf-an-Kopf austoben. Hier geht es vorrangig gar nicht darum, Startalente zu beweisen - vielmehr solltet ihr auf Tonhöhe und den richtigen Texteinsatz achten, denn so werden die entsprechenden Leisten mit "Gesangsenergie" gefüllt, für die es wiederum Punkte gibt. Unmusikalischere Gemüter müssen also keine Angst haben, vollends zu scheitern - mit ein bisschen Übung kann jeder höhere Wertungsstufen erreichen. Kennen solltet ihr die entsprechenden Titel aber schon - gerade bei schnellem Gesang kommt ihr sonst mit dem Lesen - die Songtexte werden samt Musikvideo auf dem Bildschirm eingeblendet - kaum nach. Erfreulicherweise gibt es wieder verschiedene Schwierigkeitsgrade, die Frust ersparen.
Zum Singen werden natürlich wieder die bekannten SingStar-Mikrofone benötigt. Wer diese bereits besitzt, kann sich den Titel für moderate 30 € kaufen. Neulinge müssen für das Bundle, bestehend aus zwei Mikrofonen und dem Spiel, hingegen nicht mehr ganz so günstige 60 € bezahlen.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
