Die „SingStar“-Serie für die PlayStation 2 scheint unglaublich erfolgreich zu sein: Als einfacher Partytitel entwickelt, gibt es heute nur noch wenige PS2-Haushalte, die nicht mindestens eine Version der „SingStar“-Reihe im Regal stehen haben. Mit dem neuesten Teil „Rocks!“ wollen die Macher nun ein noch größeres Publikum ansprechen und warten dabei mit namhaften Gruppen wie „Blur“, „The Offspring“, „Scorpions“ und vielen mehr auf. Was „Rocks!“ aber nun letztlich wirklich alles bietet und wie viel Spaß der Titel macht, verrät unser Review mitsamt kommentiertem Testvideo.
Auf dem Weg zum Superstar…
Zunächst einmal sei gesagt: Um mit „SingStar Rocks!“ ordentlich Spaß haben zu können, sollten einem als Grundvoraussetzung die Songs bekannt sein. Denn einige Titel bereiteten während des Tests einige Schwierigkeiten; unbekannte Lieder sind einfach nicht zu meistern, anhören und Nichtstun ist da erstmal Pflicht.
Für alle, die sich der Marke „SingStar“ bis dato erfolgreich entziehen konnten (und dadurch ein geniales Stück Spielesoftware verpennt haben), denen sei an dieser Stelle noch mal kurz das Spielprinzip erklärt: Entweder alleine oder mit bis zu vier Spielern, ist es eure Aufgabe, diverse Musiktitel aus dem Genre Rock wiederzugeben und in ein (optional) mitgeliefertes Mikrofon zu trällern. Doch einfach nur stumpfsinnig drauflos brüllen bringt euch nicht weit! Das Programm von „SingStar“ registriert eure Tonhöhe und wie gut ihr verschiedene Töne trefft und halten könnt, am Ende eines Songs wird dann knallhart abgerechnet. Je nachdem, wie gut ihr euch geschlagen habt, bekommt ihr Punkte gutgeschrieben, welche sodann in einer Highscore verewigt werden.
Einsamer Rock
Wer sich an den Singleplayer-Modus macht, dürfte zunächst seine helle Freude haben: Es ist unglaublich, wie viel Spaß es doch macht, einfach ins Mikrofon zu dröhnen und zu versuchen, all die Töne zu treffen und am Ende eine dementsprechend hohe Wertung einzukassieren. Da das Spiel mit insgesamt 30 Songs aufwartet, seid ihr damit auch eine ganze Weile beschäftigt. Nach einigen Spielstunden geht dann aber so langsam die Luft raus. Manche Songs sind euch einfach zu blöde, andere kennt ihr dann schon in- und auswendig und wollt sie schlichtweg nicht mehr sehen. Die Highscore allein ist dabei auch nicht gerade ein Motivationsreißer. Doch „SingStar“ ist sowieso nicht in erster Linie für ein einsames, leises Allein-vor-sich-hin-trällern gedacht. Das Game lebt vom Multiplayer, und da spielt es auch all seine Stärken aus.
Bis die Stimmbänder qualmen!
Ihr habt die Wahl zwischen drei Modi: Neben „Duett“ und „Duell“ (selbsterklärend) gibt es auch noch die Möglichkeit, das Mikro immer an einen Spieler weiterzugeben.
Je nach gewähltem Modus werden am Ende die Punkte der Mitspieler addiert und zu einer einzigen Wertung zusammengefasst oder aber gegenübergestellt; der Gewinner wird sich dann ein hämisches Grinsen nicht verkneifen können. Überhaupt ist der Multiplayer ein Garant für stundenlangen Partyspaß; man kommt einfach nicht von der Konsole weg. „SingStar“ ist unkompliziert, aber fordernd, Lacher und kleine Wettstreite im Freundeskreis bleiben da partout nicht aus. Der Mehrspieler-Modus weiß auch über Wochen hinweg zu begeistern, der Titel wird immer wieder gerne herausgekramt, einfach nur, um mal eine kleine (oder auch größere) Partie zu zocken.
All diejenigen, die von den bösen virtuellen Punktrichtern immer nur schlechte Noten einsacken, können sich auch in einer Art „freiem Spiel“ amüsieren. Dabei werden am Ende keine Punkte und keine Wertung vergeben.
Umfang und Design
Verfügt ihr über eine „EyeToy“-Kamera, könnt ihr euch während eures Gesangsauftritts selbst bewundern (versehen mit einigen schmucken Effekten) und euch bei eurer sicherlich genialen Performance bestaunen. Ohne besagte Kamera blendet das Spiel einen entsprechenden Videoclip zum Song ein, der auch für ordentlich Atmosphäre sorgt.
Wie zu Beginn bereits erwähnt, wartet „SingStar Rocks!“ mit genau 30 Songs auf. Eine komplette Songliste findet ihr am Ende des Reviews, letzten Endes ist es natürlich totale Geschmackssache, ob euch diese Titel zusagen. Wenngleich man davon ausgehen darf, das „Blur“, „Coldplay“ und „Nirvana“ wohl doch den meisten unter euch ein Begriff sein dürften.
Playlist:
Blur - Song 2
Bowling For Soup - 1985
Christina Stürmer - Ich Lebe 2005
Coldplay - Speed Of Sound
Deep Purple - Smoke On The Water
Echt - Du Trägst Keine Liebe In Dir
Extreme - More Than Words
Franz Ferdinand - Do You Want To
Gwen Stefani - What You Waiting For?
Hole - Celebrity Skin
Jet - Are You Gonna Be My Girl
Juli - Perfekte Welle
Kasabian- Club Foot
Keane - Everybody’s Changing
KT Tunstall - Black Horse And The Cherry Tree
Matthias Reim - Verdammt, Ich Lieb Dich
Nirvana - Come As Your Are
Queen - Don’t Stop Me Now
Razorlight - Somewhere Else
Revolverheld - Die Welt Steht Still
Rosenstolz - Es Könnt’ Ein Anfang Sein
Selig - Ist Es Wichtig?
The Killers - Somebody Told Me
The Offspring - Self-Esteem
The Rolling Stones - Paint It, Black
Scorpions - Wind Of Change
The Undertones - Teenage Kicks
Thin Lizzy - The Boys Are Back In Town
Tocotronic - This Boy Is Tocotronic
Wir Sind Helden - Denkmal
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
