Endlich ist es da , dass neue Smack Down! : Here Comes The Pain. Steigt mit uns in den Ring und erfahrt ob es sinnvolle Verbesserungen gibt, oder ob das Spiel auf den Schwächen des Vorgängers aufbaut.
Bestimmt kennen viele die Situation kurz vor dem Einmarsch der muskelbepackten Wrestler: Stille, Spannung und das Warten auf den Superstar. Plötzlich wird es dunkel, laute Musik tönt aus den Boxen und Feuer-Fontänen in vielen verschiedenen Farben sprühen in die Luft. Dann kommt der Kämpfer und schreitet dem Ring entgegen, doch plötzlich schnappen ihn zwei seiner Kontrahenten von hinten und schlagen und treten auf ihn ein, bis er regungslos auf dem Boden liegt und es nicht mehr schafft sich zu wehren. Jeder der schon einmal einen Smack Down Teil gezockt hat, wird wahrscheinlich hier ein starkes „das kenn ich doch“ Gefühl haben. Alle anderen kennen diese Szenen sicher aus dem TV. Doch nun habt ihr endlich die Gelegenheit selbst in die Action einzusteigen.
Quantität gleich Qualität?
Im neuen Smack Down! : Here Comes The Pain habt ihr die Auswahl aus über 60 Wrestlern. Viele bekannte Gesichter, wie The Undertaker, Kane und Kurt Angle sind wieder vertreten. Wobei noch nicht alle am Anfang zur Verfügung stehen, sondern erst im Story-Modus freigespielt werden müssen. Habt ihr euch also für einen Superstar entschieden, steht ihr schon wieder vor dem nächsten „Problem“: Welches Match mache ich den jetzt? Denn es gibt vom Hardcore-, Hell in a Cell-, TLC- über Royal Rumble- und Cage-Match wirklich alles was sich ein Wrestling Fan vorstellen kann. Neu dazugekommene Matchtypen sind: Pra&Panties, bei dem ihr euch mit zwei weiblichen Wrestlern die Kleider vom Leib reist, dann Firts Blood, dass wie schon der Name sagt so lange geht bis einer blutet. Und schliesslich die Elimination Chamber, in der man mit sechs anderen Wrestlern kämpft. Zwei fangen an und nach 60 Sekunden wird immer einer aus seiner Kammer gelassen. Wer zuletzt noch steht hat gewonnen.
Doch wenn ihr keine Lust habt eure Zeit in diese Spielmodi zu investieren, wendet euch doch einfach dem Season-Mode zu. Hier könnt ihr die Karriere eines Superstars mit allen Höhen und Tiefen durchspielen. Um diesen Modus zu beginnen, könnt ihr einfach einen "fertigen" Wrestler wählen, also einen der schon im Game vertreten ist, oder euch einen eigenen im Create-Mode erstellen und diesen dann immer weiter aufbauen und zu einem Champion machen. Der Story Modus wurde im Gegensatz zum Vorgänger überarbeitet, so müsst ihr nicht immer in Ego-Ansicht durch die Räume laufen, um Gespräche mit anderen Kontrahenten anzufangen, sondern könnt direkt dorthin gelangen. Außerdem gibt es eine eigens für das Spiel erzählte Geschichte, die ihr mit euren Antworten und Taten in den Gesprächen und Matches beeinflussen könnt, so ändert sich auch manchmal die Geschichte im Spiel und motiviert somit für ein weiteres Durchspielen. Die Präsentation im Season-Mode beim neuen Smack Down ist wirklich super umgesetzt worden, denn sie gleicht einer TV-Übertragung, sorgt somit für eine coole Atmosphäre und bringt viel Spannung ins Spiel. Zudem gibt es viele neue Arenen, aber auch andere Räume sind wie im Vorgänger betretbar. Natürlich sind auch die Backstage-Kämpfe wieder mit dabei. Weiterhin fallen die zahlreichen Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung sehr positiv auf, z.B. könnt ihr eure Gegner mit einem Motorrad oder einem Gabelstapler attackieren.
Fast schon eine Simulation
Das neue Smack Down hat ein total überarbeitetes Steuerungsschema, welches sehr starke Simulationsansätze hat. Nun ist es endlich möglich, sehr viele Moves und Würfe mit eurem Wrestler gezielt durchzuführen. Dabei habt ihr die Wahl zwischen Power-, Quick-, Submission- und Signature-Moves. Jedoch könnte euch am Anfang die Steuerung noch etwas zu kompliziert vorkommen. Aber dies legt sich nach kurzer Zeit, wenn man den Dreh raus hat. Leider ist Here Comes The Pain dadurch nicht mehr so einsteigerfreundlich wie sein Vorgänger, denn wie gesagt, ohne ein bisschen Übung geht die Steuerung nicht so leicht von der Hand.
Das Feature jedoch, welches die ganze Smack Down Reihe verändern wird, sind die verschiedenen Trefferzonen der Gegner, gegliedert in den Kopf, Oberkörper, Beine und die Arme. Schlagt ihr also so lange auf den Kopf, bis er auf der Anzeige rot wird, sollte euer Gegner nach der nächsten Kopfattacke eine Platzwunde erleiden. Das gleiche gilt z.B. für die Arme: Greift ihr sie lange genug an und macht viele Aufgabegriffe, wird euer Gegner nach kurzer Zeit sehr geschwächt sein und auch nicht mehr richtig zuschlagen können. Dieses Feature sorgt für eine neue taktische Raffinesse und bringt viel neues Flair ins Spiel. Außerdem spielt das Gewicht eine sprichwörtlich schwerwiegende Rolle, so könnt ihr als kleiner Wrestler keinen Big Show oder Kane hochheben, was ja eigentlich logisch ist und lange schon überfällig war. Auch die Grafik konnte im Vergleich zum Vorgänger noch einmal zulegen, die Kontrahenten sehen jetzt besser und detaillierter aus und auch die Arenen machen einen super Eindruck.
Nicht perfekt, aber fast
Ein weiteres Feature von Smack Down! ist der der leistungsstarke Editor, der fast schon ein bisschen zu viel bietet, so dass man sich leicht darin verliert. Ihr könnt z.B. bei eurem Superstar von den Augenbrauen bis zu den Socken alles selber gestalten, genauso wie ihr es wollt. Der Editor wurde vom Vorgänger nahezu unverändert übernommen und wird vorallem kreativen Zockern ein guter Zeitvertreib sein. Negativ anzuführen sind jedoch die zahlreichen Clipping-Fehler. Dies fällt besonders auf, wenn ein Wrestler über die Seile in den Ring steigt. Außerdem wurde der Sound leider etwas vernachlässigt, denn außer der des Ringrichter findet man keine Sprachausgabe. Im Vorgänger war dies noch anders, auch wenn die Qualität der dortigen Stimmen nicht wirklich zum ansonsten guten Gesamtbild passte. Auch hört man leider nur selten die original Erkennungsmelodien der einzelnen Wrestler.