Meine Vorteile Anmelden Registrieren
zur Startseite zu unseren Downloads zu unserem Forum
zur PC-Section Trenner zur XBox360-Section Trenner zur PS3-Section Trenner zur PS2-Section Trenner zur Wii-Section Trenner zur 3DS-Section Trenner zur DS-Section Trenner zur PSP-Section Trenner zur iPhone-Section

News
Previews
Reviews
Specials
Hardware
Die besten...
Retrogaming

Wallpapers
Babe-Galerien

GameRadio.de bei Facebook GameRadio.de bei Twitter GameRadio.de bei Youtube RSS-Feed von GameRadio.de


Eure Vorteile
Punkte-Übersicht
Zum Forum
Arcade-Games
Unsere Mitglieder

Redaktion
Newsletter
So testen wir
GR Webcomic
Jobs
Impressum

 


ZONE OF THE ENDERS
 Test von Peter Schopf (04.02.2009) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action Publisher:Konami Digital Entertainment GmbH
Termin:23. März 2001 Entwickler:KCEJ

Was kommt dabei heraus, wenn Nobuyoshi Mishima von der Anime-Mech-Saga „Gundam X“, Yoji Shinkawa aus dem „Metal Gear Solid“-Team, Noriaki Okamura, bekannt für die Verschmelzung von Anime und Spielen per Dating-Sim-Reihe „Tokimeki Memorial Drama Serie“ und Videospiel-Mastermind auf Lebenszeit Hideo Kojima zusammen ein Spiel entwickeln? Auf jeden Fall ein Spiel der Extraklasse. Das Interessante ist aber, dass es keinen interessiert, da genau dieses Spiel unter dem Namen „Zone of the Enders“ seit Ewigkeiten für die Playstation 2 erhältlich ist und es nun komplett in der Software-Schwemme für Sonys altersschwache Konsole untergeht. Es wird also Zeit, euch aus dem Dornröschen-Schlaf zu erwecken und die gute alte PlayStation 2 noch einmal anwerfen zu lassen.


Im Westen nichts Neues

Das Software Line-Up zum Erscheinen einer neuen Konsole ist immer Freude und Leid zugleich. Zwar zeigen die Titel meist die Perspektiven der neuen Hardware-Generation auf, aber stecken spielerisch und grafisch, was die neuen Möglichkeiten betrifft, doch noch oft in den Kinderschuhen. Es braucht eben eine Zeit, bis die Entwickler alle technischen Finessen beherrschen, um die Konsole voll ausreizen zu können. So muss sich der Käufer mit der besseren Umsetzung von Spielprinzipen begnügen, die bereits schon auf der alten Konsole erfolgreich waren. Zuletzt ist das so zum Hardware-Start von Xbox 360 und PS3 passiert. Jedenfalls warte ich immer noch auf ein Next-Gen-Spiel, dass die nachgebesserten Bewegungssensoren des PS3-Controllers ausnutzt, der im Grunde genommen nur die Wiederauflage des seeligen PSOne Dual Shock darstellt, eben ohne Rumble Pack.


Im Osten sowieso

So liegt es also an der zweiten Software-Generation, das Fortbestehen der Hardware zu sichern, da man sich an der frischen Grafikpracht der Starttitel sattgesehen hat. Gute Titel hingegen erfüllen nicht nur diese Aufgabe, sondern mutieren prompt zum System-Seller. Gelingt es dann auch noch nach Jahrzehnten, willige Spieler ans Joypad zu fesseln, da das Gameplay über alle grafischen Spielereien erhaben ist, dann ist ein Platz in der Hall-of-Fame sicher. So jedenfalls ist das Erfolgskonzept eines "Tetris" entstanden. Grafisch, und da werden wir uns einig sein, wird es von "Crysis" in jeder Hinsicht in die Tasche gesteckt, aber spielerisch stellt es mich nach Jahrzehnten immer wieder vor neuen Herausforderungen.


Drücke Knopf A und zerstöre Alien-Hauptquartier B

Drehen wir also am Rad der Zeit und werfen einen Blick auf die zweite Software-Welle, die Sonys PS2 ihr Fortbestehen gesichert hat. „Zone of the Enders“ ist nämlich eines der ersten fünf Spiele, die sich der Playstation 2 anno 2001 als würdig erwiesen hatten. Dies drückt sich bereits bei der Hintergrundgeschichte aus. Es wurde nicht erneut das übliche "Außerirdische vernichten die halbe Welt, und der Held ist die letzte Hoffnung der Menschheit"-Klischee wiederverwertet, sondern eine intelligente Geschichte um den Jugendlichen Leo Stenbuck entwickelt. Diesen Jungen kann man getrost als einen Hinterwäldler bezeichnen – einen Ender. Er ist in einem der entlegensten Gebiete des Kosmos zu Hause: auf der Kolonie Antilia, zur Förderung von Bodenschätzen des Jupiters auf dem Mond Europa L5 gegründet. Auf dieser Kolonie sind ebenfalls sehr wichtige Entwicklungseinrichtungen des Mars stationiert, weshalb sie im Jahre 2172 von der United Nations Space Force – also der Erde – gewaltsam besetzt wird. Allerdings herrschen zwischen dem Mars und der Erde sowieso starke Spannungen, da der Mars nationale Abgrenzungen ablehnt und dort der Ruf nach Unabhängigkeit immer lauter wird. Der Akt der UNSF wurde also nicht gerade als ein Schritt in Richtung Frieden verstanden. Also Feuer frei für ein gewaltiges Mech-Space-Epos.


Liebe deinen Nächsten

Als nun ein Angriffskommando auf der Antilia landet, verändert sich das Leben des introvertierten Leo schlagartig. Er muss mit ansehen, wie seine Freunde, die ihn allerdings des Öfteren schlecht behandelt haben, zu Tode kommen, und sitzt wenig später auf dem Pilotensessel des Kampfroboters Jehuty – einer Geheimwaffe, die das Ziel der Angreifer darstellt.


Metal Gear Solid lässt grüßen

Wer jetzt glaubt, man hätte hier gnadenlos beim Anime „Neon Genesis Evangelion“ abgekupfert, der irrt. Leo hat zwar einen Komplex in Bezug auf das Töten, doch ist er noch meilenweit von einem Shinji Ikari entfernt; Ähnlichkeiten zu "Ich muss gegen meinen Willen kämpfen" sind jedoch durchaus vorhanden. Es ist auch deutlich erkennbar, dass einige Leute von „Metal Gear Solid“ hier Hand angelegt haben – die Handschrift ist unverkennbar: So gleicht die Art der Trainingsräume in „Zone of the Enders“ fast dem VR-Raum, in dem Solid Snake auf den Ernstfall vorbereitet wurde, und der Jehuty erinnert an den Ninja aus „Metal Gear Solid“. Auch die Lieder, die beim Intro, dem Hauptmenü und dem Abspann laufen, ähneln dem Ending-Track aus MGS. Der Sound des Games reicht zwar nicht an den des Spionageabenteuers heran, doch er etabliert sich im oberen Mittelfeld.


Aufzucht und Pflege des Mech-Oldtimers

Die englische Sprachausgabe von "Zone of the Enders" ist gut gelungen, und die deutsche Übersetzung der Texte und Untertitel kann sich sehen lassen. Bei der Grafik kommt man auch heute noch um ein Lob nicht herum: Keinerlei Patzer sowie schöne Schauplätze wie Großstädte und Lagerhallen, die im Kampf auch beschädigt werden können. Es wird euch jedoch übel genommen, wenn ihr die Umgebung während der actionreichen und gut in Szene gesetzten Kämpfe in Mitleidenschaft zieht. Euer Ranking leidet auch, wenn sich in den Gebäuden noch Überlebende befunden haben. So etwas hätte den EVAs gut getan, die während ihrer Kämpfe gegen die Engel halb Tokyo-3 vernichtet haben. Um den Titel aber auch heute noch lieben zu können, muss man allerdings schon durch die Retro-Brille anno 2001 blicken, denn die recht ausdrucklosen Anime-Gesichter der Protagonisten und die eintönigen Level-Texturen vergegenwärtigen, dass „Zone of the Enders“ ein paar Jahre auf dem Buckel hat.


Tugenden, die auch noch heute begeistern

Um die Langzeitmotivation des Spielers zu sichern, hat man sich etwas Geniales einfallen lassen und dabei auf Sachen wie einen höllisch schweren Schwierigkeitsgrad, der meist eher in Frustration endet, verzichtet. Es wurde einfach das Shoot'em Up-Genre mit dem des Rollenspiels und der Action-Adventures verbunden. So könnt ihr euren Jehuty aufrüsten (was natürlich auch für eure Gegner gilt). Zum Beispiel ist einmal der Zugang zu einem Notstromgenerator durch ein Kraftfeld gesichert. Ihr müsst nun an den verschiedenen Orten, zwischen denen ihr hin- und herwechseln könnt, nach einem Upgrade suchen, das die Absperrung durchbrechen kann. Als sehr spielerfreundlich gilt auch die Continue-Funktion, die euch nicht an den letzten Speicherpunkt setzt, sondern an den Abschnitt eures Ablebens – nur für den Fall, dass Ihr mal das Speichern vergessen habt. Weiter so, Konami! Zu bemängeln sind lediglich das ständige Gequatsche von ADA, dem Schlachtencomputer des Jehuty, der wirklich alles kommentiert, sowie die etwas lahme Rundumsicht mit dem rechten Analog-Stick sowie die wenigen Gegner-Typen.


6 Stunden Spielspaß für 4,32 €

„Zone of the Enders“ ist ein wirklich gutes Spiel, das sich PS2-Zocker damals schon allein in Ermangelung an guter Software auf Sonys neuer Wunderkonsole zulegen mussten. Heute ist es ein sehr guter Griff aus der Ramschkiste im Super- oder Flohmarkt. Auch die paar Euro, die es im Internet kosten dürfte, sind gut angelegt. Der Anime-Look der Charaktere versüßt diese Entscheidung nur noch. Doch solltet ihr von einem Shoot'em Up keine Spieldauer eines RPGs erwarten. Für das erste Durchspielen habe ich etwa sechseinhalb Stunden benötigt, die wie im Fluge vergangen sind, da die actionreichen Kämpfe und die spannende Story einen regelrecht an die Konsole fesseln. Auf jeden Fall kann das Spiel gut die Wartezeit auf „Metal Gear Solid 5“ verkürzen, da man es mehrmals durchspielen kann. Nach dem ersten Beenden der Story erhaltet ihr übrigens ein kleines Prügelspiel als Belohnung. Und zur Not liegt dann auch noch eine Demoversion von "MGS 2" bei.





Gern erinnere ich mich an "Zone of the Enders". Obwohl ich dazu meine mittlerweile leicht angegrauten Zellen etwas mehr beanspruche, da ich mich in das Jahr 2001 zurückversetzen muss. Damals wie heute ist der Titel ein Geheimtipp, mit dem man definitiv nichts falsch machen kann, wenn man vor dem überfüllten Regal seiner Lieblingsvideothek steht und auf Feierabendunterhaltung aus ist. Da "Zone of the Enders" mittlerweile zum Schnäppchenpreis zu haben ist und auch der zweite Teil als Nachschub bereitsteht, sollte man über dem HD-Fanatismus der PS3 stehen und allen optischen Spielereien zum Trotz einen alten Geheimtipp ins Laufwerk schieben.
84%
So testen wir >>

Du bist nicht eingeloggt. Dies ist Voraussetzung, um ein Spiel hier bewerten zu können. Du kannst dich oben auf der Seite bequem einloggen oder dich hier registrieren.
--


Noch keine Kommentare abgegeben.


 










mehr Wallpaper














sehr günstiger Preis
Geheimtipp
Handschrift der MGS-Entwickler
kurze Spieldauer
technisch leicht angegraut


Offizielle Website:
 @ Konami



Partner: Neofokus Fotografie

PC | PS3 | Xbox 360 | PSP | Nintendo 3DS | Nintendo DS | PS2 | Wii | iPhone / iPod | Anime Wallpapers | Anime/Manga | Partner | Link Us | Datenschutz

Content & Design © 2009 GameRadio-Team
Please feel free to send comments and suggestions to webmaster(at)gameradio.de
All rights reserved.

IVW Logo
GameRadio.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt
als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW