Nach dem großen Erfolg der Kabel 1-Sendung „Quiz Taxi“ ist es ja nicht verwunderlich, dass nun auch das passende PC-Spiel auf den Markt „geworfen“ wurde. Ob CDV's Lizenzversoftung überzeugen kann und den Unterhaltungswert der TV-Show erreicht, lest Ihr in unserem Review.
Willkommen im Quiz-Taxi!
Das Spielprinzip von „Quiz Taxi“ gleicht natürlich dem der Fernseh-Vorlage: Während einer Taxifahrt gilt es, Fragen aus den verschiedensten Wissensgebieten richtig zu beantworten. Für jede richtige Antwort gibt es Geld, für jede falsche wird dem Spieler ein Leben abgezogen, von denen man drei hat. Hat man alle Leben verloren, ist die Fahrt zu Ende und man geht leer aus. Sollte man einmal nicht weiter wissen, stehen einem zwei Joker zur Verfügung: Der Passanten- und der Telefon-Joker. Markante Unterschiede zwischen den beiden gibt es aber nicht. Schließlich spielt man hier ein Computerspiel, in dem man jemanden nicht anrufen kann. Welchen Joker man also bei welcher Frage einsetzt, ist vollkommen egal.
Sollte man alle Fragen richtig beantwortet haben und das Ende der Fahrt erreichen, obliegt dem Spieler die Entscheidung, die Master-Frage zu spielen oder einfach das bisher erarbeitete virtuelle Geld zu behalten. Entscheidet man sich für ersteres, so verdoppelt man bei der richtigen Antwort den Kontostand. Antwortet man falsch, ist alles Geld weg und der Spieler geht leer aus.
TV-Feeling? Wohl kaum!
Bevor man sich aber ins richtige Spiel stürzt, gilt es ersteimal, eine Stadt und eine Strecke zu wählen. Allerdings sind Städte wie Berlin, München oder auch Köln im Spiel nicht voneinander zu unterscheiden. Die grafische Darstellung der Orte beschränkt sich auf ein Netz aus weißen Strichen. Detailgetreue Stadtkarten wären hier deutlich netter gewesen. Die einzelnen Strecken unterscheiden sich auch nur in ihrer Länge, was natürlich Auswirkungen auf das Spiel hat. Bei kürzeren Strecken ist die Chance bis zum Ende mindestens ein Leben zu behalten und zu gewinnen größer als bei längeren Strecken. Bei diesen kann aber die Summe am Ende natürlich höher sein, da man mehr Fragen gestellt bekommt.
Nicht nur bei den Städten, sondern auch beim Rest des Spiels haben die Entwickler in Sachen Präsentation sehr stark geschlampt . So gibt es zum Beispiel keine wirkliche Moderation. Das Spiel beschränkt sich zum einen auf eine Frauenstimme, welche die Master- und die Buchstabier-Fragen stellt, und ein nach jeder Frage auftauchendes Comic-Bild von Thomas Hackenberg, dem Moderator der TV-Show, der dazu auch noch immer einen kurzen Spruch von sich gibt. Davon gibt es allerdings nicht sehr viele. Nach einiger Spielzeit nervt dieses Feature.
Immerhin bietet „Quiz Taxi“ die original Musik der TV-Sendung. Diese reißt das Spiel aber auch nicht mehr heraus. Durch die maue Präsentation wirkt es mehr wie ein Internet-Flash-Game, als ein Produkt, welches man im Laden erwerben kann. Einziger Pluspunkt des Spiels ist das relativ große Repertoire an Fragen.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
