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BATTLEFIELD 2142
 Test von Benjamin Jakobs (28.10.2006) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Ego-Shooter Publisher:Electronic Arts
Termin:19. Oktober 2006 Entwickler:Digital Illusions

Ein Jahr und vier Monate nach „Battlefield 2“ steht bereits der Nachfolger "2142" in den Startlöchern. Wie schon bei den vorherigen Teilen üblich, springt „Battlefield 2142“ wieder in der Zeit nach vorne und zeigt euch diesmal die ferne Zukunft der Menschheit. Wir haben uns zur Front begeben und verraten euch, ob sich eine Anschaffung des Titels lohnt.


Es fröstelt


„Battlefield 2142“ versetzt euch 136 Jahre in die Zukunft, wo die nächste Eiszeit bereits im vollen Gange ist; begonnen hat diese aber bereits 2106. Mit Schneestürmen und kälteren Temperaturen breiten sich Schnee und Eis immer weiter über den Erdball aus, entsprechend knapp werden Ressourcen sowie Lebensräume. Mit der Europäischen Union sowie der Pan Asian Coalition formen sich zwei Supermächte und kämpfen um die verbliebenen Territorien.


Kampf der Titanen

Auf den ersten Blick unterscheidet sich „Battlefield 2142“ spielerisch so gut wie nicht von den Vorgängern. Das merkt man natürlich am Conquest-Modus, der so gut und spannend funktioniert wie auch schon in den Vorgängern. Beide Teams streiten sich dabei um auf der Karte verteilte Flaggenpunkte und haben eine bestimmte Anzahl Tickets zur Verfügung. Diese sinken, wenn ihr einmal ins virtuelle Gras beißt oder der Gegner mehr Flaggen als euer Team kontrolliert. Soweit, so gut. Diesmal gibt es aber auch etwas wirklich neues: Den Titan-Modus.

Dieser ist ähnlich aufgebaut wie der Conquest-Modus, unterscheidet sich an einigen Stellen aber dennoch vom Vorbild. Zum einen gibt es nämlich keine Flaggenpunkte mehr, stattdessen kämpfen die Teams um Raketenstellungen. Sofern diese erobert wurden, startet eine Rakete in den Himmel mit dem Ziel des gegnerischen Titans. Diese schwer bewaffneten Schlachtschiffe schweben über den Schauplätzen, eines davon pro Team. Da diese mit einem Schild geschützt sind, muss dieser mit Raketen erst ausgeschaltet werden. Mit den Geschossen können die Kolosse auch zerstört werden, schneller geht es allerdings von innen. Dazu begibt man sich per Flugzeug oder mit speziellen Abschussvorrichtungen an Bord des Schiffes. Dort müsst ihr euch den Weg zu verschiedenen Kontrollstationen bahnen und diese vernichten. Zuletzt steht dann noch der Hauptreaktor auf dem Plan. Ist auch dieser Geschichte, fliegt der Titan langsam aber sicher auseinander; die Runde ist gewonnen.

Neben dem Kampf am Boden kommt somit noch eine weitere taktische Komponente hinzu, nämlich die Verteidigung des Titanen. Selbiger kann übrigens auch die Truppen am Boden mit seinen Bordkanonen unterstützen. Diese können aber wiederum ebenso von Geschützen gesprengt werden, lassen sich jedoch reparieren. Im Singleplayer- bzw. im CoOp-Modus könnt ihr derweil nur gegen Bots auf den 16er Karten in der Spielvariante Conquest antreten. Für den Titan-Modus muss also auf Online-Server zurückgegriffen werden.


Rank und schlank

Im Gegensatz zum Vorgänger ist „Battlefield 2142“ in Sachen Umfang etwas abgespeckt worden. So gibt es insgesamt zehn Karten, jeweils fünf pro Spielmodi. Diese unterteilen sich wiederum in Varianten für 16, 32, 48 oder 64 Spieler und führen euch zum Beispiel nach Berlin, Minsk oder Belgrad. Ebenfalls reduziert wurde die Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge. Es gibt zwar Mechs, Panzer oder Flugzeuge, allerdings hat jede Seite praktisch ein identisches Gegenstück im Arsenal. Somit ist zwar wenig Abwechslung, aber immerhin ein gutes Balancing gewährleistet. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, darf zwischen vier unterschiedlichen Infanterieklassen wählen: Aufklärer, Sturmsoldat, Pionier und Versorgungssoldat. Auf Sanitäter muss dabei nicht verzichtet werden, denn diese Rolle wird nebenbei vom Sturmsoldaten übernommen.


Langzeitmotivation

Zu Beginn des Spiels findet Ihr in eurem Arsenal lediglich die Standardwaffen der jeweiligen Klassen. Wie aber schon bei „Battlefield 2“ bietet auch „Battlefield 2142“ jede Menge Medaillen, Ränge und freischaltbare Waffen bzw. Gegenstände zur Langzeitmotivation. Jede Klasse kann sich zwei zusätzliche Waffen verdienen, allerdings müssen vorher jeweils drei verschiedene Upgrades gewählt werden. Dinge wie Granaten oder der Defibrilator sind keineswegs von Anfang an in eurem Inventar, sondern müssen ebenso erst freigeschaltet werden. Neu hinzugekommen sind noch spezielle Bonusgegenstände für die Anführer eines Squads. Dazu zählen etwa Drohnen, die selbstständig auf Gegner feuern, Selbstschussanlagen oder Schutzschilde. Das ganze System bietet also weit mehr Wahlmöglichkeiten als noch im Vorgänger, allerdings dauert es somit auch einige Zeit, bis sich wirklich schlagkräftige Teams auf den Schlachtfeldern finden. Euren Soldaten könnt ihr damit übrigens auch in begrenztem Umfang individualisieren. Die Waffe kann bei jedem Einstieg ins Spiel gewechselt werden, genau wie Upgrades für das Schießeisen, Granaten oder die Gegenstände für den Squad Leader.


Solide Technik

„Battlefield 2142“ basiert auf der gleichen Engine wie „Battlefield 2“ und sieht auf den ersten Blick eigentlich eher wie ein Mod für den Vorgänger aus. Trotzdem kann auch „Battlefield 2142“ für sich alleine genommen noch sehr überzeugen und wurde um einige neue Effekte erweitert, zum Beispiel verzerrte Bildschirme beim Einsatz von EMP-Waffen. Auszusetzen gibt es dabei recht wenig, allerdings sind die Hardwareanforderungen leicht angestiegen. Soundtechnisch gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln, das Spiel lässt sich auch wieder auf Englisch installieren.

Kein „Battlefield“ ohne Bugs, denn „Battlefield 2142“ ist einmal mehr nicht ganz fehlerfrei. Vor allem einer davon ist im Titan-Modus recht störend. Wenn man nämlich an Bord der Schlachtschiffe ist und diese sich bewegen, dann kann die Framerate gewaltig in den Keller gehen. Abgesehen davon läuft das Spiel aber weitestgehend einwandfrei.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Mein erster Eindruck von „Battlefield 2142“ war ja nicht wirklich erwartungsvoll. Digital Illusions macht hier aber nicht den selben Fehler wie bei „Battlefield Vietnam“, sondern liefert mit dem Titan-Modus eine neue und sehr spannende Spielvariante. Der geringe Umfang in Sachen Karten ist zwar ärgerlich, mit Nachschub ist aber höchstwahrscheinlich in Form von Booster Packs oder Add-Ons zu rechnen. Wer „Battlefield 2“ hat, sollte sich vorher die Demo anschauen. Wer zuletzt aber in „Battlefield 1942“ oder „Battlefield Vietnam“ unterwegs war, sollte jetzt zu „Battlefield 2142“ greifen, denn dieses baut die Stärken des Vorgängers weiter aus.
 
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mehr Wallpaper






















Pro:
neuer Spielmodus
spannende Gefechte
gutes Balancing
diverse Gegenstände freischaltbar

Contra:
wenige Karten
nur Conquest-Modus gegen Bots spielbar


Offizielle Website:
 @EA

Fansites:
 bf-news
 bf2142.org
 bf-2.de

Weitere Links:
 Trailer
 Demo



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