Die Booster Packs für „Battlefield 2“ sind bei den Spielern recht umstritten. Mittlerweile gibt es davon zwei Stück, „Armored Fury“ heißt das Neueste. Wir verraten euch in unserem kleinen Review, ob sich die Investition lohnt.
Auf nach Amerika
Erstmals in der „Battlefield“ Reihe kämpft ihr in „Armored Fury“ auch auf amerikanischem Boden. Auf den drei neuen Karten verteidigt oder erobert man die sehr schön gestalteten Schauplätze. Da wäre zum einen der Hafen Valdez in Alaska, welcher von chinesischen Truppen besetzt wurde. Ebenso gibt es eine ländliche Gegend mit Ackerländern, genauer gesagt soll dies Lancaster County in Pannsylvania darstellen. Hier sieht man viele Scheunen oder Silos, welche zudem eine hervorragende Deckung bieten. An der Ostküste kämpft ihr schließlich um eine wichtige Highway-Kreuzung, welche den Weg ins Landesinnere erleichtern würde. Auch hier sieht man typisch amerikanische kleine Vorstädte, wie man sie aus diversen Filmen oder Serien kennt. Insgesamt sind die drei Karten sehr stimmungsvoll und detailliert gestaltet worden, besonders die unterschiedlichen Objekte wurden geschickt eingesetzt. Was jedoch wie im Hauptprogramm sehr störend wirkt, sind kleinere Hindernisse wie Heuballen oder Zäune, an denen die Stahlkolosse einfach hängen bleiben. Schade, dass man diese nicht einfach mit größeren Fahrzeugen platt walzen kann.
Ab in die Lüfte
Vor allem den Piloten bietet „Armored Fury“ schönes neues Spielzeug. Für Amerikaner, Chinesen und die MEC-Truppen gibt es jeweils einen neuen Bomber sowie einen Aufklärungshelikopter. Letztere setzen sich aus dem bekannten Little Bird, dem EC-635 sowie dem WZ-11 zusammen. Alle verfügen über ein Radar, welches feindliche Einheiten im näheren Umkreis für das gesamte Team anzeigt, quasi eine mobile Überwachungsdrohne. Amerikanische Flugzeugpiloten dürfen sich derweil auf die A-10 Warthog freuen, ebenso gibt es noch die SU-39 sowie die Fantan Q-5. Alle fügen sich problemlos ins Spielgeschehen ein. Während die Bomber verständlicherweise recht tödlich für Fahrzeuge und Infanterie sind, können die Aufklärungshelikopter es bevorzugt mit Infanterieeinheiten und leicht gepanzerten Vehikeln aufnehmen. Neben diesen gibt es auch noch zwei zivile Fahrzeuge, die man auf den Karten nutzen kann. Dabei handelt es sich um einen Truck und um einen Sportwagen. Nette Spielereien, aber im Kampf nicht wirklich nützlich.
Abzocke oder nicht?
Abgesehen von den sechs neuen Lufteinheiten und den drei Karten, gibt es lediglich noch eine neue Medaille, die ihr euch verdienen könnt. Neue Waffen oder Bodenfahrzeuge sucht ihr hingegen vergebens. Wer die frischen Karten erstmal offline austesten will, muss sich mit der Variante für 16 Spieler begnügen. Zwar gibt es auch, wie bei den Karten des Hauptprogramms, Versionen für 32 beziehungsweise 64 Spieler, diese kann man aber im Einzelspieler- oder im Kooperativ-Modus nicht spielen. Das ist besonders ärgerlich, weil man auf den kleinen Karten so keinen Zugriff auf die neuen Flugzeuge und Helikopter hat, da deren Startplätze außerhalb der dortigen Schlachtfeldbegrenzung liegen.
Viele Spieler schreien bei dem Booster Packs zudem nach Abzocke. Bei genauer Betrachtung trifft dies aber nicht ganz zu. Wenn man etwa „Euro Forces“ und „Armored Fury“ zusammenrechnet, kommt man auf rund 20 Euro, eine neue Fraktion, sechs Karten, sieben Waffen, zehn Fahrzeuge sowie zwei Medaillen. Das erste Add-On für „Battlefield 1942“ bot damals auch nicht mehr Inhalt, wodurch man beide Booster Packs theoretisch auch als ein Add-On betrachten könnte, preislich gesehen gibt es beim Vergleich der beiden keinen Unterschied. Wie auch schon bei „Euro Forces“ liegt in der Packung der Ladenversion von „Armored Fury“ lediglich ein Zettel mitsamt CD-Key und Downloadanweisungen, auf eine CD-Version wurde wieder verzichtet. Der Download wiegt ungefähr 380 MB.