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THE INNER WORLD
 Test von Patrick Schwendemann (09.07.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Adventure Publisher:Headup Games
Termin:18. Juli 2013 Entwickler:Studio Fizbin

Point & Click-Adventures scheinen in Deutschland zur Zeit eine kleine Renaissance zu feiern. Nach Titeln wie Daedalics »Chaos auf Deponia und »The Whispered World versucht sich nun auch eine kleine Entwicklerschmiede aus Baden-Würrtemberg am Genre. The Inner World ist Studio Fizbins bislang ambitioniertestes Projekt. Dass das Team mit gerade einmal zwei Jahren Bestandszeit noch äußerst jung ist, merkt man dem großartigen Spiel aber nicht im Geringsten an.


Eine atemberaubende Welt

Wer sich schon immer einmal gefragt hat, wie eine hohle Welt aussehen würde, in der ein Volk die Innenseite eines Planeten bevölkerte, wird in The Inner World eine Antwort auf seine Frage finden. Die ulkigen Bohnenmenschen mit gestreiften Gliedmaßen leben nämlich nicht auf, sondern in Asposien – eine wundervolle Welt, gespickt mit einzigartig kreativen Orten und Charakteren.

Schon auf dem ersten Blick hebt sich der fantasievolle Stil des Spiels von aller Konkurrenz ab. Die handgezeichneten Hintergründe und Figuren beeindrucken von der ersten Minute an. Doch es ist nicht bloß die Optik, die überzeugend auftritt, es ist die Kombination unzähliger gelungener Design-Ansätze. Die knuffig-wuschligen Wollmäuse, die kleinen lichtspendenden Fosfos, die faszinierende Mythologie rund um die Basylen-Götter und ihre Windmönche, die witzigen und oftmals zugleich tragischen Figuren, die auf die Welt und ihre Umstände auf individuelle Art und Weise reagieren – all diese Kleinigkeiten greifen wie Zahnräder eines gut geölten Uhrwerks ineinander und schaffen eine einzigartige Spielwelt, deren Ideenreichtum und liebevolle Gestaltung sich vor keinem Ghibli-Film verstecken muss.

Asposien ist ein traumhafter Ort: mysteriös, faszinierend, verspielt und tragisch zugleich. Selten funktioniert solch eine Kombination so gut wie in The Inner World. Das Sahnehäubchen, das den Gesamteindruck letztlich abrundet, ist der gelungene Soundtrack, dessen Noten stets auf der Grenze zwischen entspannt und geheimnisvoll tanzen. Die Akustik, Optik und Konzeption des Spiels kommen in einer einmaligen Atmosphäre zusammen, die einen für Stunden an den Bildschirm fesseln kann.


Adventure-Kost für jung und alt

Spielerisch orientiert sich The Inner World am längjährig etablierten Standard-Prinzip des Point & Click-Genres. Der herzensgute aber etwas leichtgläubige Novize Robert und dessen intelligente sowie schlagfertige Herzensdame Laura müssen im Laufe des Spiels einer scheinbaren Verschwörung auf die Spur kommen und unterwegs selbstverständlich allerlei Rätsel lösen. Oft geraten die beide in unangenehme Situationen, in denen sie auf einander sowie auf andere Charaktere und natürlich auch auf eure Hilfe angewiesen sind.

Als Spieler müsst ihr dabei ein wenig Grips beweisen und eure Umgebung stets genau unter die Lupe nehmen. Meistens habt ihr zu jedem Zeitpunkt ein großes Ziel, das wiederum aus mehreren kleinen Teilaufgaben besteht. An einer Stelle müsst ihr beispielsweise Laura steuern, um Robert aus einer Falle zu befreien. Durch die Kombination verschiedener Gegenstände und Handlungen grabt ihr euch dabei nach und nach aus dem Schlamassel. Unter anderem gilt es etwa, eine aus Lupengläsern zusammengesetzte Brille aus einem zu Moor bergen, um mit dieser dann eine kreischende Ameise auf einem Felsen ausfinidg zu machen und einzufangen. Damit erschreckt ihr wiederum einen alten Mann, der wie wild mit Armbrustbolzen um sich schießt, die ihr als provisorische Leiter nutzen könnt. Anderswo müsst ihr hingegen mehrere Handwerksmaterialien für die Anfertigung eines Kleidungsstücks zusammentragen. Wo und wie ihr diese herbekommt, sind Fragen, die wiederum andere Rätsel darstellen.

Häufig sind die größeren Aufgaben nach einem non-linearen Prinzip gestaltet. Das heißt, dass ihr beispielsweise bei der Anfertigung des Kleidungsstücks zunächst entweder den Stoff, die Stricknadeln oder das Strickmuster beschaffen dürft. Auf diese Weise garantiert das Spiel, dass ihr durchgängig Fortschritte macht, womit auch immer ihr euch zur jeweiligen Zeit beschäftigt. Weil die Lösung einer Aufgabe eben nicht linear ist und es somit stets mehrere richtige Lösungswege gibt – wenn auch für unterschiedliche Teilrätsel – geratet ihr selten in eine wirkliche Sackgasse. Für den Fall, dass ihr aber doch mal festhängen solltet, könnt ihr die allwissende Hilfe-Funktion verwenden. Diese ist extrem einfach zu bedienen und so mächtig, dass sie euch bei Bedarf Schritt für Schritt zur Lösung führt. Wann euch die Tipps ausreichen, dürft ihr aber natürlich selbst entscheiden.

Obwohl es in gewisser Hinsicht fragwürdig ist, auf eine solch umfangreiche Hilfsmöglichkeit ohne irgendwelche Nachteile zurückgreifen zu können, versichert das Feature, dass Spieler der unterschiedlichsten Genre-Erfahrung ihren Spaß mit The Inner World haben werden. Der Titel ist somit für jung und alt interessant und kann entweder als traditionelles PC-Adventure oder als interaktiver Animationsfilm gespielt werden.


Probleme mit dem Spielfluss

Aus spielerischer Hinsicht sind da eher die Dialoge zu bemängeln. Zwar bedienen sich die Gespräche einem exzellenten Skript und einer größtenteils gelungenen deutschen Sprachausgabe, doch in vielen Fällen sind sie einfach ein wenig zu lang. Sobald ihr euch mit einem NPC unterhaltet, könnt ihr am unteren Bildschirmrand verschiedene Symbole anklicken, um über bestimmte Themen zu reden. Nicht selten müsst ihr drei oder vier mal auf ein einzelnes Symbol drücken, und euch entsprechend drei oder vier Sequenzen anhören, ehe alles zu einem Thema gesagt worden ist. Natürlich ist ein Großteil der Dialogoptionen optional. Weil ihr allerdings nicht wisst, welche Informationen für ein Rätsel relevant sind und welche nur zur Ausschmückung der Spielwelt dienen, bleibt euch aber nichts anderes übrig, als sämtliche Optionen zu erschöpfen. Ein einzelnes Gespräch kann auf diese Weise gerne mehr als fünf Minuten dauern und stört somit ein wenig den Spielfluss.

Ein ähnliches Problem stellen die Ladezeiten dar. Um eure Aufgaben zu lösen, verlangt das Spiel von euch regelmäßig, zwischen mehreren Bildschirmen hin und zurück zu wechseln. Gerade in einer Ausprobierphase sind fünf bis zehn Sekunden Wartezeit pro Screen-Wechsel ein wenig nervtötend. Ansonsten spielt sich The Inner World aber absolut reibungsfrei. Die erforderten Rätsellösungen sind stets logisch und nie sonderlich weit dahergeholt. Frustmomente gibt es über die zehn Spielstunden hinweg so gut wie keine.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Wie bereits angesprochen merkt man The Inner World kein Stück an, dass es aus der Schmiede eines gerade einmal zweijährigen Studios stammt. Die Spielmechanik des Adventures ist äußerst solide, wenn auch nicht perfekt, und überzeugt vor allem aufgrund gelungener Design-Entscheidungen im Detail, wie etwa der nicht-linearen Rätselstruktur. Der wahre Star des Spiels ist allerdings die unglaublich kreative und fantastische Welt, die sogar Deponia in den Schatten stellt. The Inner World mag vielleicht Fizbins erstes großes Projekt sein, aber es war definitiv nicht das letzte. Genre-Freunde müssen bei einem Preis von nur rund 30 Euro unbedingt zuschlagen.
90%
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#1 | Gast [17.07. | 23:26] 
The Inner World
Nur ein kleiner Hinweis aus Bayern: "Baden-Würrtemberg" schreibt man etwas anders ;)


 






























Pro:
wunderschöner Grafikstil
unglaublich fantasievolle Spielwelt
einzigartige Atmosphäre
Hilfe-Funktion beugt Frust vor
Rätsellösungen stets logisch und nachvollziehbar
non-lineare Rätselstrukturen

Contra:
keine Nachteile für das Benutzen der Hilfe-Funktion
Ladezeiten ein wenig zu häufig
Dialoge etwas zu lang


Offizielle Website:
 TheInnerWorld.de



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