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DISHONORED: DIE MASKE DES ZORNS
 Test von Patrick Schwendemann (21.10.2012) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action-Adventure Publisher:Bethesda Softworks
Termin:12. Oktober 2012 Entwickler:Arkane Studios

Dishonored: Die Maske des Zorns ist eines dieser wenigen Action-Spiele, das nicht versucht, euch durch brachial inszenierte Zwischensequenzen zu beeindrucken oder mit einer Flut von Quicktime-Events zufriedenzustellen. Es schickt euch nicht durch lineare Schlauchlevel und will seine Spielmechanik nicht hinter der nächstgrößeren Grafik-Pracht verstecken. Stattdessen haben die Arkane Studios ein Spiel geschaffen, das tatsächlich noch ein wahres Spiel ist. Doch was bedeutet das genau?


Mittendrin statt nur dabei

In der Spielmechanik Dishonoreds stehen drei Dinge ganz klar im Vordergrund: der Spieler, die Spielwelt und die Interaktion untereinander. Anders als in so vielen anderen Titeln seid ihr hier kein bloßer Rummelbesucher auf einer Achterbahnfahrt, auf die ihr keinen Einfluss habt. Stattdessen seid ihr die Schlüsselfigur, die das Spiel bestimmt und ihr eigenes Erlebnis kreiert. Als mächtiger Assassine mit vielen verschiedenen Fähigkeiten stehen euch stets mehre Wege und Möglichkeiten offen. Ob, und vor allem wie, ihr eure Ziele zur Strecke bringt, ist euch überlassen. Gleichzeitig beeinflussen eure Entscheidungen aber auch die Welt um euch herum. Genau diese Interaktion und spielerische Freiheit ist es, die Bethesdas Titel von der Masse abhebt.

»Deus Ex meets »Assassin's Creed mit einem Hauch von »BioShock – so in etwa könnte man das Gameplay in Dishonored beschreiben. In einer pestbefallenen Welt, die ein bisschen an Venedig und die industrielle Revolution Ende des 19. Jahrhunderts erinnert, müsst ihr durch Gassen schleichen, über Häuserdächer springen oder durch Kanäle tauchen, um in jeder eurer Missionen eine ganz bestimmte Zielperson zu erreichen, die es auszuschalten gilt. Dabei stehen euch verschiedene Waffen und magische Fähigkeiten zur Verfügung, die entweder dazu dienen, so viel Chaos und Schaden wie möglich zu verursachen, oder euch dabei helfen, lautlos und ungesehen von A nach B zu kommen.


Ein neues Zuhause

Doch fangen wir erst einmal ganz von vorne an. Wozu eigentlich das alles? Nun, die Königin wurde ermordet, ihre Tochter entführt und ihr werdet natürlich für all den Schlamassel verantwortlich gemacht und prompt in einen Kerker geworfen, in dem ihr nun auf eure Hinrichtung wartet. Glücklicherweise habt ihr allerdings Freunde, die ihr selbst noch nicht kennt und mit deren Hilfe ihr aus eurer düsteren Kammer entfliehen könnt. Ausgerüstet mit neuen Waffen, magischen Fähigkeiten und selbstverständlich auch der stylischen Maske, müsst ihr dem Titelhelden Corvo und seinen Kollegen nun also dabei helfen, eine Verschwörung aufzudecken und die alte Ordnung wiederherzustellen.

Von eurer neuen Operationsbasis irgendwo in einem verlassen Viertel aus, werden eure Einsätze geplant. Darauf habt ihr allerdings herzlich wenig Einfluss. Ihr seid viel mehr der Mann für's Grobe. Allerdings steht euch in eurer Basis ein treuer Tüftler zur Seite, bei dem ihr eure Ausrüstung zwischen den Missionen verbessern könnt. Unter anderem lässt sich auf diese Weise eure Munitionskapazität erhöhen oder eine nützliche Zoom-Funktion in eure Maske einbauen. Selbstverständlich ist das Ganze jedoch nicht kostenlos. Deshalb empfiehlt es sich immer, auf euren nächtlichen Einsätzen mit einem Auge nach wertvollen Schätzen wie etwa Silbertabletten Ausschau zu halten, die beim Aufnehmen automatisch in Bares umgewandelt werden.


Ein beachtliches Arsenal

Wertgegenstände sind jedoch nicht die einzigen Objekte von Interesse. Auch nach Runen und Knochenfragmenten solltet ihr euch in den teils riesigen und non-linearen Gebieten hin und wieder umschauen. Die Fragmente verleihen euch passive Boni wie etwa eine schnellere Schwunggeschwindigkeit mit eurer Klinge oder erhöhte Heilung durch Tränke. Runen werden benötigt, um magische Fähigkeiten freizuschalten, und hier wird die Sache besonders interessant.

Zu Corvos Arsenal gehören beispielsweise Zeitmanipulation oder riesige Rattenschwärme, die gegnerische Wachen glatt bei lebendigem Leib verspeißen. Fehlen darf natürlich auch eine Nachtsicht nicht, mit der ihr sogar durch Wände schauen könnt. Am nützlichsten ist wahrscheinlich aber der Teleportzauber, der sehr vielfältig eingesetzt werden kann. Mit ihm könnt ihr schnell und ungesehen von einem Häuserdach zum nächsten gelangen oder aber euch auch vor einen Gegner teleportieren und ihm die Kehle zerschneiden, ehe dieser überhaupt reagieren kann. Auch Fähigkeiten, die nicht unbedingt magischer Natur sind, lassen sich mit Runen freischalten. Darunter befindet sich beispielsweise ein Upgrade für eure Sprunghöhe und Bewegungsgeschwindigkeit. Corvos Waffenarsenal hingegen ist nicht ganz so ausgereift, doch auch hier stehen euch mehrere Tötungswerkzeuge zur Verfügung. Immer griffbereit ist eure silberne Klinge – die einzige Waffe, die ihr nicht austauschen könnt. In der linken Hand dürft ihr je nach Lust und Laune jedoch Granaten, Minen, eine Pistole oder die Armbrust tragen, für die euch mehrere Munitionstypen zur Verfügung stehen.

Durch verschiedene passive und aktive Kräfte, freischaltbare Upgrades und nicht zuletzt auch Waffen dürft ihr den inneren Assassinen in euch also zum Ausdruck kommen lassen und Missionen ganz nach eurem Geschmack angehen. Die Freiheit in der Herangehensweise erinnert ein wenig an »Deus Ex: Human Revolution, das im letzten Jahr erschien, erreicht dessen spielerische Tiefe aber nicht komplett. Komplexe Dialoge oder handlungsbeeinflussende Entscheidungsmöglichkeiten sucht man nämlich vergebens.


Verschenktes Potenzial

Genau an dieser Stelle wird es Zeit, über die eine große Design-Schwäche in Dishonored zu sprechen, die das Spiel davon abhält, sein volles Potenzial zu entfalten. Zwar stimmt es, dass ihr in der Theorie ein recht beachtliches Arsenal an Kräften habt, spielerisch relevant wird dieses jedoch nur, wenn ihr sowohl schleichend als auch als Rambo-Verschnitt durch die Levels schreitet. Wer sich auf eine der beiden Spielarten beschränken will, ist in seiner Herangehensweise doch verhältnismäßig arg begrenzt.

Besonders die Sam Fischers unter euch werden im Laufe des Spiels feststellen müssen, dass sie viel weniger spielerische Freiheit haben, als anfangs vermutet. Wer sich wie ein echter Assassine benehmen will, schmeißt nun mal nicht mit Granaten um sich. Genau so wenig bedient er sich einer fürchterlich lauten Knarre und mit Kräften wie der Zeitmanipulation oder dem Windstoß kann ein nächtlicher Jäger im Prinzip auch nichts anfangen. Was bleibt sind letztendlich zwei Waffen und drei bis vier Fertigkeiten, die zwar durchaus Spaß machen, auf eine Spielzeit von zehn bis zwanzig Stunden verteilt allerdings früher oder später an Reiz verlieren. Wollt ihr das Spiel durchspielen, ohne jemanden zu töten, sieht es an Optionen noch mauer aus. Verschlimmert wird das Ganze dadurch, dass das Spiel euch eigentlich zu einer schleichenden und nicht-tötlichen Herangehensweise bewegen will. Pazifisten dürfen sich nämlich über zusätzliche Belohnungen durch Nebenquests freuen und müssen sich auf den Straßen mit weniger tollwütigen Ratten und Pestopfern auseinandersetzen.

Erneut muss Square Enix' Fortsetzung der Marke Deus Ex zu einem Vergleich herangezogen werden. Wer sich dort auf das leise und nicht-tötliche Fortbewegen konzentrieren wollte, musste zwar auch auf einige Fertigkeiten verzichten. Im Gegenzug boten dort Hacking, Computer-Terminals, Datapads, Dialoge und für die Handlung bedeutsame Entscheidungen weitere spielerische Aspekte. Das Waffen- und Gadget-Arsenal war in "Human Revolution" ebenfalls größer, und wer niemanden umbringen wollte, konnte seinen Aggressionsdrang noch immer an mechanischen Patrouillen auslassen.

All das sucht man in Dishonored leider vergebens oder zumindest weniger erfolgreich. Wer ein wirklich abwechslungsreiches Erlebnis sucht, wird nicht um einen Mix aus Action und Stealth drumrumkommen. Dennoch muss man dem Spiel zugute halten, dass die Spielmechanik deutlich ausgefeilter und komplexer als in den meisten Spielen aufgebaut ist. Die Idee wurde leider nur nicht ganz zu Ende gedacht.


Krankheit, Armut, Korruption

Eure Aufträge in der Stadt Dunwall können mitunter also ein wenig zäh werden. Damit euch aber nicht langweilig wird, haben sich die Arkane Studios darum bemüht, euch mit lesbaren Auszügen aus Tagebüchern oder Zeitungen geradezu bombardieren. Anders als in Deus Ex halten diese nur in den seltensten Fällen spielrelevante Informationen. Wer mehr über die dreckige und verkommene Welt erfahren will, ist damit jedoch bestens bedient. Dem selben Zweck dienen Audio-Aufzeichnungen, die rarer verteilt sind aber besonders gut zur Atmosphäre beitragen.

Die Stimmung in Dishonored ist durchweg einfach herrlich düster und aussichtslos. Das macht sich schon dadurch bemerkt, dass ihr auf eurer ersten Mission beispielsweise ein paar Patrouillen auf einer Brücke entdeckt, die Leichen in einen Fluss werfen. Überall wimmelt es von Ratten, die sich auf verwesene Kadaver sürzen. Pestbefallene Bewohner klagen über ihren Schmerz und korrupte Wachen machen sich über das Hab und Gut der langsam Krepierenden her. Während all dem nutzt der Adel selbstverständlich seine wertvolle Zeit, um einen genüsslichen Maskenball zu feiern. Die Grafik des Spiels unterstreicht diesen thematischen Schwerpunkt des Elends und der Korruption. Während sie technisch alles andere als beeindruckend ist, kann gerade die äußerst effektive Farbgebung, die der Optik einen gewissen malerischen Touch verleiht, zur Glaubwürdigkeit beitragen. Dunwall gleicht wirklich einer Stadt, die ihrem Ende nahe ist. Genau deshalb müsst ihr als Corvo auch selbst zur Tat schreiten und die Missstände ins Reine bringen.

Wirklich umwerfend ist die Handlung des Spiels zu keinem Zeitpunkt. Stattdessen schreitet ihre Qualität auf einer feinen Linie, die sie gerade interessant genug macht, um zum Weiterspielen zu motivieren. Die exzellenten deutschen Stimmen der Figuren tragen ebenfalls dazu bei, euch bei der Stange zu halten, auch wenn die Lippensynchronisation hier und da hätte besser ausfallen können. Denkwürdige Musikstücke werden euch während des Spielens übrigens nicht ins Ohr fallen. Stattdessen überzeugt die Akustik allerdings mit einem exzellenten Sounddesign. Wenn ihr etwa beim Schleichen entdeckt werdet und plötzlich eine kurze aber laute Violinennote zu hören bekommt, stehen euch häufig alle Haare zu Berge.

Die Steuerung der PC-Version muss je nach Spielertyp eventuell ein wenig nachjustiert werden. So ist es unter anderem verwirrend, die Klinge in eurer rechten Hand mit der linken Maustaste zu benutzen, während die rechte für die Waffe auf eurer linken Seite zuständig ist. Nach etwas Eingewöhnungszeit ist das aber kein Problem mehr. Die unterschiedlichen Fähigkeiten könnt ihr entweder in einem Rad-Menü auswählen oder auf praktische Hotkeys legen. Letzteres ist selbstverständlich ein wenig angenehmer, denn so ein richtiger Assassine muss mitunter schnell umschalten können.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Die Arkane Studios eröffnen mit Dishonored auf grandiose Art und Weise ein neues Spiele-Franchise, dessen Gameplay trotz genialen Ansätzen noch nicht ganz ausgereift ist. Je nach dem, wie ihr euch entscheidet, das Spiel zu spielen, kann euer Erlebnis mitunter sehr zäh ausfallen. Die Tatsache, dass ihr diese Entscheidung allerdings überhaupt erst treffen dürft und darüber hinaus in riesigen Leveln auf verschiedene Wege zu euren Zielen gelangen könnt, spricht Bände. Die herrliche Endzeit-Atmosphäre, gezeichnet von Pest und Elend, stellt schließlich das krönende Sahnehäubchen dar. Dishonored ist zwar kein Meilenstein der Videospielgeschichte, wäre es aber beinahe geworden. Hut ab!
91%
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Dishonored bedient sich bei zahlreichen Blockbustern der letzten Jahre. Das frische Steampunk-Setting verleiht dem Titel dabei jedoch eine ganz eigene Note. Die Steuerung geht leicht von der Hand und die unterschiedlichen Lösungswege dürften sowohl bei Action-Fans als auch bei Stealth-Veteranen keine Wünsche offen lassen. Die Grafik ist zwar nicht auf dem neuesten Stand, weiß jedoch durch Detailreichtum und eine große Spielwelt zu überzeugen. Beim Spielen überkam mich des Öfteren das Gefühl, Dishonored wäre ein vorgezogenes BioShock Infinite. Es bleibt abzuwarten, ob 2K Games im nächsten Jahr ein ebenso gutes Ergebnis abliefern wird.
90%

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#1 | Le Don [22.10. | 00:11] 
Dishonored: Die Maske des Zorns
Irgendwie finde ich es etwas komisch, wie die Leute den Titel mit Assassin's Creed vergleichen - die Thief-Reihe scheint man mittlerweile wohl vergessen zu machen ;).

#2 | The Comedian [22.10. | 23:10] 



7.336
Dishonored: Die Maske des Zorns
Jap, erinnert an eine Mischung aus Thief und Bioshock.


 










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Pro:
hervorragende Atmosphäre
mehrere Lösungswege
verschiedene Spielweisen
tolles Sounddesign
bis zu 20 Stunden Spielzeit

Contra:
zu wenig Waffen und Fähigkeiten pro Spielweise
grafisch veraltet


Offizielle Website:
 Dishonored.com



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