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CHAOS AUF DEPONIA
 Test von Patrick Schwendemann (15.10.2012) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Adventure Publisher:Daedalic Entertainment
Termin:12. Oktober 2012 Entwickler:Daedalic Entertainment

Die Deponia-Trilogie geht in die zweite Runde. Daedalic schickt uns erneut auf den übergroßen Schrotthaufen, der vor abgedrehten Charakteren, Dialogen und Rätseln nur so strotzt. Das Spielprinzip bleibt gleich und verspricht somit ein qualitativ hochwertiges Adventure der Point&Click-Schule. Wer mit der Serie noch nicht vertraut ist, erfährt im Folgenden, worum es sich bei Chaos auf Deponia genau handelt.


Zwischen Genie und Vollidiot

Das Militär der Himmelsstadt Elysium will die Schrottstadt Deponia sprengen. Um die Bevölkerung zu warnen und die Pläne des Militärapparats – des so genannten Organons – zu vereiteln, benötigt ihr die Hilfe des Cyborg-Mädchens Goal. Diese leidet nach ihrem erneuten Absturz vom Himmel aber unter einem akuten Fall von zerbrochenen Schaltkreisen und muss von Rufus, also von euch, erst einmal zur Hilfe überredet werden.

Was folgt ist ein ständiges Hin und Her zwischen verschiedenen Levelabschnitten, wo ihr eure Umgebung und Gegenstände genaustens untersuchen und in Erinnerung behalten müsst. Denn die vielen Aufgaben im Spiel überstrecken sich beinahe immer über mehrere Bildschirme. So gilt es beispielsweise unter anderem, zwei Rohre auf dem Marktplatz miteinander zu verbinden, was sich in einer dunklen Gasse einige dutzend Meter weiter bemerkbar macht. Dort hallt nämlich das Echo eines singenden Gondoliers, der mit dem Paarungslied der Schrottkrabben einige Sechsfüßler auf sich aufmerksam macht. Wozu das wiederum dient, sei an dieser Stelle nicht verraten, um nichts vorwegzunehmen. Wichtig ist jedoch, wie gesagt, alle Auffälligkeiten in der Spielwelt – und davon gibt es eine Menge – im Kopf zu behalten. Nur so könnt ihr clever Eins und Eins zusammenzählen und alle Rätsel meistern.

Die erste große Auffälligkeit, wo wir doch schon dabei sind, ist der Protagonist selbst. Rufus ist ein tollpatschiges Taugenichts, dessen mentalen Kapazitäten ständig zwischen Genie und Idiot schwanken. Auf der einen Seite schafft er es sogar auf der Suche nach einem einfachen Hammer eine ganze Hütte in Brand zu setzen, auf der anderen Seite entkommt er aber jedesmal doch irgendwie den kritischsten und bizarrsten Situationen.


Normal ist anders

In einer dieser Situationen findet sich der selbstverliebte Tüftler, nachdem er Goal mit einem plumpen Anmachspruch in einer Bar beleidgt. Die Roothaarige wird darauf so wütend, dass sie Rufus glatt eine scheuert. Da der Besitzer der Kneipe aber keine Schlägereien duldet, muss die Streitigkeit in einem Minispiel ausgetragen werden, in welchem beide in Schnabeltierkostüme gesteckt werden und sich mit gepolsterten Schlagstöcken gegenseitig auf die Rübe hauen sollen. Solche kleinen Minispiele tauchen innerhalb des Adventures häufiger auf und bringen ein wenig Abwechslung in den Spielablauf. Dem gleichen Zweck dienen die überaus witzigen Zwischensequenzen, die deutlich häufiger als noch im ersten Teil auftauchen, aber keineswegs in den Weg des Spielgeschehens rücken.

Wie bereits erwähnt kommt ihr während eures Abenteuers auf Deponia ganz schön herum. Neben der dreckigen Kneipe und dem Marktplatz führen euch eure Aufgaben unter anderem auch an die Docks des Orts und an ein Viertel, das ein wenig an Venedig erinnert. Dabei trefft ihr auf die unterschiedlichsten Charaktere, wie etwa den blinden Apotheker oder die maskierten Schurken des "unorganisierten Verbrechens" – um nur ein paar zu nennen. In den Dialogen mit den schrillen Persönlichkeiten erfahrt ihr dann beispielsweise, dass Schere-Stein-Papier etwas für ganz harte Kerle in der Untergrundszene ist und vieles mehr. Wer sich lediglich auf das Erfüllen der Aufgaben beschränken will, kann das gerne tun. Wollt ihr aber tiefer in die Welt von Deponia eintauchen, habt ihr zahlreiche optionale Dialogoptionen, mit denen ihr die einzelne Charaktere noch besser kennenlernen könnt.

Gerade aufgrund der verbesserten Sprachausgabe gegenüber dem ersten Teil der Deponia-Saga sind die Gespräche mit den Charakteren noch spaßiger. Größtenteils scheint man sich in Chaos auf Deponia den gleichen Sprechern zu bedienen. Die klingen nun jedoch weniger monoton und bringen die Texte glaubwürdig zum Leben. In Sachen Präsentation geht Teil zwei also einen logischen Schritt nach vorne und übertrifft seinen Vorgänger was Zwischensequenzen und Sprachausgabe angeht. Der Grafikstil ist dabei gewohnt charmant und cartoonig und überzeugt vor allem durch seine Liebe zum Detail. Hier krabbelt ein kleiner Nager auf dem Vordach einer Werkstatt, dort beobachten euch Krabbenaugen aus einem Schrotthaufen, überall wimmelt es von Werkzeugen, Holzbrettern und Abflussrohren – man fühlt sich während des Spielens wirklich wie auf einem schwimmenden Schrotthaufen.


Trial & Error

Problematischer ist hingegen das Eintauchen in die Handlung des Spiels. Chaos auf Deponia fängt genau dort an, wo der erste Teil aufgehört hat und ist für neue Spieler, die die Serie noch nicht kennen, erst einmal sehr konfus. Da hilft es auch nicht, dass es gerade zu Beginn des Abenteuers immer wieder zu Anspielungen auf vergangene Geschehen kommt, die so mancher Spieler evt. verpasst hat. Das große Ganze bekommen Neulinge schon mit. Wer mit der Welt noch nicht vertraut ist, versteht Vieles jedoch nicht. In dieser Hinsicht hätte Daedalic den Spieleinstieg eventuell ein wenig freundlicher gestalten können.

Ähnlich anstrengend sind einige Rätsel des Titels. Die sind zwar durchweg schön durchdacht, aber doch ab und zu ein wenig zu kompliziert konstruiert. Oftmals hilft nur Trial & Error. Frei nach dem Motto "irgendwan wird's schon klappen", bleibt euch dann nichts anderes übrig, als jede erdenkliche Option in Erwägung zu ziehen. Im Nachhinein ergibt die Lösung immer Sinn. Der Sinn entsteht jedoch in Rufus' verrücktem Kopf und ist dehalb für den Spieler zunächst alles andere als eindeutig. Zwar machen NPCs immer wieder intellegente Bemerkungen, die dazu dienen, euch auf die richtige Fährte zu führen, manchmal reichen diese nur eben nicht vollständig aus. Gerade in solchen Situation kann sich der Spielverlauf etwas zäh anfühlen. Auf der anderen Seite eignen sich jedoch genau diese Momente dazu, die vielen Charaktere des Spiels etwas genauer unter die Lupe zu nehmen – und hier glänzt Chaos auf Deponia besonders.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Mit Chaos auf Deponia setzen die Jungs und Mädels von Daedalic auf das bewährte Spielprinzip, polieren die Präsentation des Adventures gegenüber seinem Vorgänger aber etwas auf. Gerade die deutsche Sprachausgabe ist deutlich besser gelungen als noch in Teil 1. Ganz ohne Schwächen bleibt der Titel aber dennoch nicht. So kann der Einstieg in die Spielwelt für Neulinge mitunter sehr konfus sein und eine Frage nach der anderen aufwerfen. Spieler des ersten Deponias werden sich jedoch schnell zuhause fühlen und dürfen sich auf ein mindestens ebenso spaßiges Abenteuer freuen.
89%
So testen wir >>

Für mich gehört das Rumprobieren mit den Kombinationen ganz klar zu einem Adventure. Einige Stellen sind schon recht knifflig, aber die teilweise recht verrückten Lösungen, die Rufus findet, entschädigen dafür vollends. So stolpert der Anti-Held auch in Teil 2 der Trilogie von einem Fettnäpfchen ins nächste - und ich hatte jede Menge Spaß daran, ihm dabei zusehen. Zudem hat Daedalic die gröbsten Patzer des Erstlings ausgebügelt und präsentiert ein wahnwitziges Abenteuer, das Fans des Genres einfach lieben müssen.
90%

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#1 | Gast [19.10. | 13:15] 
Chaos auf Deponia
Es sind Schnabeltierkostüme, keine Entenkostüme

#2 | PhanZero [19.10. | 17:20] 



13.900
@Gast #1
Da hast du natürlich recht - keine Ahnung, wie mir das bei der Korrektur durchgehen konnte. Mea Culpa, wird gefixt.

#3 | ZGoten [19.10. | 19:28] 



569
Chaos auf Deponia
Naja, das halte ich jetzt wirklich nicht unbedingt für korrekturwürdig. Aber danke trotzdem für den Comment. ;)


 










mehr Wallpaper






















Pro:
viele interessante Charaktere
wunderschöne Optik
verbesserte Präsentation und Sprachausgabe
relativ günstiger Preis

Contra:
Handlung ohne Vorkenntnisse konfus
manche Rätsel enden in Trial & Error


Offizielle Website:
 @Deponia



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