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CIVILIZATION V: GODS & KINGS
 Test von Sören Wetterau (03.07.2012) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Strategie Publisher:2k Games
Termin:22. Juni 2012 Entwickler:Firaxis Games

Fast zwei Jahre nach Release hat Civilization V bei Firaxis und 2k Games noch lange nicht ausgedient. Das unter Fans kritisch gesehene Hauptspiel hat nun seine erste Erweiterung bekommen. Mit Civilization V: Gods & Kings präsentieren die Entwickler ein "altmodisches" Addon, welches das Hauptspiel zwingend benötigt. Dafür gibt es mit Religion und Spionage zwei bekannte Spielelemente und zahlreiche neue Völker kamen ebenfalls hinzu. Wird aus Civilization V aber nun auch endlich ein vollständiger Serienvertreter?


Als im September 2010 die Jungs und Mädels von Firaxis Games ihr »Civilization V veröffentlichten, waren viele Fans sich uneinig. Einerseits lobte man das neue Politiksystem und die bessere Verwaltung des Reiches, aber andererseits sorgte die KI für viele kritische Foreneinträge. Seit der Veröffentlichung sind nun etliche Monate und Patches ins Land gezogen. Mit Civilization V: Gods & Kings steht nun sogar eine Erweiterung im Handel, die das Strategiespiel deutlich abwechslungsreicher und spannender gestalten soll. Für das Hauptspiel wurden Religion und Spionage noch entfernt, nun sind beide Spielmechaniken wieder dabei. Nach etlichen Stunden Spielzeit können wir eines vorab sagen: Civilization V hat dank der Erweiterung an Spielspaß gewonnen und die KI dank Patches an geistiger Stärke.

Insgesamt erweitert Firaxis das Völkersortiment um neun neue Völker. Wer alle DLCs erworben hat kommt nun auf 34 spielbare Zivilisationen und dürfte damit genug Abwechslung haben. Jedes Volk hat seine Vorteile, besondere Einheiten und Gebäude sowie einen animierten Anführer. Die neun neuen Addon-Völker sind Äthiopien, Byzanz, Österreich, Hunnen, Kelten, Karthago, Niederlande, Maya und Schweden. Diese könnt ihr sowohl im Einzel-, als auch im Mehrspielermodus verwenden. Aber insgeheim hat Firaxis sogar noch ein paar weitere Völker erstellt, diese können aber nur in den besonderen Szenarien verwendet werden. Dazu gehören etwa die Völker des Steampunk-Reiches oder die Goten aus dem Rom-Zeitalter.


Religion – Von der Idee zur Welt

Für Civilization V haben die Entwickler aus verschiedenen Gründen die Religion rausgeworfen. Nun steht sie im Zentrum der Erweiterung, unterscheidet sich aber enorm vom Religionsprinzip der Vorgänger. Im späteren Spielverlauf stellt die Religion zum einen eine weitere Währung dar und zum anderen gibt sie uns besondere Boni. Doch bevor wir uns einer Religion widmen können, müssen wir uns erst einmal zehn Glaubenspunkte sammeln. Dazu bauen wir einfach einen Schrein und hoffen, dass wir als erstes die zehn Punkte erreichen. Haben wir das geschafft, dürfen wir ein Pantheon gründen und einen Glaubenssatz wählen. Insgesamt gibt es davon 22 Stück, darunter etwa Geistheiler, welche unseren Truppen 30 Punkte Heilung neben freundlich gesinnten Städten gewährt. Erreichen wir aber nicht als erster die zehn Punkte, dann benötigen wir für unser Pantheon schon 15 Glaubenspunkte. Wenn wir das wieder vergeigen, dann sind es schon 20 Punkte und so weiter. Nach elf Pantheons ist aber Schluss und wir haben keine Chance mehr in die Religion zu kommen. Dasselbe passiert auch, wenn jemand schon seine Religion zum dritten Mal verbessert hat.

Nachdem wir mit unserem Pantheon genug Glauben produziert haben, erscheint in unserer Hauptstadt ein großer Prophet. Mit diesem können wir eine Religion gründen, die wir wie in einem Baukasten aus verschiedenen Glaubenssätzen zusammenbauen dürfen. Wir wählen aus den elf verschiedenen Religionssymbolen eins aus und für den Anfang einen Anhänger- und Religionsglaubenssatz. Wir können auch den Namen der Religion selbst wählen. Ansonsten sind die Standardnamen der heutigen Weltreligionen eingestellt. Erhalten wir im Laufe des Spiels noch einen weiteren großen Propheten, können wir unsere Religion noch einmal verbessern und zwei (im Sonderfall Byzanz drei) weitere Glaubenssätze wählen.

Mit dem Pantheon kommt die Religion insgesamt auf 66 verschiedene Glaubenssätze. Maximal können wir also für eine Religion nur vier Glaubenssätze wählen, bei Byzanz sind es eben fünf. Hinzu kommt, dass ein Glaubenssatz einmalig ist. Ist ein Glaubenssatz einmal gewählt, kann ihn niemand anders mehr nehmen. Das sorgt dafür, dass die Religionen immer unterschiedlich und nie gleich sind. Über den Städten sehen wir anhand des Symbols, welcher Religion die Stadt angehört. Außerdem sehen wir, wenn wir mit der Maus drüberfahren, wie viele Religionsangehörige es gibt und wieviele noch ungläubig sind oder einer anderen Religion angehören. Logischerweise ist es am besten für uns, wenn die Stadt nur einer Religion angehört - unserer Religion. Mit Inquisitatoren vertreiben wir andere Religionen und mit Missionaren verbreiten wir unseren Gedanken einer Religion. Dies funktioniert nicht nur in unseren Städten so, sondern auch in Stadtstaaten und in Städten anderer Völker. Wir können sogar ohne damit direkt Krieg auszulösen mit unseren Missionaren in die Nähe anderer Städte reisen und dort unsere Religion verbreiten. Allerdings führt dies meist zu Spannungen mit anderen Zivilisationen. Dennoch kann es, je nach gewählten Glaubenssätzen, auch von Vorteil sein, wenn viele Städte unserer Religion hörig sind. Mit den Glaubenspunkten können wir sogar, wie immer nur bei passenden Glaubenssätzen, Einheiten und sonstige Sachen sofort kaufen.


Die Spionage – Der zweite Kernpunkt

In Sachen Religion hat sich einiges getan und auch die Spionage fällt nicht mehr so aus, wie in den früheren Serienteilen. Den ersten Spion und damit Zugang zum Spionagesystem erhält man mit dem Beginn der Renaissance. Dieser ist jedoch keine eigene Einheit auf dem Spielfeld, sondern lediglich ein Punkt im neuen Spionage-Menü. Bis zu sechs Spionagepunkte könnt ihr maximal haben. Jeweils einen weiteren erhaltet ihr in den nachfolgenden Zeitaltern und einen durch den Bau des Wunders "Nachrichtendienst" frei.

Eure Spione könnt ihr entweder im Versteck, in der eigenen oder in einer fremden Stadt platzieren. Im Versteck bewirkt der Spion nichts, in der eigenen Stadt hingegen kümmert er sich darum, dass euch keine gegnerischen Spione bestehlen. In einer fremden Stadt einer anderen Zivilisation kann unser Spion Technologien stehlen, sofern wir eine Technologie des Gegners noch nicht haben, oder er informiert uns über bestimmte Pläne unserer Gegner. So teilt er uns von Zeit zu Zeit mit, dass die Hunnen einen Krieg gegen die Schweden planen. Dies können wir natürlich dem schwedischen Anführer mitteilen oder wir lassen es einfach. Außerdem können wir, wenn der Spion die ausgewählte Stadt erfolgreich infiltriert hat - was in der Regel drei Runden dauert - die Stadtansicht aufrufen. Ändern lässt sich dort durch uns aber logischerweise nichts. Als weitere Möglichkeit können wir unseren Spion einen Stadtstaat ausspionieren lassen. Lassen wir dann dort Wahlbetrug begehen, was ungefähr zehn Runden dauert, steigt unser Ruf in der Stadt der anderer Zivilisationen sinkt.

Wird ein Spion von uns oder dem Gegner entdeckt, dann stirbt er. Danach fällt dieser für mehrere Runden aus, bis er von einem neuen Spion ersetzt wird. Alle Spione können bis zu zweimal im Rang aufsteigen, wenn sie erfolgreich beim Spionieren oder bei der Abwehr sind. Unsere Stadt können wir zudem mit der Gendarmerie und dem Bau des Weltwunders "Große Firewall" schützen.


Von Rom bis zum Steampunk

Nicht nur bei den zwei großen Kernänderungen haben sich die Entwickler Mühe gegeben, sondern auch bei den drei komplett neuen Szenarien. So gibt es etwa das historische Szenario "In die Renaissance". Wir wählen eines von zwölf Großmächten und starten mit einer Stadt, einem Bautrupp, einem weiteren Siedler und einer Kampfeinheit an der historisch festgelegten Position. Natürlich wurden aufgrund des Szenarios schon einige Technologien erforscht, die Politikpunkte hingegen können wir noch selbst festlegen. Um uns herum sind die anderen Großmächte und Stadtstaaten ebenfalls alle an ihren korrekten Positionen. Unser Reich wächst in diesem Szenario zudem deutlich schneller als im normalen Spiel. Die primäre Aufgabe ist das Sammeln von Siegpunkten. Diese erhalten wir, wenn wir unsere heilige Stadt kontrollieren, Entdeckungen in der Neuen Welt machen, fremdgläubige Städte erobern oder Stadtstaaten einnehmen. Ab der 50. Runde beginnt dann auch die Wahl des Kaisers, die danach alle 25 Runden abgehalten wird. Wir dürfen zwar hier nicht für uns selbst stimmen, aber wir können Stimmen von anderen Zivilisationen und Stadtstaaten bekommen, wenn diese uns entsprechend mögen. Hier spielen vor allem Diplomatie und Glaubenspolitik eine wichtige Rolle.

Auch die beiden anderen Szenarien, "Der Fall Roms" und "Reiche der rauchenden Lüfte", sind beide gelungen. Im Ersteren geht es natürlich um Rom und die damaligen historischen Begebenheiten des zersplitterten Weltreiches. Ihr könnt dabei die Rolle von West- oder Ostrom übernehmen oder ihr entscheidet euch für die gegnerische Seite; eines der sechs verschiedenen Völker, die die einstige Weltmacht bedrohen. Aus Sicht von Rom habt ihr einen enormen Goldmangel, könnt keine weiteren Städte gründen und müsst mit jeder neuen Sozialpolitik heftige Nachteile ausgleichen. Die beiden römischen Reiche sind immer miteinander verbündet, die anderen sechs Völker grundsätzlich verfeindet. Verlieren wir zudem Städte, dann hagelt es eine Strafe von 20 verlorenen Kulturpunkten. Den Verfall des Reiches können wir aber so oder so nicht aufhalten, sondern maximal verlangsamen und unsere Gegner ärgern.

Das Steampunk-Szenario "Reiche der rauchenden Lüfte" ist das futuristischste Szenario von allen. Bis zur Dampfkraft ist zu Beginn alles erforscht, danach wurde der Technologiebaum nämlich auf das Setting angepasst. Außerdem gibt es mit Luborium und Ätherium gleich zwei neue Rohstoffe. Insgesamt stehen hier fünf Fantasy-Reiche zur Auswahl – mit allen könnt ihr verbündet oder verfeindet sein. Im Gegensatz zu den anderen Szenarien werkelt hier ein besonderes System von Siegbedingungen. Wir müssen mindestens fünf Runden lang drei Titel der Liga halten, damit wir gewinnen. Dabei geht es um die Bereiche Militär, Kultur, Wirtschaft, Industrie und Arbeit. Wenn wir etwa die meisten Landfahrzeuge oder Luftschiffe besitzen, erhalten wir den Militärtitel. Eine Religion gibt es hier überhaupt nicht, ebenso wenig wie militärische Stadtstaaten. Das Steampunk-Setting gehört mit zu den interessantesten Szenarien, hat aber einen klaren Nachteil. Die Anführer sind nicht animiert, sondern erscheinen als trostlose Bilder.


Kleinere Änderungen am Gameplay, grafisch immer noch schick

Neben diesen großen drei Punkten beherbergt Civilization V: Gods & Kings aber auch ein paar kleinere Änderungen. Dazu zählen etwa die neuen Weltwunder, neue Gebäude und Einheiten. Außerdem wurden die Sozialpolitiken an das Religionssystem angepasst und die großen Persönlichkeiten hier und da etwas verändert. Außerdem wurden die Schiffseinheiten in Nahkampf- und Fernkampfschiffe eingeteilt. So verhalten sich Erstere nun wie Landeinheiten auf dem Wasser, während Letztere wie Bogenschützen funktionieren. Einige Städte können im Addon sogar Hafenstädte direkt erobern und es gibt mit dem Großen Admiral auch eine vergleichbare Einheit zum Großen General.

In Sachen KI hat sich dank Patches einiges gebessert. Diese ist nun aggressiver, versucht ihre diplomatischen Vorteile auszunutzen und kümmert sich um ausgelaufene Friedensverträge und nutzt auch Einheiten auf dem Meer. Außerdem verteidigt sie nun auch Städte mit ihren Fernkampfeinheiten und wir bekommen, sollte es sich um eine Hafenstadt handeln, auch oftmals Angriffe von gegnerischen Schiffen zu spüren.

Bei der Grafik hat sich nichts geändert, aber das war auch gar nicht nötig. Dank DirectX 11 sieht Civilization V immer noch für ein Rundenstrategiespiel verdammt schick aus.





Ich habe zum Release Civilization V schnell wieder aufgegeben. Mir fehlte die Religion aus den Vorgängern und auch die KI sorgte für keine Freundensprünge. Mittlerweile hat sich das geändert. Dank der neuen Erweiterung kann ich nun endlich wieder meine eigene Religion verbreiten, erhalte dadurch taktische neue Möglichkeiten und auch die KI spielt fast immer mit. Das Spionage-System wirkt zwar auf dem Bildschirm trostlos, ermöglicht aber interessante diplomatische Auseinandersetzungen. Insgesamt hat sich Civilization V mit der Erweiterung Gods & Kings stark verbessert - zum Preis von 30 Euro fast ein Pflichtkauf.
87%
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Mehr zur "Civilization"-Reihe
Review - Civilization V: Brave New World (PC)
Review - Civilization V (PC)
Review - Civilization Revolution (DS)
Review - Civilization Revolution (Xbox 360)
Review - Civilization IV (PC)


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Pro:
drei neue Szenarien
neun neue Völker
Religionssystem gut umgesetzt
ordentliche Spionage-Mechanik
Stadtstaaten endlich wichtiger
schicke Grafik

Contra:
Szenarien nicht im Mehrspieler-Modus spielbar
KI nutzt Religion zu wenig
Mehrspieler-Modus immer noch mit häufigen Bugs


Offizielle Website:
 civilization5.com



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