Schon auf der Konsole bewies Capcom, dass sie mit »Street Fighter x Tekken ein interessantes und vor allem unterhaltsames Beat'em Up in petto haben. Mittlerweile haben auch PC-Spieler die Möglichkeit, sich mit bekannten Charakteren aus beiden Universen zu prügeln. Wir haben uns die Portierung angeschaut und können Entwarnung geben: Auch auf dem PC ist Street Fighter x Tekken ein sehr gutes Spiel.
Wie ein Ei dem anderen
In Sachen Inhalt, Story und Gameplay unterscheidet sich
Street Fighter x Tekken in keinen Punkt von der Konsolenversion. Weiterhin könnt ihr euch mit insgesamt 38 spielbaren Charakteren aus
Street Fighter und
Tekken prügeln. Weitere Charaktere könnt ihr mithilfe von kostenpflichtigem DLC freischalten, die im Gegensatz zur Konsole nicht schon auf der Disk vorhanden sind. Aber auch ohne die Downloaderweiterungen habt ihr genügend Auswahl, auch wenn natürlich der ein oder andere Charakter mit Sicherheit vermisst wird.
Für jeden Kampf wählen wir im Vorfeld zwei Kämpfer aus, denn
Street Fighter x Tekken setzt grundsätzlich auf Tag-Teams. Damit lassen sich einige ideenreiche Taktiken erstellen und bestimmte Kombinationen werden dank ihren Fähigkeiten zu enorm starken Teams. Im Kampf gibt es nicht nur Tag-Teams, sondern auch direkt an der Prügelei haben sich einige Dinge geändert. So gibt es beispielsweise nun den Charge-Move, der die Stärke eurer nächsten Attacke erhöht. Insgesamt gibt es drei Charge-Move-Grade, welche wir durch längeres Drücken einer Taste erreichen. Erreichen wir den dritten Grad, dann gibt es eine besonders mächtige Attacke zu bestaunen. Die nächste Neuerung ist die Cross-Anzeige. Diese füllt sich nach und nach im Kampf und sollte sie voll werden, können wir eine richtig starke Kombo-Attacke starten. Diese sind sehr schick in Szene gesetzt, ebenso wie die Cross-Art-Angriffe. Bei dieser Angriffsart greifen beide Tag-Partner den Gegner an und ziehen ihm eine große Menge an Lebensenergie ab. So ähnlich läuft auch Cross-Rush ab. Sobald sich euer Gegner in der Luft befindet, könnt ihr diese Fähigkeit verwenden und wieder einmal greift euer Team gemeinsam an.
Und dann gibt es noch eine nette und zugleich spannende Neuerung: Sinkt die Lebensenergie eures gerade aktiven Kämpfers unter 25 Prozent, könnt ihr die Büchse der Pandora verwenden. Dabei wird euer Partner geopfert, aber euer aktiver Kämpfer erhält zusätzliche Kraft. Danach könnt ihr nämlich jeden Move ohne Beschränkungen durchführen. Ihr müsst den Kampf dann aber innerhalb des Zeitlimits erringen, ansonsten verliert ihr das Match. Die letzte Neuerung im Gameplay betrifft die Gems. Diese könnt ihr aus den zwei Kategorien Boost-Gems und Assist-Gems vor dem Kampf festlegen. Erstere verbessern die Werte eures Kämpfers und geben euch so etwa mehr Stärke oder Lebensenergie. Der Gem ist allerdings nicht dauerhaft aktiv, sondern kann nur während bestimmten Ereignissen im Kampf aktiviert werden. Assist-Gems kümmern sich nur um die Steuerung des Kämpfers, wodurch es möglich ist, dass bestimmte Moves einfacher auszuführen sind. Die Gems sind vollkommen optional und lassen sich sogar komplett abschalten.
Portierung: Grafik und Games for Windows Live
Gameplaytechnisch hat Capcom also einige Neuerungen mit
Street Fighter x Tekken eingeführt, die das Beat'em Up zu großen Erfolgen auf der Konsole führten. Auch auf dem PC könnte das Spiel erfolgreich werden, denn Capcom leistete zumindest in Sachen Technik und Steuerung gute Arbeit. Grafisch sieht
Street Fighter x Tekken gut auf dem PC aus und profitiert ein wenig von antisotropischer Filterung und Kantenglättung sowie der höheren Auflösung. Deutliche Unterschiede zur Konsolenversion gibt es aber keine. Dafür läuft das Spiel auch auf schwächeren Rechnern sehr ordentlich und begnügt sich schon mit einem älteren Dual-Core-Prozessor und älteren nVidia- und AMD-Grafikkarten.
Einziger Kritikpunkt an der Portierung ist die erneute Verwendung von Games for Windows Live. Dies sorgt auch weiterhin für kuriose Fehler. So sollten wir beispielsweise das Spiel beenden, weil das Microsoft-Programm einen Patch ausführen wollte. Problematisch wurde das, als wir gar nicht ins Menü kamen, weil wir uns erst einloggen sollten und das ging nicht, da erst der Patch installiert werden sollte. Hier hilft es nur den Prozess zu beenden und danach das Spiel patchen zu lassen. Abgesehen von diesen nervigen kleinen Problemen ist GfWL nicht im Vordergrund. Zudem muss man Capcom zu Gute halten, dass durch die Verwendung des Programms der Netzwerk-Code für Online-Kämpfe sehr gut ist. Ping-Probleme oder unerwartete Abstürze konnten wir während des Tests nicht feststellen. Einzig ein paar Soundlags traten auf, die aber nach einem Patch nicht mehr vorhanden waren.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
