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PORT ROYALE 3
 Test von Sören Wetterau (25.05.2012) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Simulation Publisher:Kalypso Entertaiment
Termin:04. Mai 2012 Entwickler:Gaming Mind Studios

Nach der Wiederbelebung von Tropico und Patrizier wagt sich Kalypso nun auch an die nächste ehemalige Ascaron-Serie. An Port Royale 3 hat ein Großteil der Entwickler gesessen, die vor etlichen Jahren schon die beiden Vorgänger gemacht haben. Kann aber eine Wirtschaftssimulation im Jahr 2012 noch überzeugen oder ist das Spielprinzip hoffnungslos veraltet?


Um das Jahr 2000 herum dominierte Ascaron im Bereich der Wirtschaftssimulationen den deutschen Markt. Mit Patrizier 2 und Port Royale hatte man zwei sehr erfolgreiche Vertreter des Genres hervorgebracht. Aber das ist nun schon einige Jahre her und noch immer gelten beide Titel als zwei absolute Top-Titel. Mittlerweile existiert Ascaron nicht mehr und Kalypso hat die Rechte und einen Teil der Entwickler übernommen. Herausgekommen ist nach vielen Monaten Entwicklungszeit endlich Port Royale 3. Nachdem »Patrizier 4 nicht ganz so überzeugen konnte, soll es also nun die karibische Version richten. Der Anfang des Spiels ist zumindest vielversprechend.

So gibt es zwei Kampagnenstränge: Einmal dürfen wir als Abenteurer und einmal als Händler starten. Beide erzählen fast dieselbe Geschichte: Als junger Schiffsfahrer verlieben wir uns in die Tochter des spanischen Gouverneurs. Wie es der Name des Spiels schon verrät befinden wir uns der Karibik, genauer gesagt in der Karibik des 16. Jahrhunderts. Wenn wir die Händler-Kampagne starten, dann müssen wir uns erst einmal einen Namen und gleichzeitig die Cayman-Inseln zu einer Wirtschaftsmacht machen. Dabei dient die Kampagne gleichzeitig als Tutorial, denn zu Beginn lernen wir alles Wichtige für das Dasein als Händler. So wird uns aufgezeigt, wie wichtig es ist, dass wir den Umgang mit Verkaufen und Kaufen lernen und welche Produktionsketten erfolgsversprechend sind.

Als Abenteurer verläuft die Kampagne etwas anders. Hier wird die Gouverneurstochter entführt und wir sollen sie befreien. Hier lernen wir die Seeschlachten kennen und zerstören Verstecke der Piraten und errichten Handelsblockaden. Beide Kampagnen motivieren rund 15 Stunden lang und danach sollten wir uns ohne Probleme in das Endlosspiel werfen können. Die Geschichte wird dabei durch einfache, aber sehr stilvolle Aquarell-Zwischensequenzen erzählt.


Motivierende Handelsjagd

Port Royale 3 wird zudem fast nie demotivierend, denn es hält uns immer bei Laune. Das liegt vor allem am dynamischen Handelssystem. Je nach Angebot und Nachfrage der einzelnen Städte passen sich die Preise an. So können wir zwar in Port Royale recht günstig Bier einkaufen, aber den Zucker sollten wir uns von anderen Orten beschaffen und dann teuer in Port Royale verkaufen. Später können wir aber auch das selbst in die Hand nehmen und errichten kurzerhand in Port Royale einige Zuckerplantagen. Nun können wir dauerhaft die Stadt mit dem süßen Zeug versorgen und verdienen uns eine goldene Nase.

Allerdings dauert es eine Zeit, bis wir in Städten überhaupt bauen dürfen. Wir müssen uns nämlich erst beliebt beim Volk machen und zusätzlich noch bei der entsprechenden Kolonialmacht. Dies erreichen wir, wenn wir Feste veranstalten oder bestimmte Aufträge erfüllen. So sollen wir etwa bis zu einen bestimmten Termin eine gewisse Anzahl Tonnen Fleisch besorgen. Schaffen wir das, erhalten wir nicht nur Rufpunkte, sondern auch noch etwas Extragold. Je besser die Lage einer Stadt wird, desto mehr Leute siedeln sich an. Gut für uns, denn sollten wir irgendwann die Baurechte erhalten, müssen wir nicht extra aus anderen Städten neue Arbeiter heranschaffen. Wir sollten aber immer aufpassen, dass beim Bauen nicht zu viele Rohstoffe der Stadt verbraucht werden. Dies kostet uns Geld und irgendwann verlieren wir auch Ruf, wenn wegen uns die Materialien knapp werden. Also heißt es auch hier: Durch den Bau von Plantagen verbrauchen wir Holz, das wir uns aus anderen Städten beschaffen müssen. So motiviert uns Port Royale 3 immer weiter, denn zur Ruhe kommen wir nie wirklich, zumindest wenn wir alles manuell machen.

Wie in Patrizier 4 gibt es in Port Royale 3 dasselbe System, mit dem wir automatische Handelsrouten einstellen können. Leider erbt das karibische Spiel auch die Schwächen des Systems. So lässt es sich selbst in höheren Schwierigkeitsgraden so einstellen, dass unser Konvoi komplett automatisch die Städte abfährt und gewinnbringend kauft und verkauft. Damit erreichen wir schon nach wenigen Minuten Spielzeit einen großen Betrag an Gold. Port Royale 3 lässt sich also teilweise auch von alleine spielen, ohne, dass wir uns groß einschalten brauchen.


Herausforderung folgt auf Herausforderung

Wenn wir allerdings beim manuellen Spiel bleiben, dann wird Port Royale 3 auch nach etlichen Stunden noch Unterhaltung bieten. So treffen regelmäßig neue Schatzflotten ein, die wir, wenn wir es denn später darauf anlegen, auch überfallen können. Diese Flotten beherbergen eine Menge an Ressourcen und oftmals einige tausend Goldstücke, sind aber auch dementsprechend geschützt. Und natürlich kann das auch zu Konflikten mit den vier Mächten England, Spanien, Niederlande und Frankreich führen. Anders als in den Vorgängern sind wir quasi unsere eigene Nation und können so auch für Zündstoff sorgen.

Später im Spiel können wir unseren eigenen Palast bauen, dürfen heiraten und gelten vielleicht als gefürchteter Pirat oder als schlauer Händler. Allerdings vergehen bis dahin locker 40 oder gar 50 Stunden Spielzeit und danach ist bei weitem noch nicht Schluss. Port Royale 3 generiert immer wieder neue Herausforderungen und nach weiteren Unmengen an Spielzeit könnten wir es sogar schaffen, dass die gesamte Karibik uns zu Füßen liegt.


Schiffs- und Stadtkampf: Spaßig bis nervig

Die meiste Zeit in Port Royale 3 können wir komplett friedlich bleiben und uns natürlich auf den Handel konzentrieren. Das gesamte Spiel lang bleibt das aber nicht so, denn je reicher wir werden, desto mehr Feinde locken wir an. Da sind Piraten in der Regel noch das kleinste Problem: Greifen wir zu viele Schatzflotten nacheinander an, dann jagen uns auch Kriegsflotten der großen Kolonialmächte. Und die stellen natürlich dementsprechende Schiffe, um uns fertig zu machen. Die Seeschlachten finden dann in Echtzeit statt mit jeweils drei Schiffen pro Seite. Aus unserem Konvoi können wir nur eins steuern, den beiden anderen Schiffen können wir nur ein paar Befehle erteilen.

Die unterschiedlichen Schiffstypen sehen dabei nicht nur anders aus, sondern steuern sich auch teilweise drastisch anders. So hat ein kleineres Schiff natürlich weniger Kanonen an Bord als ein zur damaligen Zeit modernes Kriegsschiff. Ersteres ist dafür aber schneller und kann somit auch besser wenden oder entkommen. Dennoch reichen dann ein oder zwei Salven des großen Schiffes aus und wir haben ein Problem. Sobald wir nah genug an einem Schiff dran sind, können wir es auch entern. Anders als in Port Royale 2 gibt es diesmal kein Minispiel, sondern der Erfolg oder Misserfolg wird automatisch berechnet und hängt von der Anzahl der Besatzung ab. Die Schiffskämpfe sind an sich durchaus spaßig, aber auf Dauer können sie doch ab und an etwas nerven.

Komplett nervig, weil unübersichtlich und nicht gerade hübsch, ist die Städteeroberung. Dort stellen wir nämlich unsere Schiffe nur auf die vorgegeben Angriffsflächen und können dann nur noch zusehen, wie die Schiffe langsam aber sicher die Stadtverteidigung zerstören. Danach stürmen unsere Soldaten, die nur noch als Staubwolke dargestellt werden, die Stadt und nehmen nach und nach die Stadtteile ein. Sollte es noch eine andere Staubwolke geben, dann sind das die gegnerischen Soldaten. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch noch enorm langweilig. Wir hätten uns mehr taktische Möglichkeiten gewünscht und eine ansprechendere Darstellung.


Grafisch entsprechend einer Wirtschaftssimulation

In Sachen Technik reißt Port Royale 3 keine Bäume aus. Die 2D-Karte, auf der rund 90 Prozent der Zeit verbracht wird, ist an sich ganz schick, aber es fehlt etwas die Detailverliebtheit. Dennoch ist sie recht übersichtlich und wir finden uns zurecht. Im Gegensatz zu Patrizier 4 haben die Entwickler bei den 3D-Städten gelernt. So sehen diese nun unterschiedlich aus und sogar die Umgebung passt sich an. Wenn wir schon auf der 2D-Karte viel Wüste sehen, dann ist das auch so in der 3D-Ansicht. Hübsch ist das Ganze zwar dennoch nicht, aber es ist sehr solide für eine Wirtschaftssimulation. Dennoch könnte man hier und da noch etwas mehr aus dem Grafischen rausholen.

Zusätzlich zum Singleplayer-Modus bietet Port Royale 3 auch einen Mehrspielermodus. So können wir auch mit Freunden gemeinsam um die Wette handeln. Kooperativ können wir aber nicht wirklich das Spiel angehen, sondern jeder handelt für sich allein, so ähnlich wie schon in Patrizier 2. Auch hier sorgt das Spielprinzip durchaus für einige Stunden an Unterhaltung und Spielspaß.





Ich bin bei Weitem nicht der größte Fanatiker von Wirtschaftssimulationen, aber ich mag Spiele dieser Art. An Patrizier 2 habe ich eine Ewigkeit lang gespielt und in Port Royale 3 werde ich wohl auch wieder eine Menge Stunden investieren. Das dynamische Handelssystem, der Mehrspielermodus mit Freunden und die ständigen Herausforderungen haben es mir einfach angetan. Klar: Port Royale 3 ist kein Innovationsmonster und sieht auch nicht gerade wunderschön aus. Auch die Schlachten stören mich auf Dauer doch ein wenig, vor allem die sehr langweiligen Stadtschlachten. Aber insgesamt ist Port Royale 3 eine wirklich tolle Wirtschaftssimulation.
84%
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Pro:
motivierendes und spaßiges Spielprinzip
zwei Kampagnen
Mehrspielermodus
spaßige Seeschlachten
Aquarell-Zwischensequenzen
solide Grafik...

Contra:
... aber mit Schwächen
langweilige Stadteroberungen
übermächtiges Auto-Handel-System
keine große Innovation


Offizielle Website:
 port-royale3.de



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