Abgesehen von Spin-Offs wie Sonic Riders oder Sonic Sega All Star Racing und dem misslungenen Sonic R machte sich SEGAs blauer Igel auf dem PC bisher ziemlich rar. Zum Anlass seines zwanzigsten Jubliäumsjahres lässt er sich nun auch dort blicken, mit der Umsetzung des Spieles, das seinen Geburtstag ausgiebig feiert: Sonic Generations.
Zwanzig Jahre, neun Games
Wie in der Konsolenversion (Test
»hier nachzulesen) wird die Geburtstagsparty des Flitze-Igels ruiniert, als ein Zeitmonster in diese hereinplatzt und Sonics Freunde durch Zeitlöcher entführt. In der neutralen Zeitzone, also der Oberwelt des Spiels, schickt sich der Held nun an, diese weiße Landschaft wieder mit Farbe zu füllen. Von hier aus könnt ihr die neun Story-Level sowie Challenge-Missionen und Endbosskämpfe angehen und euch eure Sammlung an Musikstücken, Artworks, Story-Filmen und Fähigkeiten ansehen.
Die neun Level wurden allesamt, zumindest thematisch, Sonic-Games der letzten 20 Jahre entliehen. Inhaltlich wurden sie stark ausgebaut, beziehungsweise teilweise komplett neu designt. Ihr kämpft euch durch die Green Hill (
Sonic 1), Chemical Plant (
Sonic 2), Sky Sanctuary (
Sonic & Knuckles), Night Highway (
Sonic Adventure), City Escape (
Sonic Adventure 2), Seaside Hill (
Sonic Heroes), Crisis City (
Sonic the Hedgehog für PS3 und Xbox 360), Rooftop Run (
»Sonic Unleashed) und Planet Wisp (
»Sonic Colours).
Durch diese kämfen sich abwechelnd der klassische Sonic von 1991 mit Kugelbauch in Sidescroll-Leveln und der moderne Überschall-Sonic in zwischen 2D- und 3D-Ansicht wechselnden Abschnitten.
Wie ein Eggman dem anderen...
...gleicht die PC-Fassung der Konsolenversion von
Sonic Generations. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Im Gegensatz zur PS3- und Xbox 360-Version habt ihr nicht die Möglichkeit, das komplette Spiel
Sonic 1 freizuschalten.
Grafisch gleicht es ebenfalls dem stationären Sonic-Game, stellt aber recht hohe Anforderungen an euren Rechner. Ihr solltet diesen so gut es geht entgegenkommen, denn mit unserem Testsystem kommt
Sonic Generations auch auf niedriger Auflösung ins Ruckeln, wenn aufwändig gestaltete Hintergründe ins Bild treten oder Partikeleffekte zum Einsatz kommen. Mit dem als Höchstanforderung angegebenen Intel Core i5, den wir im Test benutzten, sollte das eigentlich besser laufen – besonders angesichts der Tatsache, dass wir Schatteneffekte, Reflektionen, V-Sync und Antialiasing ausgeschaltet haben und mit einer Auflösung von 640x480 (!) zocken. Zudem laufen die Zwischensequenzen zwar flüssig ab, den Ton gibt es dennoch nur versetzt.
Bei den Einstellungen zur Tastenbelegung wird euch ein Xbox 360-Controller angezeigt, einen solchen solltet ihr wohl auch am besten besitzen, um das Spiel zu zocken. Zwar unterstützt es den im Test benutzten Logitech Dual Action, jedoch treten mit diesem ab und an Störungen auf, als würde man die Schultertasten ständig betätigen, wodurch Sonic öfter mal nach links hopst bzw. drängt und in der Oberweltkarte die Kamera hinein und heraus zoomt. Jedoch scheint Windows 7 wie sicherlich so manchem bekannt ist allgemein eher auf den Controller der Xbox 360 ausgelegt zu sein, denn nicht nur mit diesem Spiel hat unser Joypad Probleme.
Die Systemanforderungen lauten wie folgt:
Mindestanforderungen:
Microsoft Windows 7/Vista/XP
Intel Pentium Dual-Core T4200 (2x2.0GHz) oder AMD-Äquivalent
2GB RAM (Windows 7/XP) / 3GB RAM (Windows Vista)
NVIDIA GeForce 8800 / ATI Radeon HD 2900
11 GB freier Speicherplatz
Empfohlene Anforderungen:
Microsoft Windows 7
Intel Core i5 @ 2.66 GHz / AMD Phenom II X4 @ 3.0 GHz
3GB RAM
NVIDIA GeForce GTX 460 / ATI Radeon HD 5850
11 GB freier Speicherplatz
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
