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ANNO 2070
 Test von Tobias Hamers (06.12.2011) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Aufbauspiel Publisher:Ubisoft
Termin:17. November 2011 Entwickler:Related Design

Als am 31. März 1998 Anno 1602 auf den Markt gebracht wurde, hat wohl kaum jemand damit gerechnet, wie viel Erfolg die deutsche Aufbauspiel-Serie einmal haben würde. Mehr als 5 Millionen Titel wurden bislang verkauft. Und obwohl das Strategie-Genre gemeinhin als Auslaufmodell gilt, entwickelt die Mainzer Spieleschmiede nicht nur eine Fortsetzung der Serie, sondern gestaltet diese grundlegend um. Ein klassisches Anno-Spiel im neuen Design, so versprechen es die Entwickler. Am 17. November ist das potentielle Kleinod erschienen. Wir haben uns im Detail mit dem Redesign auseinander gesetzt.


Eine neue Welt


Bereits vor Fertigstellung von »Anno 1404 begann Related Designs die Arbeiten am neusten Teil ihrer Serie. Wie der Name schon vermuten lässt, wagen die Entwickler dabei den Sprung von der Vergangenheit in die Zukunft. Diese ist jedoch alles andere als rosig. Im Jahre 2070 kommt es infolge der massiven Umweltzerstörungen zu einem noch nie dagewesenen Klimawandel. Durch das Schmelzen der Polkappen werden einst besiedelte Landstriche vollkommen unter Wasser gesetzt. Der Lebensraum zu Lande ist nun also Mangelware – ein kunstvoller Kniff, um den üblichen Anno–Inselcharme wieder aufleben zu lassen. Auch das Spielprinzip selbst bleibt unverändert. Mit einem einfachen Handelskontor beginnend, bauen wir eine lebendige Siedlung auf, die nach und nach zur Metropole heranwächst. Dabei werden die Bedürfnisse der Bewohner stets etwas anspruchsvoller. Mit komplexen Industrie- und Handelsketten werden die von den Bewohnern verlangten Waren hergestellt und angeliefert. Das Mikromanagement der Waren ist serientypisch abermals gelungen. Größte Neuerung des Spiels ist einzig das Szenario.

Im Kampf um die nun knappen Ressourcen und den Lebensraum bricht die öffentliche Ordnung zusammen. Lediglich drei Fraktionen überleben die Umgestaltung der Welt: Mit einem schier grenzenlosen Kapital und gänzlich ohne Skrupel, wenn es um die Ausbeutung der letzten Ressourcen geht, hat das Industriekonsortium Global Care die Umgestaltung der Erde überleben können. Die auch als "Tycoon" bezeichnete Fraktion setzt vorrangig auf bewährte und daher entsprechend effektive Technologien, die auf dem Einsatz fossiler Brennstoffe basieren. Eine gänzlich andere Einstellung vertritt die Eden-Initiative. Diese hat sich völlig dem Erhalt der Umwelt verschrieben und stellt somit das Gegenstück zu den Tycoons dar. Die kurz "Ecos" genannte Organisation greift ausschließlich auf grüne Technologien zurück und ist bestrebt, die Forschung dahingehend voranzutreiben. Die S.A.A.T. – Scientific Acedemy for Advanced Technologies – ist die dritte Fraktion des Spiels. Bei diesen "Techs" handelt es sich um einen Zusammenschluss der fähigsten Wissenschaftler des Planeten, die einen Großteil der bahnbrechendsten Innovationen zu verantworten haben. Sowohl die Tycoons, als auch die Ecos buhlen um die Gunst dieser Vereinigung von Forschern.

Alle Fraktionen lernt ihr bereits im Verlauf der ersten der drei Kampagnen näher kennen. Als Kapitän einer Arche - eine von vielen gigantischen Wasserstädten, in denen die Menschen kurz vor der Katastrophe Zuflucht suchten - schließt ihr euch zunächst den Tycoons an. Fortan assistiert ihr einem übellaunigen Stadtverwalter mit dem Namen Strindberg bei der Umsetzung seines 2-Jahres-Programms. Um diesen zu verwirklichen, bedarf es vorrangig einer Unmenge an Energie. Daher lautet die erste Aufgabe: Unterstütze die Ingenieure beim Bau der neuen Turbine für das Staudammkraftwerk. Im Detail gilt es nun eine funktionierende Siedlung aufzubauen, damit die Arbeiten und Ingenieure zufriedenstellend ihrem Tagewerk nachgehen können. Neben einem Stadtzentrum müssen Wohnhäuser und Straßen geschaffen werden. Eine Fischerei sorgt für das leibliche Wohl. Nach nur wenigen Minuten ist das Bauteil fertiggestellt und bereit für die Installation. Schon nach den ersten Minuten werden sich Serien- Veteranen auch in der neuen Welt ganz zu Hause fühlen. Der Spielfluss und die Atmosphäre sind gewohnt hervorragend und lassen einen so schnell nicht mehr aus ihren Fängen.


Katastrophenalarm

Kurz bevor wir die neue Turbine in Betrieb nehmen können, warnt uns ein nervöser Wissenschaftler vor möglichen Folgen. Strindberg, seinen 2-Jahres-Plan vor Augen, schlägt die Warnungen in den Wind. Es kommt wie es kommen musste, der Staudamm bricht und die Stadt wird dem Erdboden gleich gemacht. In letzter Sekunde evakuieren wir alle Überlebenden, verteilen Sandsäcke und bergen wichtige Ressourcen. Just in dem Moment, als sich die Lage zu bessern scheint, holt das Schicksal zum finalen Schlag aus. Ein außer Kontrolle geratener Öltanker zerschellt an einer unserer Bohrinseln. Ein gigantischer Ölteppich breitet sich auf dem Meer aus…

Anno 2070 kann mit einer umfassenden und motivierenden Kampagne aufwarten. Im weiteren Spielverlauf werden dem Spieler alle drei Fraktionen nach und nach näher gebracht. Jede von ihnen weist eigene Vor- und Nachteile auf. So sind Tycoons in Sachen Effektivität allen anderen überlegen. Durch die Ausbeutung der Bodenschätze können sie rasch expandieren. Die Ecos hingegen setzen auf regenerative Ressourcen und leben im Einklang mit der Umwelt, versuchen diese zu erhalten und haben dementsprechend nicht mit ökologischen Problemen zu kämpfen. Neben der zugrundeliegenden Technologie unterscheiden sich die beiden Fraktionen auch hinsichtlich ihrer Bedürfnisse. Während die Ecos gesundheitsbewusst Tee und Biokost verspeisen, bevorzugen Tycoon Fertiggerichte und Alkohol. Gleiche gilt für Freizeiteinrichtungen und Luxusgüter. Problematisch dabei ist vor allem die Tatsache, dass Grund und Boden nur bedingte Fruchtbarkeiten aufweisen. So müssen wir die für den Tee benötigten Blätter auf einer anderen Insel anpflanzen und ihn anschließend auf die Heimatinsel verfrachten, wo dieser passend verarbeitet wird. Auch hier stehen wieder Komfortfunktionen wie automatische Routen für die Schiffe zur Verfügung. Dennoch ist die Versorgung einer größeren Stadt jedes Mal eine Herausforderung.


Unterwasserwelt

Die hochentwickelten Techs sind die Fraktion, die – in Ermangelung von Bau- und Nutzlandschaft – den Meeresgrund erschlossen hat. Hier herrschen besondere Bedingungen, die unter anderem den Anbau von Algen ermöglichen. Auf speziell dafür konstruierten Plantagen können sie in großer Zahl herangezüchtet und direkt am Meeresgrund weiterverarbeitet werden. Sie sind Hauptbestandteil der Hauptnahrung der Techs: Dem funktionellen Essen. Selbstredend kann das Unterseebauland auch für andere Bauten genutzt werden. Meeresströmungskraftwerke liefern saubere Energie, während U-Recyclingstationen Bauzellen ohne Umweltbelastung herstellen können. Insgesamt ist die Nutzung des Meeresgrundes eine nette Neuerung, allerdings hätte man weit mehr daraus machen können.

Schon früh in der Kampagne lernen wir eine äußerst wichtige Lektion: Schone die Umwelt oder lebe mit den Konsequenzen. Durch die Ölkatastrophe vor unseren Küsten nimmt die Umweltverschmutzung drastisch zu. Die genauen Auswirkungen werden in der sogenannten Ökobilanz dargestellt. Bei einem Wert von Null herrschen optimale Bedingungen. Diese sind jedoch absolut utopisch, insbesondere für die Fraktionen Tycoon und Tech. Denn nahezu jedes Produktionsgebäude schadet der Umwelt. Sei es durch Abgase, Abwässer oder schlicht Raubbau an der Natur. Wird das Wohlbefinden von Mutter Natur außer Acht gelassen, folgt die Strafe auf dem Fuße. Ganze Landstriche werden durch sauren Regen oder verseuchten Boden unfruchtbarer, die Produktivität der Landwirtschaft wird vermindert. Im Klartext heißt das also: Mehr Anlagen werden zur Bedarfsdeckung gebraucht, die Umweltverschmutzung steigt weiter – ein Teufelskreis. Gleichzeitig sink die Zufriedenheit der Bewohner der Insel und damit auch der Steuerertrag.


Mit Liebe zum Detail

Grafisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger Anno 1404 wenig getan. Warum auch, schließlich ist der Titel alles andere als unansehnlich gewesen. Vor allem die schiere Masse an Details lassen die Optik sehr hochwertig erscheinen. Ein besonderer Augenschmaus ist die Unterwasserwelt. Durch die hervorragenden Licht- und Schatteneffekte wirkt das Meer äußerst lebendig. Auch in Sachen Sound verwöhnt Anno 2070 den Spieler. Entwickler Related Design hat für jede der drei Fraktionen mehrere einzigartige Soundtracks geschaffen. Selbst die Unterwasserwelt hat seine eigenen Klänge spendiert bekommen.





Er war einmal Anno 2070... der Wechsel von der Vergangenheit zur Zukunft war eine sehr gute Idee. Anno 1404 war bereits nahezu perfekt - Raum für Verbesserung gab es kaum. Um so glücklicher bin ich nun in der Zukunft. Der Szenarienwechsel bringt frischen Wind in die angestaubten Segel und kommt einem gleichzeitig wohlbekannt vor. Auch wenn das ernste Thema Naturschutz an jeder Ecke zu erblicken ist, geht doch kaum etwas vom gemütlichen Anno-Charme verloren. Absoluter Kauftip für alle Veteranen und Strategiefans.
89%
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Pro:
gewohnt gutes Anno-Feeling
motivierende Kampagne
toller Soundtrack
anspruchsvolle Optik

Contra:
Gebäude lassen sich schwer unterscheiden
Zwangsregistrierung bei Ubisoft


Offizielle Website:
 @ubi.com



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