Nachdem wir schon die Konsolenversion von Battlefield 3 getestet haben (»GameRadio.de-Wertung: 87%), widmen wir uns in den folgenden Zeilen der PC-Version des Ego-Shooters. Wir wollen jedoch nicht das Gameplay noch einmal auseinandernehmen, sondern gehen explizit auf die Unterschiede ein und verraten, warum Battlefield 3 auf dem PC die Chance zur neuen Grafikreferenz hat.
Wenn wir
Battlefield 3 auf dem PC starten, wird direkt unser Internetbrowser aufgerufen. Anders als seine Vorgänger setzt der Ego-Shooter nämlich auf das sogenannte Battlelog. Das ist im Grunde eine Art soziales Netzwerk für
Battlefield-Spieler - mit allen Statistiken zu Waffen, Fahrzeugen und dergleichen. Aber das Battelog ist zugleich auch unser Hauptmenü, denn über den Browser rufen wir die Kampagne oder den Mehrspielermodus auf. Das klappt an sich ziemlich problemlos, zudem auch der Serverbrowser weitestgehend ordentlich läuft. Wollen wir mit Freunden auf einen Server, dann können wir eine Gruppe bilden und zusammen auf dem ausgewählten Server beitreten. Obendrein gibt es dann noch einen optionalen integrierten Sprachchat. An sich ist das Battlelog ordentlich umgesetzt, könnte aber noch etwas besser sein. Grafik- und Steuerungseinstellungen können wir nämlich nur im Spiel selbst umstellen, außerhalb funktioniert das nicht.
Weiterer Unterschied zu den Konsolen: Im Mehrspielermodus dürfen wir mit bis zu 63 weiteren Spielern das Schlachtfeld betreten. Auf den Konsolen ist es gerade einmal die Hälfte. Und das ist, zumindest aus unserer Sicht, ein wichtiger Vorteil des PCs. Wenn wir im Spielmodus Eroberung über das Feld rennen und über und neben uns weitere 31 Leute gegen 32 Gegner kämpfen, dann ist das einfach nur spaßig. Es kommt öfters auf den weitläufigen Karten zu Bodenkämpfen und zugleich hagelt es im Luftraum Kugeln. Auf den meisten Maps sorgen die 64 Spieler für das bessere Spielgefühl, allerdings bildet ausgerechnet Operation Metro, die in der Beta verwendete Karte, die unrühmliche Ausnahme. Hier sorgt der enge Tunnel für viele Spawn-Rushs, wodurch Frust und Enttäuschung entsteht.
Grafisch: Enorm beeindruckend
Sowohl im Single-, als auch im Multiplayer-Modus bietet
Battlefield 3 auf dem PC die grafisch stärkste Leistung. Die Lichteffekte suchen aktuell ihresgleichen – selten haben wir in einem Spiel so eine realistische Beleuchtung gesehen. Bei Beschuss bewegen sich die Bäume im Wind, die Explosionen wirken umwerfend und hinzu kommt das grandiose Design der Karten und Missionen. Dank der sehr guten Animationen lässt DICE mit
Battlefield 3 tatsächlich die Muskeln im grafischen Bereich spielen. Hier hat die Frostbite 2 Engine tatsächlich die Chance, zur neuen Grafikreferenz noch vor der CryEngine 3 aufzusteigen. Die Texturen sind fast immer knackscharf, obwohl es wie immer ein paar Ausnahmen gibt.
In die grafische Stärke fließt auch das Zerstörungssystem mit ein. In der Kampagne spielt das zwar eine untergeordnete Rolle, aber im Mehrspieler-Modus gleicht das System dem von
»Bad Company 2. Noch immer lässt sich vieles zerstören und das sieht nun auch noch hübscher aus. Wenn der Balkon eines Hauses über einem einstürzt, dann hat man definitiv Angst, im nächsten Moment erschlagen zu werden. Und als wäre das noch nicht genug gibt es noch diese atemberaubende Soundkulisse. Wer dachte, dass
Bad Company 2 das Höchste der Gefühle ist, der hat sich gewaltig getäuscht,
Battlefield 3 legt die Messlatte nochmal höher. Zu jederzeit fühlt man sich mittendrin im Geschehen, vor allem wenn man mit einem 5.1-Soundsystem spielt.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:


