Man könnte behaupten, Nadeo macht es sich Spiel für Spiel sehr einfach. Das Entwicklerstudio überlässt die eigentliche Arbeit nämlich den Spielern, welche sämtliche Strecken für den Multiplayer-Part zusammenbasteln. Andererseits offeriert uns Nadeo damit fast grenzenlosen Spielspaß, da so eine schier unendliche Masse an abwechslungsreichen Maps und verschiedensten Servern gegeben ist. Viel kreativen Spielraum hat Nadeo mit den bisherigen TrackMania-Teilen somit ohne Frage geboten. Ob der Nachfolger diese Prämisse erneut einzulösen weiß, klären wir im nachfolgenden Test und gehen dabei auch gezielt auf die Neuerungen beziehungsweise Verbesserungen ein.
Community
Die
TrackMania-Spiele waren im Multiplayer schon immer eine wahre Spielspaß-Bombe. Daran ändert auch der jüngste Teil nichts. Insbesondere die traditionell sehr starke Community-Einbindung lässt ordentlich Motivation aufkommen. Die ersten Rennen werden Anfänger zwar auf den Singleplayer-Kursen absolvieren, welche sich in verschiedene Schwierigkeitsgrade einteilen und Schritt für Schritt sämtliche Schikanen vorstellen. Doch wer bald selbst auf knallharten Rennkursen noch locker ins Ziel rollt, ist auf jeden Fall für den Multiplayer-Modus gewappnet, der auch in
TrackMania 2: Canyon das Kernstück darstellt. Bei der Gestaltung der eigenen Maps sind den Spielern indes keine Grenzen gesetzt: Von aufwändig geschnittenen Einführungsvideos, über komplexe Strecken bis hin zu individuellen Servereinstellungen inklusive eigenen Ranglisten wird alles geboten.
Content en masse
Schon jetzt, kurz nach dem finalen Release des Fun-Racers, dürft ihr tausende Strecken befahren, die von den Spielern selber erbaut worden sind. Die meisten davon machen dabei sehr viel her und wurden in mühevoller Kleinstarbeit erstellt. Wie mühevoll das sein kann, merkt man, wenn man einmal mit dem Map-Editor an seiner eigenen Karte gearbeitet hat. Dieser ist nämlich nicht gerade einfach zu bedienen, was an den vielen Untermenüs und der nicht ganz durchschaubaren Struktur liegt. Abhilfe schafft da aber der nach Bedarf auswählbare "einfache Modus", der auf knifflige Schikanen wie Loopings verzichtet und sich vornehmlich an Einsteiger richtet.
Was auffällt ist, dass die Strecken teilweise noch kniffliger geworden sind. So viele Neuanläufe wie in
TrackMania 2: Canyon brauchten wir in den Vorgänger-Teilen nicht. Der Grund dafür sind die neuen Streckenabschnitte, die uns häufiger über staubige Buckelpisten schicken, bevor es wieder auf die befestigte Straße geht. Wer dabei die Bodenhaftung verliert, endet schnell abseits der oft engen Strecke. Dort wartet dann fieses Geröll auf euch und die Folge sind lustig anzusehende Salti, die uns aber viel Zeit kosten. Das neue Szenario bietet zusätzlich ein paar Dutzend neu hinzugekommene Bau-Elemente, die Kenner der Serie vor neue Herauforderungen stellen dürften. Grundsätzlich hat sich fernab des neuen Szenarios aber wenig Grundlegendes geändert. Der Kampf um immer bessere Rundenzeiten, die actionlastigen Rennen und die verrückte Levelführung sind nach wie vor Aspekte, die auch
TrackMania 2: Canyon auszeichnen.
Optisch ansprechend
An der Grafik hat Nadeo ordentlich geschraubt. Erwarten darf man zwar auch bei
TrackMania 2: Canyon keine bildhübsche, dafür aber eine zweckmäßige und in diesem Jahr wirklich ansprechende Optik. Die hauseigene Engine wurde in einigen Bereichen aufgebohrt, so dass Beleuchtung, Wagenmodell und insbesondere die Felsformationen sehr ansehnlich ausgefallen sind. Im Detail überzeugt der Racer hingegen nicht auf ganzer Linie, denn oft gibt es hässliche Texturen abseits der Strecke zu sehen. Im Soundbereich macht das Rennspiel eine gute Figur und bringt die Action auf dem Bildschirm auch akustisch angemessen rüber.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
