Lüfter-Hersteller werben gerne mit leisem Geräuschpegel und trotzdem hohem Luftstrom, denn klar: Was braucht ein Zocker noch viel mehr, um seinem Rechner das digitale Leben angenehm zu gestalten? Leider halten die Versprechen oft nicht weiter als bis die Kühlung aus der Verpackung entnommen und in den heimischen Rechner eingebaut ist. Wir haben zwei Kühlermodelle von Cooler Master unter die Lupe genommen und auf Herz und Nieren getestet.
Geräusch oder Effizienz
Geringen Lautstärkepegel und trotzdem bestmögliche Leistung bietet eigentlich nur eine Kühlmetode: Wasser... oder das Leben am Polarkreis. Letzteres dürfte für die meisten wohl wenig erstrebenswert sein, die Wasserkühlung ist dafür nicht gerade günstig zu haben. Bleiben nur die handelsüblichen Lüfter. Deren Hersteller versprechen gerne beides: Die Kühlgeräte sollen effizient und dabei gleichzeitig leise sein. Wer jedoch ehrlich zu sich selbst ist weiß, dass beides zu erreichen ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Worauf ihr am meisten Wert legt, hängt von eurem Geschmack ab: Soll der Lüfter euren PC auf angenehmer Temperatur halten, müsst ihr eine höhere Lautstärke in Kauf nehmen. Soll der Lüfter vor allem leise sein, damit es sich nach der LAN-Party besser auf der Tastatur schlafen lässt, müsst ihr damit rechnen, dass die Hardware nicht immer optimal gekühlt bleibt.
König Artur und sein Kühler-Schwert
Zum Vergleich haben wir zwei Kühler-Modelle getestet, die sich eben nicht viel mehr unterscheiden könnten. Der
Excalibur bietet bis zu 2.000 Umdrehungen die Minute und schafft so eine Fördermenge von etwa 145,22 m³ pro Stunde. Wer sich damit nicht auskennt: Das ist schon eine ordentliche Menge!
Die Lautstärke liegt bei 600 Umdrehungen offiziell bei einem Minimalwert von 13 Dezibel, bei voller Leistung bei ganzen 30 dB. Unser Test hat jedoch ergeben, dass der Wert meist deutlich darüber liegt. Das hängt damit zusammen, wie der Kühler befestigt wird, wo er befestigt wird und wie fest er sitzt. Außerdem spielt das Gehäusegitter eine Rolle bei der Erzeugung von Vibrationen und Luftdurchzug.
Turbinen starten! Wie, laufen schon? Ich hör' nix.
Der zweite Kühler in unserem Vergleichest ist der
Turbine Master Mach 0.8. Das Design ist buchstäblich einer Turbine nachempfunden und verfügt neben 16 "Blättern" sogar über eine typische Turbinen-Nase. Diese macht den Einbau innerhalb des Gehäuses jedoch etwas problematisch. Einzige Lösung: Die Nase muss ab - was zum Glück einfach von der Hand geht. Soll sie später wieder dran, kann sie wieder angesteckt werden.
Technisch bietet die
Turbine Master einiges. Sie bringt zwar maximal 800 Umdrehungen die Minute und vergleichsweise geringe 59,5 m³ pro Stunde in Bewegung, durch das besondere Design wird die Luft jedoch effektiv aufgewirbelt und somit gekühlt. Unser Geräuschtest lag bei 12,5 dB und somit sogar noch unter der Herstellerangabe. Der Lüfter ist kaum zu hören.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
