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DIE SIMS 3: LEBENSFREUDE
 Test von Peter Schopf (26.06.2011) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Simulation Publisher:Electronic Arts
Termin:01. Juni 2011 Entwickler:Maxis

Electronic Arts hat mit den Sims die Lizenz zum Gelddrucken entdeckt. Wen wundert es also, dass mittlerweile das vierte Addon für den dritten Teil erscheint. Spannender ist die Frage, welchen Aspekt Entwickler Maxis eigentlich noch ausbauen will. Nach einem Ausflug ins »Berufsleben, die Haustierhaltung und sogar ins »Mittelalter widmet man sich jetzt dem Seelenleben unserer Charaktere. Also Spielspaß für Groß und Klein oder nur für Fans der Serie, die sowieso jede Erweiterung blind kaufen?


Bestimmen wie schnell die (Körper)Haare grau werden

Nichts Geringeres als mehr Lebensfreude soll der Titel in unseren »Sims 3-Alltag bringen. Dabei versteht der Entwickler unter diesem abstraktem Begriff die üblichen Zutaten einer jeden Erweiterung: ein paar neue Gegenstände und Interaktionsmöglichkeiten erhält der Käufer für seine rund 30 Euro. Doch obwohl der Umfang der Neuerungen recht klein ausgefallen ist, wird es einige Spieler geben, die das Addon deswegen nicht mehr missen wollen. Kommt also ganz darauf an, ob ihr davon Gebrauch machen wollt, den Grad der Körperbehaarung bei euren Figuren jetzt selbst einstellen zu können oder nicht. Für mich macht es das ganze Bildschirmleben zwar zusehends realer, aber das wird kein Feature sein, das ich in Zukunft nutzen möchte bzw. will.

Weniger real ist dafür die Tatsache, dass ihr die Stadien eures Charakters selber bestimmen könnt, indem ihr sie oder ihn länger als Teenager leben lasst, aber dafür nur noch eine kurze Existenz im Greisenalter zugesteht. In Wirklichkeit sind wir hier nämlich weitaus fremdbestimmter. Natürlich haben sich auch ein paar neue Einrichtungsgegenstände mit auf den Silberling geschlichen, aber die Anzahl der paar neuen Bodenbeläge, Tapeten oder Stereo-Anlagen ist überschaubar. Und auf eine Wasserrutsche mehr oder weniger kommt es nun auch nicht wieder drauf an.


Von Ego-Perspektiven und Kinderstreichen

Mehr auf sich hat es mit den Interaktionsmöglichkeiten in Die Sims 3: Lebensfreude. So können wir unsere Eltern mit Streichen in den Wahnsinn treiben, indem wir auf ihrem Laptop Gruselvideos installieren, den Wasserhahn gezielt zum Überlaufen bringen oder die Grenzen als Teenager austesten, indem wir Häuser mit Eiern bewerfen. Das Ganze treiben wir im Grunde genommen so weit bis sich unser Vormund dazu gezwungen sieht, den Nachwuchs in ein Erziehungslager abzuschieben. Das kommt halt davon, wenn auch das neue Feature des Hausarrests nichts bringt. Aber auch der kleine Nachwuchs erhält jetzt die Möglichkeit, sich imaginäre Freunde einzubilden, die dann ganz real auch das Zimmer aufräumen können, damit Mutti nicht schimpft. Früh übt sich also der wohl erzogene Nachwuchs, damit die Eltern einem auch mal die neu hinzugekommenen Fahrstunden für das Kind ermöglichen. Die heimliche Hausparty also erst nach dem ersten Ausflug mit Papas Gefährt planen.

Familienübergreifend sind dann noch die Videokamera und das
Fotoalbum zu nennen. Während letzteres selbsterklärend ist, wartet die Kamera mit einer Art Ego-Ansicht auf, mit der wir den Sims bei ihrem Treiben fortan nicht nur im übertragenen Sinn auch über die Schulter schauen können. Hier fällt besonders auf, dass die Engine des dritten Sims-Ablegers nicht mehr die Neueste ist. Das ist nicht so schlimm, weil die Grafik auch heute noch hübsch anzusehen ist. Auch beim Sound ist alles gleich geblieben – na klar, der Teil ist ja auch nur ein Content-Update und keine Neuauflage. Sinnvoll empfinde ich den Erweiterungs-Ableger aber dennoch und zwar für alle Spieler, bei denen sich nach vielen Stunden mit ihren Charakteren allmählich Abnutzungserscheinungen einstellen. Es ist einfach erfrischend zu sehen, wie die Eltern mit ihrem Nachwuchs schimpfen müssen, weil dieser von der Polizei nach Hause gebracht wird. Ob dabei ein oder zwei neue Frisuren dazu gekommen sind, fällt dann nur noch den Detail-Fanatiker richtig auf. Wer also einen dynamischeren Spielablauf sucht, der wird enttäuscht, denn hier wird lediglich das erfolgreiche Sims-Konzept um einige stimmungsvolle Funktionen erweitert. Wer will greift also dem Brusthaar seines Sims zuliebe zu, Einsteiger hingegen werden auch im Rahmen des Hauptprogramms vorerst genug zu tun haben – auch ohne eierwerfende Kinder, die die Nachbarn verärgern.





Ob ihr auch die vierte Erweiterung braucht, müsst ihr euch am Ende wohl selbst fragen. Habt ihr bereits stundenlang Sims 3 gespielt, taucht oft in die Charakter-Erschaffung ein und spielt auch gerne den alltäglichen Familien-Wahnsinn virtuell nach? Dann greift zu und freut euch über die neue Facebook-Anbindung. Dem Rest, der gelegentlich mal die Sims für eine kurze Runde auf der Platte installiert, werden die Änderungen kaum auffallen. Mir ging es jedenfalls so, dass das Hauptprogramm bereits Laune macht, aber ich doch die Eltern-Streiche vermisst habe. Ob euch das aber rund 30 Euro wert ist, bleibt euch überlassen.
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#1 | Gast [27.06. | 13:44] 
Die Sims 3: Lebensfreude
Warum macht eigentlich keine Review Videos mehr?


 
















Pro:
neue Interaktions-Möglichkeiten
Facebook-Anbindung
reichhaltigere Spielwelt

Contra:
wenig neuer Content
Neuerungen fallen kaum ins Gewicht


Offizielle Website:
 Sims 3: Lebensfreude



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