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ALICE: MADNESS RETURNS
 Test von Sören Wetterau (23.06.2011) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action-Adventure Publisher:Electronic Arts
Termin:16. Juni 2011 Entwickler:Spicy Horse

Wir schreiben das Jahr 2000: Ausgerechnet Quake-Miterfinder American McGee präsentiert mit Alice ein abstraktes Spiel auf Basis der Quake-3-Engine, sowie des Buches Alice im Wunderland. Elf Jahre später bekam er nun endlich die Gelegenheit, seine Interpretation von Lewis Carolls Roman fortzuführen. Wir haben uns durch Alice: Madness Returns gekämpft und wissen nun, dass es noch irrer und wahnwitziger geht.


Wer vor über elf Jahren American McGee's: Alice gespielt hat, der weiß, dass es nur lose auf der Buchvorlage Alice im Wunderland basiert. Durch einen Brand verliert die kleine Alice Liddle ihre Eltern, sowie ihre ältere Schwester. Sie wird dabei schwerverletzt, aber überlebt das Ganze und gibt sich die Schuld am Tod ihrer geliebten Familie. Aufgrund verschiedener Ursachen landet sie in einer Irrenanstalt und wird dort ins Wunderland gerufen. Hier riecht es jedoch nicht mehr nach Wunder, sondern das einst schöne Land ist in eine dunkle Zeit gestürzt, in der die Herzkönigin als Diktatorin regiert. Das hat nichts mit der Originalhandlung zu tun, aber dennoch erkennt man bestimmte Gegner und Umgebungen, sowie einige Verbündete wieder, wenn sie sehr abstrakt wirken. Mittlerweile sind elf Jahre seit den Ereignissen vergangen und in Alice: Madness Returns ist Alice längst aus der Irrenanstalt entlassen, dafür aber nun in psychiatrischer Behandlung. Ihr Seelenklempner gibt alles dafür, dass sie die dramatischen und traumatischen Ereignisse vergisst, was sie allerdings verweigert. Und dann passiert das, was passieren muss: Alice bricht zusammen und flieht wieder ins Wunderland, dass aber erneut in Gefahr schwebt. Ein bösartiges Übel löst das Wunderland auf und so bleibt es wieder an Alice hängen, dass Land und somit auch sich zu retten.


Spannende Story in fünf Akten

Alice: Madness Returns gliedert sich in fünf große Kapitel, die jeweils nach drei bis fünf Stunden vorüber sind. Die Geschichte wird dabei nicht durch Ingame-Szenen vorangetrieben, sondern durch sehr stilvolle Comic-Sequenzen, die teilweise ziemlich verstörend sind. Zu Beginn eines Kapitels laufen wir mit Alice allerdings nicht sofort im Wunderland herum, sondern im tristen und vor allem grauen London. Erst wenn wir zu einer bestimmten Stelle kommen, verschwindet Alice mental in ihrem Wunderland. Die fünf Kapitel zeigen natürlich dabei nicht immer das gleiche Szenario, sondern sind durchweg abwechslungsreich gestaltet. Zu den Szenarien gehören Unterwasserwelten, ein Art mittelalterliches Japan oder Fabriken. Nicht direkt das, was man vom Original-Roman kennt, aber der wird nicht außer Acht gelassen. Berühmte Figuren, wie etwa der Hutmacher oder die Grinsekatze, sind mit an Bord, allerdings verfremdet und ab und an auch komplett irre gestaltet.

Während wir versuchen, das Wunderland zu retten, wird auch die Geschichte fortgeführt. Jedes Kapitel liefert neue Antworten und Fragen, was beim verhängnisvollen Brand passiert ist. Diese werden geschickt aufgezeigt und spinnen somit eine spannende Geschichte, dessen Ende wir unbedingt sehen wollen. Dabei weiß das Spiel uns bei Laune zu halten und lässt kein offenes Ende zu, sondern alles löst sich zum Wohlgefallen auf. Dabei zieht Alice: Madness Returns keine direkte Trennung zwischen der Realität von Alice und ihrem Wunderland, sondern verbindet beides logisch und einzigartig.


Verrückt, abstrakt, einfach irre…

Aber nicht nur die Story präsentiert sich großartig, sondern auch die Levels. Hier steht Alice: Madness Returns seinem Vorgänger in nichts nach, sondern geht noch ein paar Schritte weiter. Das Leveldesign ist, und das ist vollkommen positiv gemeint, einfach nur verrückt. Wir können uns gar nicht ausmalen, wie die Entwickler auf solche skurrilen und abstrakten Ideen gekommen sind. Selten konnte ein Spiel so viele Pluspunkte durch sein Level-Design sammeln.

Die Fabrik im ersten Kapitel beweist schon, dass die Levels nicht immer schön sein müssen, aber dennoch überzeugen können. Zahnräder, rostige Wände und Luftströme zeigen auf, dass wir uns tatsächlich in einer Fabrik befinden. Aber auch die restlichen Levels können uns dieses Gefühl geben. Wir springen über riesige Spielkarten, kämpfen uns unter Wasser durch Korallen und sehen zu wie uns der Mond in mindestens zehn verschiedenen Formen anschaut oder wir rutschen über Murmelbahnen. Durch dieses Level-Design vergessen wir oftmals auch, dass das Spiel technisch eigentlich veraltet ist. Die Unreal Engine 3 hat schon einige Jahre auf dem Buckel und es gibt teilweise sehr hässliche Texturen. Aber im Gesamtbild sieht die Grafik dennoch ansehnlich aus.


Jump & Run mit Kämpfen

Eine bösartige Macht löst das Wunderland auf. Natürlich, was passt da am besten? Wir hüpfen und laufen durch die Levels. Alice bewegt sich dabei sehr elegant und kann bis zu dreimal springen und zudem gleiten. Das ist am Anfang noch simpel, aber in den späteren Kapiteln gibt es einige komplizierte Sprungeinlagen, die sogar noch unter Zeitdruck zu absolvieren sind. So müssen wir erst einen Hebel aktivieren, dann eine Druckplattform anschalten, um dann so schnell wie möglich auf die andere Seite zu kommen und nebenbei gekonnt springen, um nicht in den Abgrund zu fallen. Sollte es dennoch passieren, dann werden wir an den Anfang der Sprungsequenz gesetzt, was durchweg fair ist. Diese Passagen sind auch für Genre-Einsteiger zu knacken, nur sehr wenige Sprünge sind richtig schwer und erfordern einiges an Konzentration. Neben den normalen Sprüngen gibt es übrigens noch die Sprünge auf Pilze, die uns hochkatapultieren oder Luftströme, die uns schweben lassen.

Übrigens müssen wir in Alice: Madness Returns nicht nur springen, sondern müssen uns auch schrumpfen. Dann können wir durch die Schlüsselloch-Tunnel schlüpfen und finden am Ende Erinnerungen oder Flaschen, die oftmals ganz interessant sind. Hier erfahren wir bestimmte Details über die Nebenfiguren, was uns persönlich sehr gefallen hat. Die Flaschen schalten hingegen nur Konzeptzeichnungen frei, die aber auch ganz nett anzusehen sind. Mit dem Schrumpfen aktivieren zudem unseren Schrumpfsinn, der uns entweder den Weg weist oder unsichtbare Durchgänge zeigt. Obendrein gibt es noch die Schweineschnauzen, die weitere Geheimgänge freischalten. Diese finden wir in einigen Levels, entdecken sie aber erst, wenn wir das Grunzen hören. Dann schießen wir mit der Pfefferkanone auf die Schnauze und ein neuer Geheimgang wird uns offenbart.


Simple Kämpfe, wenige Waffen

Neben dem vielen Gehüpfe müssen wir in Alice: Madness Returns ab und an auch kämpfen. Diese Abschnitte laufen simpel ab: der Gegner kommt und wir drücken eine Taste und schlagen zu. Den gegnerischen Angriffen weichen wir via Spezialbewegung aus oder feuern ihre geschossenen Kugeln mit dem Regenschirm zurück. Zumindest funktioniert das bei den kleineren Gegnern, es gibt aber auch immer wieder größere Gegner. So z.B. den Typ „Kolossaler Verfall“, welcher drei Arme und drei Gesichter besitzt. Mit seinem dritten Arm feuert er eine Feuerkugel auf uns, die wir zurückschleudern, um damit die beiden anderen Arme, welche er als Schutzschild nutzt, zu vernichten. Danach weichen wir seinen weiteren Angriffen aus und schlagen die drei Gesichter kaputt. Nachdem man das ein paar Mal gemacht hat, werden auch diese Kämpfe simpel. Auf den höheren Schwierigkeitsgraden werden die Gegner zwar etwas schwieriger, aber die Taktik bleibt gleich. Bosskämpfe gibt es im Spiel allerdings nicht, abgesehen vom schwachen Endkampf.

Schön hingegen ist, dass die Gegner immer zum jeweiligen Setting passen. So gibt es fliegende Schrauben und Teekannen in einer Fabrik und mörderische Fische und Geister von Toten unterhalb des Meeresspiegels. Sollten uns zu viele Gegner auf einmal beharken und wir sind nah am Tod, dann können wir mit Alice in Hysterie verfallen. Alice, jetzt im weißen Kleid und mit blutenden Augen, wird dann für eine kurze Zeit unverwundbar und kann beim Töten der Gegner viele Rosen sammeln, die ihre Lebensenergie wieder füllen. Die Gegner lassen ansonsten nämlich oftmals nur Zähne fallen. Diese sollten wir sammeln, denn wir benötigen die Zähne für das Upgraden von Waffen. Viele gibt es davon allerdings nicht. Mit Vorpalklinge, Pfefferkanone, Pferdestreitkolben und Teekanone stehen gerade mal vier, zugegeben recht unterschiedliche Waffen zur Verfügung. Mit den Upgrades werden diese nicht nur stärker, sondern verändern auch ihr Aussehen. Mit den Uhrwerkbomben steht euch außerdem eine Zeitbombe zur Verfügung, die ihr außerdem für die oben erwähnten Druckplatten benutzen können.


Abwechslung garantiert: Auch in Minispielen

Alice: Madness Returns zeichnet sich durch Abwechslung aus. Soviel haben wir euch bislang verraten und genau das trifft auch auf die Minispiele zu. So müssen wir Schiebepuzzles lösen, Schach spielen, Guitar-Hero-mäßig Noten treffen und einen Space Invaders-Klon absolvieren. Auch ein 2D Jump & Run der Marke Mario hat es in das Spiel geschafft und an einigen Stellen im Spiel dürft ihr sogar als Riesin umherlaufen und die kleinen Gegner zertreten. Die Minispiele an sich sind sehr gelungen und machen auch Spaß, allerdings haben es die Entwickler teilweise etwas übertrieben. Manche Minispiele lassen sich beispielsweise gar nicht überspringen und das kann dann ganz schön nerven, wenn man Minutenlang mit einer 2D Alice durch Gemälde laufen muss.

Noch ein paar Worte zum Sound: Der Soundtrack ist klasse, auch die Soundkulisse an sich. Sehr gefallen haben uns die deutschen Sprecher, die ihre Aufgabe sehr gut machen. Vor allem der Sprecher der Grinsekatze ist absolut grandios und steht dem englischen Sprecher in nichts nach. Vor der deutschen Synchronisierung muss man also keine Angst haben, auch wenn die Englische noch ein wenig besser klingt.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Alice: Madness Returns lässt sich mit einem Wort beschreiben: Irre. Selten habe ich mich so wohl gefühlt in einem Level und dabei überlegt was wohl als nächtes kommt. Schon der Vorgänger war abstrakt, aber dass sich McGee und sein Team noch einmal steigern können, hätte ich nicht gedacht. Schade ist, dass das Gameplay etwas auf der Strecke geblieben ist. Die Kämpfe sind einfach zu simpel, wenn auch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad zäh, und die Sprungpassagen wirken auch nicht immer neu. Die Minispiele sorgen da für Abwechslung, aber oftmals ist das zuviel. Dennoch: Alice bereichert meiner Meinung nach den Spielemarkt.
81%
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82%


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mehr Wallpaper






















Pro:
irres Level-Design
großartige Geschichte
gute Zwischensequenzen
gute deutsche Sprecher
bis zu 20 Stunden Spielzeit
nette Minispiele...

Contra:
... aber zuviel davon
simples Kampfsystem
durchschnittliche Grafik
nur vier Waffen
keine Bosskämpfe


Offizielle Website:
 @ EA.com



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