"In einer Zeit der Dunkelheit, als die Menschen ums nackte Überleben kämpften, schenkte ihnen nur eine Sache Hoffnung: Shakes & Fidget, das lustige Browsergame." Mit verschiedenen TV Werbespots und mehr als einer Million aktiven Spielern ist Shakes & Fidget - The Game wohl einer der erfolgreichsten Genre-Vertreter. Mit einem kostenlosen Grundgerüst möchte Entwickler Playa Games zahlende Kundschaft mit Premium Vorteilen anlocken. Wir haben uns umgesehen und verraten euch, ob auch nicht zahlende Kunden auf ihre Kosten kommen können.
World of Warcraft... in lustig
Von wegen das Mittelalter war düster und trist. Bereits bei der Charakterentwicklung wird uns deutlich bewusst, das alles, was wir fortan sehen, mit einem Augenzwinkern präsentiert wird. Außerdem auffallend: Gerneprimus
World of Warcraft lieferte die Vorlage zum Spiel und wird durchgehend durch den Kakao gezogen. Anspielungen zum Megahit sind überall zu entdecken, angefangen bei der Charaktergenerierung. Wie beim großen Bruder habt ihr auch bei
Shakes & Fidget die Wahl zwischen zwei Fraktionen, acht Rassen und drei Klassen. Gravierende Auswirkungen auf das Spiel haben weder Rasse noch Fraktion. Diese dienen vorrangig der Individualisierung der Helden. Schon hier kommt die größte Stärke des Browsergames zu Tage, der Humor. Die Avatare sehen durch die Bank weg zum Schießen aus und bestechen durch wenig einschüchterndes oder tumbes Aussehen. Bei der Klassenwahl hingegen solltet ihr auf eure Vorlieben Rücksicht nehmen. Eine kurze Beschreibung stellt die Vorzüge der einzelnen Karrieren vor. Ein Beispiel: "Magier halten gerne Abstand und zaubern mächtig rum". Zugegeben, das war beindruckend unhilfreich, wenngleich der Unterschied zwischen den drei Klassen schnell offenbar wird. Krieger trotzen mit besonders hohen Lebenspunkten länger den feindlichen Angriffen, teilen dafür weniger aus. Der Kundschafter verlässt sich auf seine Geschicklichkeit im Kampf. Gegnerischen Angriffen wird behände ausgewichen und der ausgeteilte Schaden ist moderat. Der Magier hingegen ist das genaue Gegenteil des Kriegers. Seine Zauber haben mächtig Bumms. Aufgrund der tendenziell niedrigen Lebenspunkte liegt er jedoch schnell im Staub.
Auf ein Bier
Zu Beginn einer jeden Heldenkarriere - und eigentlich auch während der gesamten Laufbahn - stehen die Quests. Sie bilden das Herzstück eines jeden namhaften Online-Rollenspiels. Da versteht es sich fast von selbst, dass
Shakes & Fidget mit einer Vielzahl davon auftrumpfen kann. Das sich das Spiel auch in dieser Hinsicht nicht ganz ernst nimmt, wird der eine oder andere bereits ahnen. Der Ablauf der Quests ist stets gleich. In der Taverne sprecht ihr mit dem zuständigen Questgeber, der stets mit drei verschiedenen Aufgaben aufwarten kann. Diese sind etwas durch geknallt und skurril. So bittet uns ein in ein Freizeitdress gekleideter Tourist, der mit einer Sight Seeing Broschüre bewaffnet ist, ihm einen Dauerlutscher zu bringen. Mit den Worten "Beeil dich, sonst hab ich nichts mehr zu lecken" drängt er zur Eile. Während sich Auftraggeber und Quest verändern können, bleibt der Ablauf hingegen immer der selbe. Nach einer gewissen Wartezeit stehen wir einem Feind gegenüber. Babyelefant, Matschgolem, Rosa Plüschhase und ähnlich eigenartig anmutende Geschöpfe bewachen das benötigte Objekt. Eine erfolgreiche Schlacht bringt die bereits im Vorfeld angekündigte Belohnung. Eine Niederlage hat mit Ausnahme der fehlenden Bezahlung keine negativen Effekte.
Kampfgeschehen
Gefechte finden in
Shakes & Fidget grundsätzlich als Duell statt. Ausschlaggebend sind dabei in erster Linie die Werte der Protagonisten. Der Schaden der Angriffe der Magier wird durch einen hohen Intelligenzwert, die des Kundschafters durch den Geschicklichkeitswert und des Kriegers durch den Stärkewert bestimmt. Die gleichen Attribute gewähren zudem entsprechende Verteidigungswerte. Im Detail bedeutet das: sollte ein Magier einen hohen Intelligenzwert haben, jedoch einen geringen Stärkewert, wird er durch Krieger sehr hohen Schaden nehmen. Hat der Krieger einen zumindest ansatzweise ähnlich hohen Intelligenzwert, ist er deutlich im Vorteil. Ein weiterer Einflussfaktor ist der Rüstungswert, der den Schaden generell mindert. Neben allerlei NPC gesteuerten Gezücht habt ihr auch die Möglichkeit, gegen eure Mitspieler anzutreten. In der Arena werden Kämpfe angeboten. Sieger bekommen neben einem Anteil der aktuellen Barschaft ihres Widersachers auch Ehre gut geschrieben. Diese ist maßgeblich für der Bewertung innerhalb der Bestenliste.
Pilzhandel
Was wäre ein Rollenspiel ohne Items? Richtig, nur halb so spannend. Daher bietet
Shakes & Fidget einen Waffen- und Magierladen an, in dem ihr mehr oder minder mächtige Waffen, Rüstungen und allerlei magischen Firlefanz erstehen könnt. Selbstredend sind diese nicht kostenlos verfügbar. Für besonders starke Gegenstände müsst ihr neben einem gewissen Goldbetrag auch Pilze berappen. Diese stellen die zweite Währung des Spiels dar. Als Starthilfe werdet ihr zu Anfang einige davon bekommen. Auch durch das Absolvieren verschiedener Quests könnt ihn an Nachtschattengewächse gelangen. Sollte eurer Pilzvorrat zur Neige gehen, könnt ihr beim Dealer eures Vertrauens neue erwerben - für echtes Geld versteht sich. Über diese Methode versucht Playa Games etwas Profit aus
Shakes & Fidget zu schlagen. Zahlende Kundschaft hat demnach einen Vorteil gegenüber Mitspielern, die lediglich kostenlos spielen möchten. Dennoch kommen auch Zechpreller voll auf ihre Kosten. Zahlende Spieler kommen letztendlich etwas schneller voran, haben aber im Kampf jedoch nur einen geringen Vorsprung.