Der richtige Klang ist mittlerweile bei Spielen unerlässlich für die Atmosphäre. Schüsse und Explosionen sollen krachen, Sprache darf nicht verzehrt oder blechern wirken. Und wenn ihr noch mit anderen Leuten im Internet spielen wollt, braucht ihr auch noch ein passables Mikrofon. All das verspricht das MMX 2-Headset von beyerdynamic. Wir verraten euch, was davon gehalten wird.
Profi-Qualität für daheim
Wenn man auf der Suche nach Profi-Equipment im Bereich Audiotechnik ist, stößt man schnell auf beyerdynamic. In dessen Produkt-Portfolio finden sich Kopfhörer und Mikrofone für unterschiedlichste Einsatzgebiete, egal ob für Konferenzen oder für Bühne und Studio. Ein anderes wichtiges Segment ist für beyerdynamic die Consumer-Technik, also das, was der Endverbraucher in seiner Wohnung nutzt. Und für Gamer hat die Firma mit Sitz in Heilbronn ein richtiges Schmankerl im Sortiment: Das
MMX 2-Headset. Kleiner Wermutstropfen vorab ist sicherlich, dass sich das Headset ausschließlich an PC-Spieler richtet, Konsoleros werden mit dem Teil nicht viel anfangen können. Wer also auf der Suche nach einem Universal-Headset ist, wird hier nicht fündig.
Fündig wird allerdings, wer am PC den Tragekomfort zu schätzen weiss. Bei einem Gewicht von gerade einmal etwa 155 g kann man auch bei längerer Tragedauer kaum von einer Belastung für den Kopf sprechen. Allerdings erweist sich sowohl der Bügel als auch die Größe der Ohrmuscheln als für eher kleinere bis mittelgroße Köpfe ausgelegt. Dafür kann das
MMX 2-Headset mit sehr guter Verarbeitungsqualität punkten. So ist die am Ohr liegende Fläche weich überzogen und die Bügel machen einen stabilen Eindruck. Das Mikrofon ist über einen flexiblen und drehbaren Plastikarm an der Außenseite der linken Ohrmuschel befestigt. Leider lässt es sich nicht - wie bei vergleichbaren Produkten - komplett abnehmen, dafür allerdings nach oben drehen, dass es nicht mehr stört. Soweit also schonmal ein positiver Ersteindruck.
Kabelsalat
Um das
MMX 2-Headset an den PC anzuschließen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder greift ihr auf die zwei 3,5mm Klinkenstecker zurück (Mikrofon und Lautsprecher sind dabei getrennt) oder ihr nutzt den USB-Anschluss. Letzteres ist definitiv zu empfehlen: Das Headset wird dann als eigene (USB-)Soundkarte am System angemeldet. Das hat vor allem dann Vorteile, wenn die Soundkarte im System bei Aufnahmen oft mit Interferenzen zu kämpfen hat. Im Test traten diese durch die extern gelagerte Soundkarte nicht mehr auf. Das soll allerdings nicht über ein großes Manko dieses Aufbaus hinwegtäuschen: Ihr habt am Headset gut 2,5m Kabel, der USB-Adapter bringt nochmal etwa 1,5m Kabel mit. Kaum jemand wird natürlich vier Meter Kabel benötigen, aber schön, es zu haben. Das Problem jedoch ist, dass sich die Lautstärkeregelung nicht am Kabel zum Headset befindet, sondern am USB-Adapter. Bis der gegriffen ist, ist die Lautstärke auch schon längst über Multimedia-Tasten auf der Tastatur runtergeregelt. Alles in allem also ein sehr unsinniges Feature, was wohl in Nähe zum Headset sicher praktischer gewesen wäre. Dann würde es auch bei Anschluss über die Klinkenstecker funktionieren.
Der USB-Adapter hat aber noch einen Nachteil: Er wirkt im Vergleich zum
MMX 2-Headset selber recht billig verarbeitet. Dünnes Plastik und unergonomische Taster entsprechen kaum der Qualität, die das eigentliche Headset ausstrahlt.
Stereo noch zeitgemäß?
Obwohl viele aktuelle Spiele regen Gebrauch von Surround-Sound machen, kommt das
MMX 2-Headset lediglich mit Stereo daher. Das wirkt auf den ersten Blick etwas betagt, angesichts des günstigen Preises aber auch verständlich. Dafür überzeugt der Klang: Egal, ob Spiel oder Medienwiedergabe - das
MMX 2-Headset gibt die Töne sehr originalgetreu wieder. Allerdings wirkt es im Vergleich zu anderen Headsets trotz seines Schalldrucks von 110 dB ein wenig leise. Anders als Spiele verfügen die meisten Mediaplayer glücklicherweise über einen Equalizer, über den ihr euch noch ein kleineres Lautstärke-Plus herausholen könnt. Gut ist, dass - sofern ihr es mit dem Hochschrauben nicht allzu sehr übertreibt - der Klang auch weiterhin sehr natürlich klingt.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
