Als Hardware-Tester muss man in der Regel Mäuse, Tastaturen oder auch mal Gehäuse genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch im neuen Jahr wartet eine ganz andere Herausforderung – wir durften einen Media Center PC von Inxo auf Herz und Nieren testen. Das kleine schwarze Gehäuse ist komplett mit Hardware bestückt und kann sofort gestartet werden. Auch Windows 7 ist bereits vorinstalliert. Worauf warten wir noch?
Zuwachs für das TV-Regal
Da ein Media Center PC eher etwas für das heimische Wohnzimmer ist, haben wir den
Inxo Slimline S05 auch genau dort platziert. Zusammen mit der schwarzen Playstation 3 und der schwarzen Xbox 360 macht er sich in Sachen Optik wirklich gut.
Doch schon beim Auspacken müssen wir feststellen, dass dem Media Center PC leider keine Fernbedienung beiliegt. Dank beigefügten Standfuss - bzw. vier schraubbaren Standfüssen - habt ihr die Wahl, ob ihr den
Inxo Slimline S05 entweder stehend oder liegend im Regal platzieren wollt. Wir haben die stehende Variante bevorzugt. Das Anschliessen funktioniert dank HDMI Anschluss problemlos. Und da unsere Heimkino-Anlage direkt daneben steht, haben wir das Gerät auch mit einem optischen Digitalkabel versehen. Natürlich lässt sich der
Slimline Inxo S05 auch an jeden normalen Monitor anschliessen. Wir haben uns aber für unseren 94 cm LCD TV entschieden.
Nach dem schnellen Hochfahren bekommt ihr ein knackig scharfes Bild präsentiert. Ausgerüstet mit 4 GB Arbeitsspeicher und einer 500 GB Festplatte steht dem Film- und Musikgenuss jetzt nichts mehr im Wege. Wer keine Lust auf Kabelsalat im Wohnzimmer hat, sollte sich unbedingt eine Funktastatur samt Maus zulegen. Somit kommt ihr doch in dem Genuss, auf der Couch zu liegen und dabei gleichzeitig im Internet zu surfen. Besonders erwähnenswert beim
Inxo Slimline S05 ist der geringe Geräuschpegel. Dank passiver Kühlung ist nichts zu hören. Auch der Stromverbrauch kann sich durchaus sehen lassen. So verbraucht der Media Center PC bei normaler Nutzung gerade einmal 33 Watt. Im Standby Modus gibt er sich sogar mit 0,5 Watt zufrieden.
Doch bevor wir die Funktionen auf dem Bildschirm genauer prüfen, kommen wir zunächst zu den Hardware-Spezifikationen des
Inxo Slimline S05. Das Herz eines jeden Computers ist der Prozessor. In diesem Falle haben wir es mit einem Intel Atom D525 mit 1,8 GHz zu tun. Auf dem Motherboard von Asus werkelt ein Intel NM10 Express Chipsatz. Dank 4 GB DDR3 Kingston Arbeitsspeicher seid ihr auch für die Zukunft gut ausgerüstet. Neben einem DVD Brenner ist auch noch eine 500 GB Festplatte von Samsung in dem schicken Gehäuse verbaut.
Alle wichtigen Anschlüsse sind dabei
Auch bei den Anschlüssen ist soweit alles vorhanden. Leider wurde kein Wireless LAN Anschluss integriert. Diesen könnt ihr natürlich jederzeit nachrüsten, er hätte aber ruhig schon enthalten sein dürfen. Dafür finden sich aber neben den zwei USB 2.0 Anschlüssen auch zwei USB 3.0 Anschlüsse am Gerät. Damit können Daten mit einer Bruttorate bis zu 5 Gigabit pro Sekunde übertragen werden. Im Vergleich zu den vorher möglichen 480 Mbit/s ein wahrer Quantensprung. Auch ein eSata Anschluss ist auf der Rückseite zu finden. Die üblichen Anschlüsse wie Sound, Mic, Line In und 2 x PS/2 sind ebenfalls dabei. Mit dem HDMI Eingang und dem optischen Tonausgang sorgt der
Inxo Slimline S05 für Heimkino Genuss. Schiebt man die schwarze Hochglanzfront ein wenig nach vorne, kommen noch weitere Anschlüsse zum Vorschein. Neben zwei USB 2.0. Eingängen gibt es auch noch zweimal Sound (Audio und Mikrofon). Einen Card-Reader suchen wir leider vergeblich, er wäre für Fotoabende mit Freunden sicherlich hilfreich gewesen.
Nachdem wir nun genau wissen, was sich im Gehäuse des
Inxo Slimline S05 versteckt, darf der kleine PC nun auch zeigen, was er mit der verbauten Hardware leisten kann. Wir haben uns samt Funktastatur auf die Couch gesetzt und uns das vorinstallierte Windows Media Center angeschaut. Nach einer kleinen Einrichtung finden wir inmitten einer medialen Computerwelt wieder. Ob es nun die BILD News, Maxdome oder NTV Plus sind, wir fühlen uns jederzeit gut informiert und unterhalten. Guter Sound, keinerlei Ruckler bei den Videos und jederzeit problemlose Bedienung lassen das Media Center zu einem echten Hingucker werden. Um den digitalen Tonausgang richtig zu testen, haben wir eine DVD mit John Rambo in den DVD Player gesteckt. Nach wenigen Sekunden flimmert der alte Mann mit dem Stirnband über unseren Fernseher. Beim Test mit dem Internetportal RTL Now gab es allerdings doch noch ein paar Probleme. Hier liefen die Videos nicht flüssig ab und gönnten sich den ein oder anderen Ruckler. Ebenso Probleme machen WMV HD und MKV Dateien. Ein wirklich flüssiges und klares Bild ist angesichts der Hardware nicht möglich.
Der Klang ist einwandfrei und kommt in Dolby Digital 5.1 über die Anlage. So soll es sein. Ohne große Umschweife kann es losgehen. Das Fehlen der Fernbedienung wird bei diesem Punkt wieder mehr als deutlich. Es wäre einfach bequemer, direkt von der Couch aus zu zappen.
Ein Media Center PC kann natürlich auch noch mehr als nur Filme oder Bilder zu präsentieren. Das Surfen im Internet klappt auf einem LCD Fernseher genauso problemlos wie auch auf einen Monitor. Und zwischendurch mal eben seine E-Mails zu checken oder seinen Facebook Status aktualisieren, hat auch seinen Reiz. Wer daneben allerdings Spiele wie
»Crysis oder andere Grafikmonster spielen will, sollte sich das schnell abschminken. Zwar laufen Spiele wie
World of Warcraft in geringer Auflösung, aber mehr solltet ihr nicht erwarten.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
