Diktatoren aller Länder vereinigt Euch !
Ich suche einen Job! Wenig Arbeit, jede Menge Geld, sexy Frauen und dicke Ziggarren, so wäre mein Idealbild. Also auf zum Arbeitsamt und nachgefragt. "Ja"... da wäre was frei, aber dafür müßte ich einen Eignungstest bestehen. Die Dame drückt mir eine Schachtel in die Hand. Tropico, der Diktator-Simulator. Ich gebe zu, dieser Traum ist zu schön um wahr zu sein. Aber Tropico gibts wirklich. Immerhin schon in der "Gold Ausgabe" mit Originalspiel, AddOn Paradise Island, zwölf neue Szenarien, einen Strategy Guide und ein Making-of-Video.! Das als Simulation getarnte Aufbauspiel kommt mit netter Story, und jeder Menge ungewöhnlicher Features daher. Alles was Ihr zum Spielen braucht ist ein PC mit folgenden
Systemanforderungen:
Hardware - Minimum
Pentium 200 CPU, 32MB RAM, 820MB HD, 4fach CD-ROM
Story:
Die Bananenrepublik Tropico hat einen neuen Machthaber - SIE! Sie lenken und leiten alles was man sich vorstellen kann. Als Quasi Bundeskanzler von Tropico nehmen sie Einfluß auf
Lebenslagen. Bauen sie Schulen, Krankenhäuser, Kirchen, Fabriken, Militärgebäude und bilden sie Tropicaner zu Fachkräften aus. Dabei stützt sich Tropico auf zwei Einnahmequellen. Den Export von lukrativen Waren (wie Tabak) und den Tourismus. So ganz nebenbei müßen sie noch
Ihr Volk bei Laune halten denn ihre Einwohner haben ihren eigenen Kopf. Werden sie nicht gut bezahlt verweigern sie die Arbeit und sie kommen bei der nächsten Wahl nicht über die
5% Hürde oder sie putschen sogar. (Davon hat das Arbeitsamt nichts gesagt, aber ich wußte da ist ein Haken dabei!) Aber wozu ist man Diktator? Also manipuliert man die Wahl oder unterhält sich mal "nett" mit seinem Herausforderer. Ein Berater hält Sie über die Lage im Land auf dem laufenden. Außenhandel und Diplomatie finden auch noch Platz in der Simulation, sind aber eher zweitrangig.
Gameplay:
Schaffe, Schaffe, Häusle baue. Zu 90 % verbringen Sie die Zeit mit bauen. Zahlreiche Meldungen über Zustand und Bedürfnisse lassen Ihnen allerdings keine große Zeit zu längeren verweilen. Ständig sind neue Aufgaben zu meistern. Das Geld wird knapp, mehr Farmen für Tabak (Export) bauen. Die Touris haben keine High-Life, Nachtklubs und Bars bauen! Die Bevölkerung ist unmotiviert, Lohn erhöhen. Das Geld wird knapp.... - ein Teufelskreis. Trotzdem lässt sich Tropico flüssig und gut spielen. Allerdings läßt die Langzeitmotivation schnell nach. Zu wenig neue Gebäude und immer gleiche Aufgaben mindern die Spielelust.
Grafik:
Komplett 3-D! Die Karte von Tropico ist komplett Dreh- und Zoombar mit zahlreichen Filterfunktionen. Damit suchen sie die perfekte Lage für Farmen und Fabriken. Achten sie dabei
auf die Bedürfnisse Ihrer Bewohner die in gut dargestellten und erklärten Balkengrafiken dargestellt wird. Die Funktion der Buttons ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich.
Die Personen sind gut animiert und auch in der größten Zoomstufe nicht pixelig. Auch die Gebäude sind gut gezeichnet. Nicht gefallen hat mir die Darstellung von Gebäuden im Bau und der grün-braune Farbstich, der die Augen schnell ermüden läßt.
Sound:
Nette aber nervige Karibikmusik. Ich mag sie nicht besonders, da sie schnell störend ist. Die Tracks sind auch nicht übermäßig zahlreich und Wiederholen sich schnell. Mein Tip:
Sound OFF. Auch die wenigen Effekte wie Hammer schlagen, Vogelzwitschern, Auto hupen sind nett, aber mehr auch nicht. Zu wenig inovative Klänge.
Gegnerintelligenz
Die Aktionskarten sind meiner Meinung nach zu schnell gezogen. Keine 3 Minuten ohne Kritische Meldung. Bevor man an die Erfüllung gehen kann schon die nächste Meldung. Mir persönlich waren es zu viele Ereignisse in zu kurzer Zeit. Die Bauzeiten waren ebenfalls zu lange, trotz guter Bezahlung und ausreichend freien Arbeitern. Es ist einfach nicht logisch nachvollziehbar nach welchen Kriterien der Computer die Bedürfnisse berechnet.