Einmal mehr beglückt uns Bright Future wie mit einer neuen Ausgabe des Fußball Managers. Für die 11er-Version hat sich der deutsche Entwickler wieder ein paar nette Neuerungen einfallen lassen, welche die Sport-Simulation spürbar authentischer machen. Andere Punkte hingegen, wurden nicht weiter verbessert, wie die in die Jahre gekommene Grafikengine. Inwiefern man Liebhabern der Serie eine Empfehlung für Fußball Manager 11 aussprechen kann, klären wir im nachfolgenden Test.
Volles Paket
Wie von EA Sports gewohnt, lässt das Lizenzpaket des
Fußball Managers auch in diesem Jahr keine Wünsche offen. Alle bekannten Ligen sind teils sogar bis hin zur Regionalliga mit ihren realen Datensätzen und Logos vertreten, dazu summieren sich etliche andere Ligen aus Europa und den Nachbar-Kontinenten sowie zahlreiche Nationalmannschaften. Der im Fokus stehende Manager-Modus gibt euch freie Hand über vielfältige Optionen, mittels derer ihr vor Beginn euer Karriere alles Erdenkliche einstellen könnt. Dabei dürft ihr bestimmen, ob ihr gleich mit einer Topmannschaft anfangen möchtet oder lieber ein zufälliges Angebot einer zweitklassigen Mannschaft annehmen wollt, um euch langsam die Karriereleiter hochzuarbeiten. Welche Länder und Ligen ihr simulieren möchtet, bestimmt ihr in
Fußball Manager 11 genauso wie die optionale Betreuung einer Nationalelf. Sämtliche Einstellungen ähneln dem Vorgänger
»Fußball Manager 10 fast in allen Belangen.
Da fühlt man sich heimisch
Optisch hat sich gegenüber der Vorjahres-Version wenig getan. Nach wie vor positioniert ihr ausgewählte Infofenster an beliebigen Stellen eures Arbeitsplatzes, was durch eine Dockfunktion leicht vonstatten geht und viel Raum für eigene Gestaltung gibt. Ebenso mit im Repertoire von
Fußball Manager 11 sind wieder die Dekorationsgegenstände für euren Schreibtisch, welche eine heimelige Atmosphäre schaffen. Zusammen mit der allgemein übersichtlichen Menüführung und des schicken Layouts samt angenehm moderner Farbwahl, kann man der Präsentation nichts ankreiden.
Wirklich Neues
Viel mehr hat sich allerdings in anderen Bereichen getan. Darunter fällt die nicht zu missachtende Moral der Mannschaft. Nun ist es deutlich kniffliger, diese über eine gewisse Zeitspanne hinweg hoch zu halten, denn nur durch viele Einzelgespräche bedanken sich die Spieler mit guten Leistungen. Letztere definieren sich ab sofort noch individueller und genauer im Spielerprofil als noch in
Fußball Manager 10. So wurde die Stärke eines Spielers noch exakter an die des realen Vorbildes angepasst. Möglich wird das durch den Wegfall eines generellen Stärke-Wertes und das Hinzukommen genauer Positionswerte. So hat Stürmer X beispielsweise als hängender Stürmer den Wert 70, als Mittelstürmer aber 76. Dank dieser Innovation bedarf es noch mehr Aufmerksamkeit bei der Taktikvorgabe in
Fußball Manager 11. Ebenfalls neu nennt sich das erweiterte Erfahrungssystem, was Spielern erlaubt, neue Positionen zu erlernen und je nach Talent (Sterne) unterschiedlich schnelle Erfolge verspricht.
Taktikänderung
Der Taktikbildschirm wurde überdies im Detail aufgebessert. In einem neuen übersichtlichen Strategie-Menü ordnen wir jetzt individuelle Laufwege an und teilen unseren Spielern spezielle Anweisungen zu, etwa die Art des Passspiels. Eine weitere interessante Neuerung bringt der nunmehr realistischer aufgebaute Transfermarkt ein. Während ihr Verhandlungen mit einem Spieler durchführt, bekommt ihr gleich im ersten Menü zu sehen, welche Forderungen der Wunschkicker hegt. Damit könnt ihr viel flotter ein für beide Seiten akzeptables Angebot abgeben als noch im Vorgänger. Wer zuvor den Namen in den Medien positiv erwähnt, hat bessere Chancen. Ein Statusbalken zeigt in
Fußball Manager 11 zusätzlich an, wie zufrieden das Gegenüber derzeit über das aktuelle Angebot ist. Ob es letztendlich klappt, ist aber wiederum eine andere Sache.
Anfängersache
Nutzer, die sich mit dem
Fußball Manager 11 bei all den vielen Aufgaben wie Taktikvorgabe, Infrastruktur, Pressearbeit und, und, und überfordert fühlen, profitieren von vielen kleinen nützlichen Hilfestellungen. Unter anderem versorgt euch das Programm in nahezu jedem Fenster mit einem Infobutton, der das aktuelle Geschehen meist genau erklärt. Alle Aufgabengebiete lassen sich zudem auf einen Co-Trainer übertragen. Profis haben aber viel lieber alle Hände voll zu tun und klicken sich gerne durch die vielen Menüs. Motivation bringen Interviewfragen zwischen den Spielen, eine Website mit aktuellen News oder die tolle Rückmeldung durch das Mailsystem. Jede Entscheidung wirkt sich generell nachvollziehbar aus. Abzüge gibt es jedoch im 3D-Modus zu vermelden, denn die Live-Begegnungen sehen wegen der veralteten Grafikengine ziemlich hässlich aus. Dafür muten die Partien noch realistischer an als im Vorgänger, allein die auffällig häufigen Kopfballtreffer rauben Atmosphäre.