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BLACKLIGHT: TANGO DOWN
 Test von Yan Dreyer (04.08.2010) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Ego-Shooter Publisher:nur als Download
Termin:14. Juli 2010 Entwickler:Zombie Studios

Kostenlose Multiplayer-Shooter gibt es reichlich, und manche können es selbst mit Vollpreistiteln aufnehmen (Americas Army, F.E.A.R. Combat, Wolfenstein: Enemy Territory, um nur einige zu nennen). Warum also sollte man einen auf leisen Sohlen dahergelaufenen Mehrspieler-Shooter wie Blacklight: Tango Down anschauen, der sogar noch Geld kostet? Wir beleuchten im Test die wichtigsten Fakten rund um die futuristischen Multiplayer-Schlachten und erklären, warum der Titel für den ein oder anderen von Interesse sein könnte.


Die Einführung

In Blacklight: Tango Down dreht sich alles um einen ermordeten Präsidenten, dessen Tod die Stadt Balik in Aufruhr versetzt. Die Anti-Terror-Einheit "Blacklight" vermutet, dass die Gruppe "Der Orden" für das Attentat verantwortlich war und macht sich auf die Suche nach dieser Organisation. Jetzt werdet ihr euch vielleicht fragen, ob es storybasierte Aufgaben zu erledigen gibt? Doch das haben die Entwickler der Zombie Studios nicht vorgesehen. Die Geschichte geht im Spiel selbst völlig unter, die Frage "Warum kämpf ich gegen jene Gruppe?" wird allein mit diesem 0815-Intro geklärt.


Modi & Karten

Neben einem unspektakulären Singeplayer-Modus - "Black Ops" getauft -, der auch Koop-Partien mit anderen menschlichen Spielern ermöglicht, steht der Multiplayer-Modus im Mittelpunkt. Der bietet 12 verschiedene Karten sowie allerlei aus anderen Titeln bekannte Modi an. Darunter fallen neben dem konventionellen (Team-)Deathmatch auch Varianten wie Dominator (Kontrollpunkte einnehmen) oder Last Man Standing. All das ist nicht wirklich neu, bringt aber nach wie vor eine gute Portion Abwechslung ins Spielgeschehen.

Optisch leistet die Unreal 3-Engine immer noch gute Arbeit. Vor allem das Leveldesign kann sich sehen lassen. Mächtige Neonschilder und futuristisches Kriegsgerät fangen das Gefühl, in einer modernen Stadt der Zukunft unterwegs zu sein, ansprechend ein. Leider kommt Blacklight: Tango Down zeitweise sehr trist daher, was den matschigen und oft grau in grau gestalteten Texturen geschuldet ist. Bei der Kartenauswahl jedoch lässt der Entwickler keine Wünsche offen. Ihr kämpft in Slums, zwischen Häuserschluchten, auf einem Markt oder auf den Dächern der verwüsteten Stadt. Meist ist das Wetter dabei ähnlich trist wie die verwüstete Stadtumgebung. Wahrlich groß fallen die Maps überdies nur selten aus, wobei so intensivere Gefechte stattfinden können.


Waffen & Upgrades & Gameplay

Dass »Modern Warfare Modell stand, wird schnell deutlich: denn auch in Blacklight lassen sich durch Levelaufstiege (bis Stufe 70) neue Upgrades und Waffen freischalten. Dabei unterteilen sich die Waffengattungen in SMG, Sturmgewehr, Schrotflinte und Scharfschützengewehr. Steigt ihr durch eine gewisse Anzahl an Abschüssen (100 XP) oder Assist-Points (25 XP) eine Stufe auf, schaltet ihr pro Waffengattung unterschiedliche Upgrades frei. Ob optische Visiere, Schalldämpfer, Tretminen oder schicke Verzierungen - die Auswahl ist riesig. Selbst kleine Plüschfiguren dürft ihr an eure Schießeisen hängen.
Doch nicht nur Waffen, auch Rüstungen gilt es zu erspielen, welche euch im Kampf gegen die menschlichen Gegner Schutzboni versprechen. So kommt schnell ein Wettkampfgefühl auf, wobei »Modern Warfare 2 weiterhin Spitzenreiter in Sachen Motivation durch Upgrades ist.

Untereinander unterscheiden sich die Waffen in Blacklight: Tango Down deutlich voneinander. Während Maschinengewehre auf kurze Distanz ähnlich wie die Maschinenpistolen tödlich sind, richten sie auf lange Strecke kaum Schaden an. Sniper hingegen nutzen die Distanz zum Vorteil und treffen präzise auch noch auf 500 Metern. Dennoch sollte man die Knarren passend zur jeweiligen Map auswählen, denn mit einem Scharfschützengewehr durch enge Gänge zu laufen, ist weitaus gefährlicher, als eine Pumpgun in der Hand zu haben.

Und ganz so einfach, wie man es sich vorstellt, gelingt ein Abschuss im ersten Moment gar nicht. Streuung und Schussrate sollten bedacht, sprich eher Salven als Dauerfeuer verschossen werden. Somit verkommt Blacklight: Tango Down nicht zu einem Simpel-Shooter und bringt mehr Taktik ins Spiel. Eine tolle Idee ist es übrigens, Spawncamper mit Selbstschussanlagen im eigenen Bereich entgegenzuwirken.

Den futuristischen Touch bringen die Zombie Studios mit den hochmodernen Kriegsgerätem gut rüber. Insbesondere die EMP-Granate, die sämtliche Bildschirmanzeigen ausfallen lässt und nur noch eine blaue Fehlermeldung auf den Bildschirm projiziert, hat es uns angetan.


Serversuche

Hierbei hat sich der Entwickler zu sehr an Modern Warfare 2 orientiert. Denn Dedicated Server unterstützt auch Blacklight: Tango Down nicht. Statt einem Serverbrowser teilt euch das Spiel selber einem aktuellen Spiel zu, Entscheidungsmöglichkeiten bleiben auf der Strecke. Zudem sollte man teilweise auch Geduld mitbringen, da eine Serversuche auch mal bis zu 5 Minuten andauern kann.

Zu beziehen ist Blacklight: Tango Down entweder über »Steam oder »Games for Windows Live sowie als Download für Xbox 360 und PS3 für knapp 15 Euro.



Wer bereits mit Modern Warfare 2 seine helle Freude hatte, der wird mit Blacklight: Tango Down nicht glücklich. Denn das offensichtliche Vorbild macht im Grunde alles besser: bessere Grafik, mehr Freischaltbares, besserer Sound, spannendere Gefechte und so weiter. Doch wer noch nach einen günstigen Mehrspieler-Shooter sucht, der in der Zukunft angesiedelt ist und gemessen daran modernstes Kriegsgerät zur Verfügung stellt, kann sich Blacklight: Tango Down ruhigen Gewissens anschauen. Denn wirklich falsch macht der Shooter nichts, es gibt nur zu starke Konkurrenz mit einem höheren Budget.
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Pro:
12 Karten
viele Spielmodi
angenehme Steuerung
großer Fundus an Upgrades
kostet nur 15 Euro

Contra:
Serversuche dauert (keine Dedicated Server)
Grafik teils trist
Sound blebt hinter Erwartungen zurück


Offizielle Website:
 Playtangodown.com



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