Eine Maus speziell für Linkshänder. Nichts Neues werden manche von euch zu Recht sagen. Aber Linkshändermäuse im High End-Bereich suchte man bislang vergebens. Razer hat die Marktlücke erkannt und schließt eben jene mit der Deathadder 3500dpi – Left Hand Edition. Mit sagenhaften technischen Daten und gewohnt guter Verarbeitung möchte man die Herzen der bis dato stark vernachlässigten Spielergruppe gewinnen. Wir haben uns den rund 50 Euro teuren Nager angesehen. Alle relevanten Details dazu findet ihr in unserem Testbericht.
Technische Daten
Dass Razer keine Standard-Mäuse herstellt, mag der Mehrheit der Leser bereits bekannt sein. Daher überrascht es nicht, dass die Edelmarke auch bei ihrem neusten Produkt vor allem auf Qualität und saubere Verarbeitung setzt. Die
Razer Deathadder 3500dpi - Left Hand Edition ist in optischer Hinsicht mit dem Vorgänger Modell identisch. Die technischen Daten hingegen haben sich verändert und können sich sehen lassen. Wie schon das alte Modell entfernt sich die Maus vom branchenüblichen Laser und setzt auf einen eingebauten Infrarotsensor. Dieser erkennt Oberflächen mit einer Auflösung von bis zu 3500 dpi. Besonders fingerbegabte Zocker können so pfeilschnell mit nur einer minimalen Bewegung über den ganzen Bildschirm scrollen. Die Auflösung selbst lässt sich „on the fly“, also während des Spielens verändern. Solltet ihr einmal besondere Präzision benötigen, könnt ihr die Mausgeschwindigkeit problemlos mit nur einem Knopfdruck umstellen.
Weiteres Highlight ist die 1000 Herz Ultrapolling Technologie. Reaktionszeiten von nur 1 Millisekunde werden so möglich. Um mit dem daraus resultierenden Datenberg fertig zu werden, verfügt der Nager über eine Datenbandbreite von 16 Bit, welche über einen USB 2.0 Stecker zum Rechner übertragen werden. Zu guter letzt seien noch die Teflon-beschichteten Standfüße erwähnt. Mit einem entsprechenden Mauspad schwebt das Gerät regelrecht über die Oberfläche. Aber auch auf Holz-, Stahl- und Glasflächen arbeitet die
Razer Deathadder 3500dpi - Left Hand Edition zuverlässig. Optisch bietet die Maus ein besonderes Schmankerl: Das Mausrad leuchtet permanent in einem angenehmen dunkelblau. Mittig auf dem Gerät prangt zudem ein protziges Razer Symbol, das in unaufdringlichen Abständen blau aufleuchtet.
Designfragen
Eine Maus speziell für Linkshänder sollte natürlich entsprechend geformt sein. Umso verwunderlicher, das Razer ausgerechnet für sein Aushängeschild ein eher schlichtes Design gewählt hat. Zwar ist die Logitec G500 in Sachen Ergonomie noch einen Schritt voraus, bietet aber im Highend Bereich kein entsprechendes Modell für Linkshänder an. Dementsprechend ist auch hier Razer konkurrenzlos. Auch die beiden Daumentasten – in der Left Hand Edition auf der rechten Seite angebracht – lassen sich komfortabel erreichen. Diese könnt ihr mittels entsprechender Razer- Software frei programmieren. Die Auflösung – und damit die Mausgeschwindigkeit – lässt sich in Stufen von 450 bis 3500 dpi einstellen. Ebenfalls skalierbar sind die Polling Rates. Die Beleuchtung des Geräts, insbesondere des Logos, kann ebenfalls deaktiviert werden.
Die Bedienung der Software ist gewohnt einfach, wenngleich Makros selbst nicht auf die Tasten gelegt werden können. Weiterer Wermutstropfen ist die für den Preis geringe Ausstattung der
Razer Deathadder 3500dpi - Left Hand Edition. Neben der fehlenden Funktion für Makros sucht ihr auch variable Gewichte vergebens. Mit insgesamt fünf Tasten bietet Razers neuer Nager im Vergleich zur Konkurrenz also eher wenig fürs Geld.
Verarbeitung und Lieferumfang
Gewohnt hochklassig hingegen ist die Verarbeitung. Das zwei Meter lange, stoffummantelte Mauskabel lässt sich ohne großen Wiederstand auf dem Schreibtisch bewegen. Der vergoldete USB 2.0 Stecker sorgt für eine optimale Datenübertragung. Die Tasten selbst überzeugen mit geringer Geräuschentwicklung und angenehmen Druckpunkten. Auch das 2- Wege-Mausrad rastert präziser als das des Vorgängermodels. Während sich die Qualität der
Razer Deathadder 3500dpi - Left Hand Edition im Vergleich zum Vorgänger zulegen konnte, ist der ohnehin schon sehr geringe Lieferumfang abermals zusammen geschrumpft. Neben der obligatorischen Anleitung, Stickern und Echtheitszertifikat findet ihr noch einen Katalog über die aktuelle Razer Produktpalette. Die für die zur Anpassung der Maus benötigte Software müsst ihr jedoch von der Herstellerseite herunter laden. Trotz seiner sehenswerten technischen Daten und qualitativ hochwertigen Verarbeitung nimmt die
DeathAdder 3500dpi „nur“ einen Low-Budget Platz in Razers Produktkatalog ein. Mit den weitaus teureren Modellen Mamba und Naga, welche volle Makrounterstützung und mittels Lasertechnologie weit bessere Abtastraten bieten, kann der Nager mit mithalten.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
