ZOWIE ist hierzulande ein noch eher unbekannter Hardwarehersteller. In den USA hingegen ist die Firma schon seit einiger Zeit aktiv und konnte bereits den Counter Strike-ESportler SpawN als Werbepartner für sich gewinnen. Nun möchte das Unternehmen auch in Europa Fuß fassen und bringt mit dem Hammer Gaming Headset eine Kopfhörer-/Mikro-Kombi extra für Spieler auf den Markt. Wir haben uns die USB-Version angeschaut und klären, ob das Gerät etwas taugt.
Kein Treiber, kein Handbuch
Die Ausstattung des
Hammer Gaming Headsets kann sich sehen lassen. Neben dem eigentlichen Gerät liegt der Packung zum Beispiel ein 3,5-mm-Verlängerungskabel bei, da das Kabel des Headsets sehr kurz ist. Durch die Erweiterung ergibt sich eine Kabellänge von 3 Metern. Das ist ordentlich. Zudem gibt es noch eine USB-Soundkarte, die ihr zwischen die Kopfhörer und euren PC schalten könnt. Sehr schick: Im Lieferumfang sind auch zwei seperate Ohrmuschelpolster enthalten. Für Ersatz ist also gesorgt, sollte euch mal ein Exemplar kaputt gehen.
Was sehr schön ist: Um das Headset nutzen zu können, müsst ihr keinen Treiber installieren. Das
ZOWIE Hammer USB Gaming Headset lässt sich einfach anschließen und sofort nutzen. Eine CD liegt dem ganzen Paket auch nicht bei und auch auf der offiziellen Webseite gibt es keine zusätzliche Software zum Download. Allerdings fehlt nicht nur ein Treiber, sondern auch ein Handbuch. Jetzt muss an dieser Stelle natürlich gesagt sein, dass man bei einem Headset, das nicht einmal eine Software benötigt, bei der "Installation" nicht viel falsch machen kann. Trotzdem sollte ein Booklet eigentlich zum Standard-Repertoire eines Hardware-Paketes gehören - es sei denn, man zahlt dann auch mehr dafür. Schlimm ist das aber nicht wirklich.
"Du bist Hamma!"
Das
Hamma..., äh, verzeiht,
Hammer Gaming Headset ist wirklich gut verarbeitet. Der Kopfbügel besteht aus einem Metallband, welches durch einen Gummi-Mantel geschützt ist. Die Ohrmuscheln werden ebenfalls durch Metallstäbe getragen, welche man auch verstellen kann, um das Headset an den eigenen Kopf anzupassen. Das Ganze wirkt sehr robust und dürfte nicht so leicht kaputt zu kriegen sein. Das Mikrofon wirkt ebenfalls sehr stabil und die Länge des Bügels lässt sich zudem leicht verändern. Auch gegen die Ohrkissen aus Leder ist nichts einzuwenden. Der Tragekomfort ist dabei enorm hoch. Auch nach längeren Spielesessions sitzt das Gerät bequem auf dem Kopf und Ohrschmerzen treten keine auf, wie bei so manch anderem Modell, welches mit der Zeit einen zu großen Druck auf die Ohrmuscheln ausübt. Das Kabel ist auch sehr gut verarbeitet dank vergoldeter Klinkenstecker. An der USB-Soundkarte gibt es auch nichts zu bemängeln, einzig und allein die "Fernbedienung" am Kabel wirkt durch die Plastikhülle etwas billig im Vergleich zu den restlichen Teilen des Gerätes.
"Ich hör dich atmen."
Kommen wir zum wichtigsten Aspekt eines Headsets: Der technischen Qualität. Dass die Tonqualität über jeden Zweifel erhaben ist, merkt man schon nach kurzer Zeit. Musik oder Gaming-Sounds kommen sehr klar rüber und wer sehr viel Wert auf ordentliche Bässe legt, wird zufrieden sein. Es spielt also keine Rolle, ob man nun die neueste CD seiner Lieblingsband hört, sich einen Film anguckt oder einen intensiven Ego-Shooter wie
»Modern Warfare 2 spielt: Das
ZOWIE Hammer USB Gaming Headset liefert einen einwandfreien Stereo-Sound.
Etwas problematisch ist jedoch das Mikrofon. So ist die eigentliche Sprachqualität zwar durchaus gut und würde auch für Podcast-Aufnahmen gute Dienste leisten, allerdings scheint das Gerät sehr empfindlich zu sein. Will heißen: Sämtliche Atemzüge kommen bei den Mithörenden laut und deutlich an, was durchaus nerven kann. Das geht besser, ZOWIE!
Was uns noch aufgefallen ist und etwas seltsam wirkt: Über die Kabelfernbedienung kann man natürlich die Lautstärke anpassen. Allerdings war es bei uns so, dass wir bei voll aufgedrehtem Sound auf einmal nur noch auf der rechten Ohrmuscheln Ton hatten. Warum das der Fall ist, wollte uns auch nicht so wirklich einleuchten. Wirklich schlimm ist es aber auch nicht, schließlich soll sich ja auch niemand die Ohren durch zu laute Musik kaputt machen.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
