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DIE SIEDLER 7
 Test von Jens Bremicker (08.04.2010) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Aufbauspiel Publisher:Ubisoft
Termin:25. März 2010 Entwickler:Blue Byte

Wie lautet eine der potentiellen Erfolgsformeln in der Videospielbranche? "Wenn Teil XY einer Serie bei den Fans nicht gut ankam, mach beim Nachfolger einfach alles ganz anders". So ist es schon vielen Spielereihen ergangen. Ein aktuelles Beispiel wäre da »Splinter Cell: Conviction aus dem Hause Ubisoft. Vom gleichen Publisher ist nun auch Die Siedler 7 veröffentlicht worden. Diese Aufbaustrategie-Serie wird seit jeher von der Düsseldorfer Spieleschmiede Blue Byte entwickelt und wagte in ihrer Geschichte schon oft einen kompletten Neuanfang. Im Grunde kann man sagen: Die letzten Teile der Reihe waren allesamt komplett unterschiedliche Spiele, wenn man mal vom spielerischen Kern - dem Aufbau einer Siedlung mit mehreren Produktionszyklen - absieht. Und mit Teil 7 geht Blue Byte genau diesen Weg weiter. Nachdem die Serie in den letzten Jahren viel Kritik einstecken musste und tief im Schatten des hauseigenen Konkurrenten Anno stand, war eine erneute Rundum-Erneuerung auch bitter nötig. Ob es dieses Mal aber auch wirklich geklappt hat, erfahrt ihr in unserem Test.


Held rettet Prinzessin? Mitnichten!

Man kennt das ja von Spielen sämtlicher Art, die eine mittelalterliche Welt als Szenario haben: Es gibt einen männlichen Helden, der dazu auserkoren ist, die Welt zu retten und der sich meistens auch noch in eine Prinzessin verliebt, die es dann zu retten gilt. Die Siedler 7 folgt nicht diesem Muster. In der zwölf Missionen umfassenden Kampagne spielt ihr nämlich die Prinzessin. Zoe heißt diese und wurde von ihrem Vater, dem König, dazu auserwählt, das Land Tandrien zu einem blühenden Königreich zu machen. Dabei stellen sich der Heldin natürlich zahlreiche Widersacher in den Weg, angeführt vom bösen Lord Wolvering. Die Geschichte ist dabei für ein Aufbauspiel durchaus nett gemacht und wird dank schöner Rendersequenzen gut erzählt. Allerdings ist die Kampagne zu einem großen Teil nicht mehr, als ein sehr hübsch designtes und abwechslungsreiches Tutorial. Erst in den letzten Missionen geht so richtig die Post ab - sofern das in einem eher ruhigen Aufbauspiel möglich ist. Lohnenswert sind die zwölf Missionen aber allemal, da auch Siedler-Veteranen sich erstmal wieder umgewöhnen müssen. Und Spaß macht das ganze ohnehin. Zumal ist man auch gut und gerne 20 bis 25 Stunden mit der Geschichte um Prinzessin Zoe beschäftigt, was ordentlich zum Langzeitspaß des Spiels beiträgt. Und dabei ist die Kampagne nur der Anfang.


Stein auf Stein, Haus an Haus

Der Kern von Die Siedler 7 ist natürlich das freie Spiel - egal ob gegen KI oder menschliche Gegenspieler. Die Grundbausteine sind immer noch die gleichen, wie in den zahlreichen Vorgängern: Ihr baut eine Siedlung auf und managed mehrere Produktionszyklen, denn jede Ressource muss erst weiterverarbeitet werden, damit sie euch etwas nützt. Welche Güter wofür benötigt werden, wird dabei anhand eines Menüs sehr übersichtlich dargestellt. Wie auch in den alten Siedler-Teilen, ist es ganz wichtig, die Gebäude mit Wegen zu verbinden und möglichst viele Lagerhäuser zu bauen. Denn nur so können die Waren schnell und überhaupt erst von den Trägern transportiert werden. Neu ist nun hingegen, dass man beim Öffnen des Baumenüs erstmal stutzen muss: Denn dort stehen nur sehr wenige Gebäude zur Auswahl. Der Grund: Ihr baut zunächst erst einmal ein Basisgebäude, an welches dann bis zu drei weitere Betriebe angebaut werden können. Welche das sind, hängt vom Zentralhaus ab. So können an ein Forsthaus zum Beispiel eine Jagdhütte, ein Holzfällerbetrieb und die dazu gehörige Sägemühle gebaut werden. Dadurch wird das Baumenü deutlich entschlackt und die Siedlungen lassen sich nochmals etwas kompakter errichten.


Erobert was das Zeug hält

Obwohl Die Siedler 7 ein Spiel für eher friedlichere Naturen ist, die nicht viel von großen Schlachtgemetzeln halten und lieber Dinge erschaffen wollen, als zu zerstören, kommt man nicht drum herum, Gebiete zu erobern. Jede Karte ist nämlich in mehrere Sektoren aufgeteilt, die alle über unterschiedliche Ressourcen verfügen. Und diese gibt es schließlich nicht in unbegrenzter Zahl. Besonders Bodenschätze, wie Gold, Kohle oder Eisen, die sich nicht nach einiger Zeit wieder regenerieren, sind ein zwingender Grund, neues Land zu erschließen und für sich zu gewinnen. Die meisten Sektoren auf einer Karte werden zu Beginn einer Partie von neutralen Einheiten bewacht, die in der Regel leicht zu besiegen sind.

Und damit wären wir auch schon bei den Kämpfen in Die Siedler 7, die leider nicht zu den Glanzpunkten des Spiels zählen. So habt ihr zwar unterschiedliche Truppentypen zur Auswahl, die ihr im Austausch gegen Geldmünzen und Nahrung anheuern dürft, allerdings könnt ihr eure Armee nicht direkt steuern, sondern schickt sie lediglich mit einem Mausklick in das feindliche Territorium, wo dann automatisch gekämpft wird. Dabei wird euch vorher per Symbol über dem Stützpunkt eines Sektors angezeigt, wie viele Soldaten der Gegner hat. Welche Typen das sind, verrät das Spiel aber nicht - das wäre jedoch auch zu einfach. Allerdings lässt es sich nur schwer zu Beginn eines Kampfes abschätzen, ob zum Beispiel eure 10 Pikeniere und 5 Musketiere gegen 5 Einheiten Kavallerie und 8 Pikeniere eine Chance haben bzw. wie viele eurer Soldaten überleben werden.

Noch problematischer ist der Kampf gegen Wachtürme: Denn gegen diese können nur Fernkämpfer Schaden anrichten, eure Nahkämpfer bleiben einfach tatenlos stehen. Da Die Siedler 7 aber eben kein Kriegsspiel ist und sich auf andere Dinge fokussiert, tut das weniger gelungene Kampfsystem dem Spielspaß keinen Abbruch. Zudem lassen sich Territorien auch auf friedliche Art und Weise einnehmen, nämlich durch Bestechung oder geistliche Bekehrung.


"Noch ein Punkt zum Sieg..."

Diese spielerische Freiheit ist ein enormes Plus von Die Siedler 7 und spielt vor allem beim Kampf um die begehrten Siegpunkte eine Rolle. Diese Punkte sind quasi das Ziel eines jeden Matches - der Spieler, der die vorgegebene Summe an Punkten als erster erreicht, gewinnt das Match. Um also genau das zu erreichen, müsst ihr bestimmte Ziele erfüllen, zum Beispiel die meisten Soldaten haben (mindestens 20), die höchste Anzahl an Sektoren kontrollieren, einen bestimmten Handelsposten erschließen oder eine vorgegebene Technologie erforschen. Um Handelsposten in der ganzen Welt nutzen zu können, benötigt ihr die Handelsgilde und müsst dort Kaufleute anwerben, die ihr dann zum Hafen der Karte schickt. Für die Forschung benötigt ihr eine Kirche, mit der ihr Geistliche produzieren könnt. Diese laufen dann zu einem Kloster, wenn ihr eine Technologie, die ihr für euch gewinnen wollt, ausgewählt habt. Außerdem gibt es auch noch Eventsektoren, wo euch bestimmte Aufträge erwarten. Für die Erfüllung dieser erhaltet ihr entweder Boni, die euch stärken oder den Gegner schwächen, oder einen Siegpunkt.

Dank dieses Features sind die Matches in Die Siedler 7 stets spannend. Es hat schon ein bisschen etwas von einem Brettspiel, wenn man sich mit seinen Gegnern um die Siegpunkte "zankt". Denn dadurch, dass man diese seinen Kontrahenten auch klauen kann, in dem man zum Beispiel ein Gebiet mehr erobert hat, entsteht eine sehr fesselnde Spieldynamik - auch im Singleplayer. Denn die künstliche Intelligenz der Computergegner ist auf enorm hohem Niveau, sodass man sich auch vor dieser in Acht nehmen sollte. Deren Siedlungen sind realistisch aufgebaut und an den Siegpunkten ist sie genau so interessiert, wir ihr auch.

Noch mehr Spaß macht das ganze aber selbstverständlich im Multiplayer mit menschlichen Gegenspielern - zumindest dann, wenn die Server mal nicht gerade Probleme haben. Denn leider ist genau das meistens der Fall und man ist von Verbindungsabbrüchen geplagt. Natürlich, das kann durchaus mal passieren, aber Siedler 7 schlägt hier wirklich alles. Hinzu kommt noch der Kopierschutz von Ubisoft, der, wie schon bei »Assassins Creed 2 und Silent Hunter 5, eine permanente Internetverbindung vorraussetzt, um das Spiel überhaupt starten zu können - auch dann, wenn man nur den Singleplayermodus spielen möchte. Zudem werden sämtliche Spielstände nur online abgespeichert. Wenn dann noch, so wie am Osterwochenende, die kompletten Server ausfallen und man gar nicht erst ins Spiel kommt, ist das als ehrlicher Käufer natürlich umso ärgerlicher.


Steuerung, Grafik, Sound: Alles top!

Aber es gibt dennoch auch weitere schöne Dinge, die wir über Die Siedler 7 sagen können: So ist die Bedienung zum Beispiel sehr gut. Sämtliche Menüs sind äußerst übersichtlich, nichts wirkt überfrachtet. Alles ist sehr intuitiv und benötigt kein Informatikstudium, um verstanden zu werden. Hinzu kommt die fantastische Grafik. Die Welt ist mit ihren zahlreichen, kleinen Siedlern wunderschön gestaltet, die Comic-Grafik passt wie die Faust auf's Auge zum Spielgeschehen und jedes Gebäude ist unheimlich liebevoll animiert. Dazu kommt noch eine tolle Sprachausgabe und die fantastische Musik, sodass all dies im Zusammenspiel eine richtig wohlige Atmosphäre auf den Bildschirm zaubert.

Allerdings sollte gesagt sein, dass die Grafikpracht ihren Preis hat. Die Hardwareanforderungen sind ziemlich hoch. Wer Siedler 7 auf maximalen Details in voller Auflösung und aktivierter Kantenglättung spielen will, benötigt also schon einen High-End-Rechner. Aber auch mit nur mittleren Texturen und einigen deaktiverten Grafikfeatures sah das Spiel auf unserem Testrechner (Core 2 Duo E6400 mit 2.1 Ghz, 2 GB RAM und Geforce 8800 GT) sehr hübsch aus. Und bei einem Aufbauspiel ist eine hundertprozentig flüssige Bildrate nicht ganz so wichtig, wie bei einem schnellen Online-Shooter.

Die Siedler 7 bietet neben Kampagne und freiem Spiel auch noch ein paar nette Zusatzfeatures. So gibt es zum Beispiel einen Karteneditor. Mit diesem lassen sich zwar leider keine komplett eigenen Karten entwerfen, man kann aber die bestehenden Maps vielfältig verändern. Einen richtigen Levelbaukasten würden wir uns dennoch wünschen, denn bisher gibt es gerade mal acht Karten für das freie Spiel, was etwas zu wenig ist. Dafür hat Blue Byte aber noch einen ziemlich coolen Schloss-Editor ins Spiel eingefügt. Im so genannten "Architekten" könnt ihr euer eigenes Schloss designen - das Hauptgebäude einer jeden Startsiedlung. Dazu stehen euch allerhand Türme, Mauern, Fenster etc. zur Verfügung, die ihr allerdings erst freischalten müsst. Denn für erfolgreiche Partien erhaltet ihr in Die Siedler 7 Goldmünzen, die ihr gegen neue Inhalte eintauschen könnt. Außerdem nutzt der Titel auch Ubisofts Uplay und bietet auch noch eine Reihe an Achievements.

Natürlich dürft ihr euch auf Freundeslisten anlegen, mit Mitspielern chatten und - was sehr nett ist - euch als erfahrener Siedler-Spieler ausgeben. Neueinsteiger können nämlich Fragen einsenden, die dann an jeden Spieler weitergeleitet werden, der dem Spiel mitgeteilt hat, er sei ein Profi und wisse alles. Und natürlich kann man das dann auch noch anderweitig unter Beweis stellen, nämlich in der offiziellen Online-Rangliste.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Die Siedler 7 ist ein ausgezeichnetes Aufbauspiel. Warum dann nur ein "sehr gut"? Na, wegen dem Kopierschutz natürlich, bzw. aufgrund der Probleme, die dieser macht. Es kann doch nicht sein, dass ich nicht einmal eine Singleplayer-Runde spielen kann, weil die Server down sind. Und wenn ich dann mal spielen kann, bin ich trotzdem von Verbindungsproblemen geplagt. Naja, aber wenn es mal funktioniert, dann will ich auch nicht mehr so schnell mit dem Spielen aufhören. Das Siegpunktesystem, die Grafik, der Sound, das Verwalten meiner Siedlung: Alles ist toll gemacht. Wer Nerven aus Stahl hat, sollte sich dieses Spiel nicht entgehen lassen.
89%
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85%


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Pro:
Siegpunkte eine geniale Idee
gut durchdachte Warenkreisläufe
ausgezeichnete Spielbarkeit, sehr gute KI
tolle Grafik, klasse Sound
nette, einsteigerfreundliche Kampagne
liebewolle Spielwelten

Contra:
halbgare Kämpfe
Verbindungsprobleme
nur 8 Maps


Offizielle Website:
 @Ubisoft

Weitere Links:
 Demo
 Gameplay-Video



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