Die Wirtschaftssimulation Der Planer geht nach fast 7-jähriger Pause in die mittlerweile vierte Runde. Nachdem der zweite und dritte Teil nicht den gewünschten Erfolg bei der Fachpresse und Spielergemeinde einheimsen konnte, haben die Jungs von Phenomedia der Serie einen zeitgemäßen Anstrich verpasst. Ob Der Planer 4 an den Erfolg des noch für MS-DOS entwickelten ersten Ablegers anschließen kann, erfahrt ihr in unserer Review.
Der tägliche Stress
Die Auswahl des passenden Spielmodus gestaltet sich recht einfach, denn Phenomedia spendierte dem PC-Titel
Der Planer 4 nur einen. Einzig der Schwierigkeitsgrad lässt sich einstellen und entscheidet über das entsprechende Startkapital eures Unternehmens in Form von 10.000, 50.000 oder 100.000 Euro. Sobald ihr in eurem Büro angekommen seid, beginnt der Alltag als Geschäftsführer. Je nachdem, für welchen Härtegrad ihr euch entschieden habt, stehen euch zu Beginn bereits Fahrer zur Seite. Was denen aber fehlt, sind die nötigen Fahrzeuge. Diese könnt ihr „online“ über den Computer kaufen oder, wenn die nötigen Mittel nicht zur Verfügung stehen, auch erstmal nur leasen. Dabei stehen euch alle möglichen Fahrzeugkategorien zur Verfügung, vom kleinen Transporter bis hin zum Schwerlasttransporter. Als zusätzliche Optionen könnt ihr für diese Fahrzeuge mit dem Händler einen Wartungsvertrag für Schäden vereinbaren oder eine Versicherung abschließen.
Um eure noch unbekannte Spedition im Land bekannt zu machen und so für Aufträge zu sorgen, gibt es die Möglichkeit über Print-, Radio- oder TV-Werbung auf euch aufmerksam zu machen oder ihr kauft euch einfach Aufträge in der Frachtbörse. Solltet ihr euch mit den euch zur Verfügung stehenden Ressourcen verschätzt haben, könnt ihr hierüber auch wieder Aufträge verkaufen.
Sobald nun die ersten Angebote in unser Postfach flattern, ist es in
Der Planer 4 nur noch ein kleiner Schritt bis zum endgültigen Auftrag. Bevor wir die Gunst des Auftraggebers erhalten, müssen wir ihm nämlich ein relativ kostengünstiges Angebot unterbreiten. Erhalten wir den Auftrag, müssen wir die komplette Tour planen. Entweder verfrachten wir das Gut mit Hilfe von Bahn, Schiff bzw. Flugzeug oder nutzen die eigenen Mittel des Unternehmens. Dabei müssen wir einem verfügbaren Mitarbeiter ein entsprechendes Fahrzeug und den zu erledigenden Auftrag zuweisen. Während der Abwicklung der Lieferung, könnt ihr euch die ganze Zeit in die Perspektive des Fahrers versetzen und somit den Verlauf komplett nachvollziehen.
Die zentrale Anlaufstellte – der Computer
Der Computer stellt eines der wichtigsten Mittel in
Der Planer 4 dar, über diesen wickelt ihr alle anfallenden Geschäftsprozesse ab oder könnt euch über die derzeitige Situation der Spedition einen Überblick verschaffen. Weiter habt ihr hier noch die Möglichkeit, euch über den Fuhrpark und den Zustand der einzelnen Fahrzeuge zu informieren, eure Aufträge oder Personal zu verwalten sowie Arbeiten der Disposition zu erledigen. Für letztere Tätigkeiten könnt ihr aber auch einen zusätzlichen Mitarbeiter einstellen, der euch die unliebsamen Arbeiten abnimmt.
Neben dem Computer besitzt ihr auch noch ein Handy, um beispielsweise mit Geschäftspartnern oder Bewerbern zu verhandeln, über das Arbeitsamt neue Mitarbeiter anzufordern oder euch mit den Untergebenen in Verbindung zu setzen. Mit dem PDA könnt ihr anfallende Notizen verzeichnen oder euch einen Überblick über anstehende Termine verschaffen.
Damit das erwirtschaftete Privatvermögen nicht auf eurem Konto versauert, könnt ihr des in verschiedene Einrichtungsgegenstände, Fahrzeuge oder Immobileren investieren, was jedoch nur symbolisch ist und keinen direkten Einfluss auf das Spiel hat.
An sich machen die zahlreichen Optionen und Features von
Der Planer 4 einen recht guten Eindruck, dennoch fehlt es der Simulation an mehr Spieltiefe. Meist werden die täglichen Aufgaben durch stupides Auswählen erledigt. Auch wird man in vielen Situationen stets in Unwissenheit gelassen, welche positiven oder nagativen Aspekte die Veränderung der Option mit sich bringt, beispielsweise das Ändern der Unternehmung von GbR in GmbH. Dadurch erweist sich der tägliche Ablauf schon nach kurzer Zeit als ziemlich langweilig und eintönig.
Hochauflösende Echtzeit-Grafik?
Was technisch auf der Verpackung groß angepriesen wird, dem wird
Der Planer 4 in der Realität mit Sicherheit nicht gerecht. Eine hochauflösende Echtzeit-Grafik sucht man hier vergebens. Zwischensequenzen die vor fünf Jahren auf der Höhe der Zeit gewesen wären, hölzerne Animationen und eine schlechte Sounduntermalung runden die Wirtschaftssimulation ab.