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DRAKENSANG: AM FLUSS DER ZEIT
 Test von Tobias Hamers (01.03.2010) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Rollenspiel Publisher:dtp
Termin:19. Februar 2010 Entwickler:Radon Labs

»Das Schwarze Auge: Drakensang heimste 2008 eine Vielzahl an Preisen ein. Unter anderem auch den Deutschen Computerspielpreis in den Kategorien „Bestes Jugendspiel“ und „Bestes deutsches Rollenspiel“. Vor allem die dichte Atmosphäre und die liebevoll gestaltete Spielwelt wurden von der Fachpresse gelobt. Mit entsprechend großen Erwartungen wird nun der Nachfolger herbeigesehnt. Ob Am Fluss der Zeit seinem erfolgreichen Vorgänger nacheifern kann, könnt ihr in unserem Test nachlesen.


Am Fluss der Zeit...

...spielt 23 Jahre vor den Begebenheiten des ersten Teils von Drakensang - genauer gesagt im Jahr 1009 nach Bosparans Fall. Fans des Pen & Paper Rollenspiels Das Schwarze Auge werden nun wissen: Genau in diesem Zeitraum spielt auch die erfolgreiche Nordland-Trilogie, welche schon Mitte der 90er Jahre von Hobbyhelden mit großer Begeisterung auf dem Papier gespielt wurde. Das größte deutsche Rollenspielsystem zeichnet sich weniger durch actiongeladene Schlachten und Scharmützel aus, sondern vielmehr durch die dichte Atmosphäre. In mehr als 100 Romanen und unzähligen Regelwerken wird die Welt Aventurien durch eine Vielzahl von Geschichten belebt und laufend weitergeführt. Das haben auch die Entwickler Radon Labs bemerkt und abermals bewiesen, dass sie sich darauf verstehen, eine glaubhafte und detailreiche Spielwelt zu erschaffen.


Zum Helden geboren

Bevor ihr jedoch in die Welt von Drakensang: Am Fluss der Zeit eintauchen könnt, müsst ihr zunächst einen Helden erstellen. Das Charakterblatt ist sehr umfangreich und erlaubt es, etwas Einarbeitungszeit vorausgesetzt, euren Protagonisten bis ins kleinste Detail nach euren Wünschen zu formen. Neueinsteiger werden mit Freude einen der vorgefertigten Helden, die sogenannten Archetypen, auswählen. Erfahrene Spieler greifen auf den Expertenmodus zurück. Neben körperlichen Talenten könnt ihr auch Kampftalente, Sonderfertigkeiten, sowie Vor- und Nachteile festlegen. Die Archetypen dienen dabei als Grundbaustein. Sie legen Profession, Kultur und Rasse fest. Klingt kompliziert? Ja auf den ersten Blick mag das so scheinen. Die umfangreiche Hilfefunktion jedoch ermöglicht auch rollenspielunerfahrenen Zockern ein schnelles Einarbeiten in das Klassensystem. Schwieriger fällt einem da schon der Umgang mit den einzelnen Fertigkeiten. Klar, jeder kann sich vorstellen was man unter dem Talent „Betören“ versteht, aber wie und wo man so eine Kunst tatsächlich einsetzen kann, mag man sich anfangs kaum vorstellen. Im Großen und Ganzen jedoch erschließt sich das Charakterblatt innerhalb weniger Spielstunden und erfahrene Rollenspieler werden sich der Tatsache erfreuen, dass jede Fähigkeit mehrfach zum Einsatz kommt und somit ihre Daseinsberechtigung hat.


Stromabwärts nach Nadoret

Kaum ist ein Charakter erstellt, geht es auch schon los. Ihr befindet euch an Bord der „Stern von Ferdok“, einem kleinen Handelskahn mit nur drei Mann Besatzung, etwas Handelsware und drei schwer gerüsteten Reisenden – das wird doch wohl keine Heldengruppe sein? Nun gut, wir selbst konnten den Preis für das Übersetzen nicht bezahlen. Der freundliche Kapitän jedoch nimmt uns mit aufs Schiff, wenn wir unterwegs etwas mit anpacken. Nun ist es soweit. Wir sollen beim Errichten eines Nachtlagers helfen. Die jugendliche Matrosin des Schiffs hat das Geld, für das sie eigentlich Zunderschwamm kaufen sollte, im letzten Hafen verwettet. Nun müssen wir mit der geschwätzigen Dame durch die Wildnis laufen und Nachschub heranschaffen. In einem halb verfallenem Turm werden wir fündig. Leider haben sich hier auch einige Fledermäuse eingenistet – eine Chance sich im Kampf zu beweisen.

Wie ihr lesen könnt kommt Drakensang: Am Fluss der Zeit relativ langsam und gemütlich in Fahrt. Helden vollbringen eben nicht nur große, sondern auch kleine Taten. Grade diese Tatsache macht die Welt von Aventurien so glaubwürdig und stimmungsvoll. Das soll nicht heißen, dass die Kämpfe zu kurz kommen. Schon in der darauf folgenden Nacht wird das Lager von einer Bande Flussbanditen angegriffen. Mit dem Mut der Verzweiflung verteidigen wir uns gegen die anstürmenden Angreifer. Letztendlich jedoch werden wir feige von hinten niedergeschlagen und verlieren das Bewusstsein….


Mit Liebe zum Detail

Im Gegensatz zu »Dragon Age: Origins oder »Neverwinter Nights ist die Welt des Schwarzen Auges weit freundlicher und bei weitem nicht so düster wie bei den Genrekollegen. An satt grünen Wiesen, dicht gewachsenen Bäumen, wärmenden Sonnenstrahlen und kristallklarem Wasser werdet ihr euch nicht nur zu Beginn des Spiels erfreuen können. Es ist beeindruckend, mit welcher Liebe zum Detail Radon Labs die Welt Aventurien eingefangen hat. An fast jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. So sehen wir zu Beginn des Spiels die drei Abenteurer, wie sie sich abseits des eben erwähnten Nachtlagers über sehr mysteriöse Dinge unterhalten. Nähern wir uns den Gesellen, wechseln sie abrupt das Gesprächsthema und parlieren über das Wetter. In Nadoret sehen wir einen kleinen Jungen, der uns mit freudenstrahlenden Augen erzählt, dass der Brunnen hinter ihm Wünsche erfüllen kann. Wir müssten nichts weiter tun als einen Heller hineinzuwerfen. Später erfahren wir, dass seine Mutter unten im Schacht sitzt und das „Wunschgeld“ einsammelt - ja auch so kann man seinen Lebensunterhalt bestreiten. Einiger Meter weiter sehen wir wie ein älterer Bauer vor seiner Angebeteten flieht, die erbost ein Nudelholz schwingt. Vor der Taverne „Zum Springendem Hirsch“ erzählen sich zwei Matrosen das neuste Seemannsgarn, während sich die Gäste drinnen köstlich über einige Zwergenwitze amüsieren….


Aller Anfang ist schwer

Bevor ihr euch tollkühn an der Seite von tapferen Streitern in die Schlacht stürzen könnt, müsst ihr zunächst eure Ausbildung vollenden. Je nachdem, welche Profession ihr gewählt habt, müsst ihr unterschiedliche Aufgaben bewältigen. Der Krieger beispielsweise muss sich zunächst als Nachtwächter der hiesigen Stadtgarde beweisen. Mit einem nicht ganz so hellen Zeitgenossen durchstreift ihr das nächtliche Nadoret, verscheucht laut fauchende Katzen, schlichtet einen ehelichen Streit und – wenn ihr denn wollt – brummt stark Betrunkenen saftige Bußgelder wegen Beleidigung der Obrigkeit auf. Schurken und Diebe helfen dem Vorsteher des Phextempels beim großen Phexensstreich, spähen Lagerhäuser aus und erledigen ähnlich moralisch fragwürdige Aufgaben. Als Magier hingegen sollt ihr eurem Meister bei der Vollendung einer neuen Zauberformel zu Diensten sein. Dazu werden natürlich besondere Zutaten benötigt, die ihr als sein neuer Lehrling beschaffen müsst.

Schon bei diesen ersten Aufgaben stehen mehrere Lösungsmöglichkeiten zu Verfügung. Ein Beispiel: Für das magische Ritual wird eine besondere Essenz benötigt. Ein ansässiger Bauer soll vor einigen Tagen von einem Wolf angefallen worden sein, der diese spezielle Essenz in sich trägt. Durch die Bisse des Ungetüms könnte etwas von der dringend gesuchten Zutat in die Knochen des Opfers gelangt sein. Daher habt ihr nun die Aufgabe, den kürzlich verstorbenen auszugraben und einen seiner Knochen zu beschaffen. Das wiederum findet der örtliche Borongeweihte gar nicht lustig. Mit Argusaugen wacht er über das Totenfeld. Nun stellt man euch vor die Wahl: Versucht ihr euch am Geweihten vorbei zu schleichen oder überzeugt ihr ihn von euren guten Absichten, so dass er euch die Wache über seinen Friedhof überlässt? Als dritte Möglichkeit lehrt euch der Magister den Zauber „Blitz dich find“, mit dem ihr den Totenwächter kurzzeitig lähmen könnt. Die unterschiedlichen Lösungsansätze werden euch im Verlauf von Drakensang: Am Fluss der Zeit öfter angeboten, was den Wiederspielwert deutlich erhöht, ein großes Lob an den Entwickler!


Auf der Suche nach etwas…

Drakensang: Am Fluss der Zeit lebt vor allem von der stimmigen Spielwelt und den einfallsreichen und lustig inszenierten Nebenquests. Im krassen Gegensatz dazu scheint man der Hauptstory wenig Beachtung geschenkt zu haben. Im Grund lässt sie sich (natürlich ohne zu viel zu verraten) wie folgt zusammenfassen: Ihr seid auf der Suche nach etwas, bereist viele Orte, doch wenn ihr dort angekommen seid, ist das Gesuchte nicht zu finden. Nach ca. 20 – 25 Stunden Spielzeit spitzt sich die Geschichte zu und bevor es richtig losgeht… kommt der Abspann. Drakensang: Am Fluss der Zeit wird euch demnach weit weniger lang beschäftigen als der erste Teil - zumindest was die Hauptquest betrifft. Die vielfältigen Lösungswege, unterschiedlichen Storys am Beginn des Spiels und die mehr als gelungene Charakterentwicklung laden zum erneuten Spielen ein und verkürzen die Wartezeit zum hoffentlich sehr bald erscheinenden Add-On.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






So muss eine Spielwelt aussehen! Man merkt in jeder Minute mit welcher Liebe zum Detail Radon Labs bei der Gestaltung von Aventurien zu Werke gegangen ist. Dass die Welt dabei einen übertrieben freundlichen Eindruck hinterlässt, stört mich wenig. Ein großes Lob von mir an die Entwickler möchte ich zudem für das Questsystem aussprechen. Je nach Profession stehen unterschiedliche Lösungswege zur Verfügung. Einziger Wermutstropfen ist die recht belanglose Hauptstory. Klar, man muss ja nicht immer gleich die Welt retten, doch etwas mehr Spannung darf es schon sein. Dann steht auch einer Bewertung jenseits der 90 Prozent nichts mehr im Wege....
88%
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Pro:
stimmige Spielwelt
gut inszenierte Nebenquests
Quests auf mehreren Wegen lösbar
hoher Wiederspielwert

Contra:
Hauptstory kommt zu kurz


Offizielle Website:
 Drakensang.de

Weitere Links:
 Demo
 Trailer



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