Mionix ist eine schwedische Marke, die sich für Gamer auf den Peripherie-Markt gestürzt hat und dort seit eineinhalb Jahren mit entsprechenden Produkte vertreten ist. Trotz eines schon großflächig eroberten Gebiets lässt es sich der Hersteller nicht nehmen, eine neue, auf den Hardcore-Zocker zugeschnittene Maus anzubieten: die NAOS 5000. Während die 5000 auf die maximale dpi-Zahl des Sensors verweist, ist mit Naos ein blauer Superstern bezeichnet. Findet in unserem Test heraus, wie hell dieser für die Highend-Maus und das zu ihr passende Mauspad SARGAS 360 scheint.
Lieferumfang und technische Features
Zu Beginn seien ein paar Worte über die technischen Spezifikationen der
NAOS 5000 verloren. Sie besitzt zunächst einen Lasersensor, der 5040 dpi erreichen und mit bis zu 1000 Hz abgefragt werden kann. Sieben programmierbare Tasten (fünf oben, zwei an der linken Seite) und drei per Tastendruck verstellbare Sensibilitätsniveaus gehören ebenso zur Austattung. Schließlich runden vier Teflon-Gleitpads an der Unterseite der Maus, die für eine butterweiche Navigation sorgen, und eine anstandslose Verarbeitung das Gesamtpaket rühmlich ab.
Neben der Maus wird ein kleines Kästchen mit Gewichten mitgeliefert. Diese können in zwei Schächte an der Unterseite der Maus eingesetzt werden, was dazu dient, eine optimale Gewichtsverteilung zu erreichen und die Maus einfach haftender zu machen. Mit insgesamt 40 Gramm (acht 5-Gramm-Gewichte) kann die Maus bestückt werden, was ihr Grundgewicht von 106 auf 146 Gramm erhöht. Anschlussfähig wird sie durch ein Kabel von großzügigen 2 Metern Länge mit einem vergoldeten USB-Stecker.
Im
»herunterladbaren Treiber (unter Windows Vista ist die Maus auch ohne Herstellersoftware sofort funktionsfähig) sind weitere Features zugänglich wie eine einstellbare Lift-Distanz (die Entfernung von der Oberfläche, bis zu der die Maus noch registriert wird), Makroeinstellungen, individualisierbare LED-Beleuchtung sowie die üblichen windowsinternen Geschwindigkeitseinstellungen. Bis zu fünf Profile können im mausinternen Speicher angelegt werden.
Design und Bedienung
Die
NAOS 5000 besitzt sechs LEDs, die man nach seinem Geschmack und passend zu Mauspad oder anderer Peripherie farblich einstellen kann: grün (Standard), blau, violett, orange, rosa oder gelb in unterschiedlichen Abstufungen. Die Maus ist außerdem mit einem neuartigen System ausgerüstet, den Typ der Oberläche, auf der sie sich befindet, hinsichtlich der Qualität zu analysieren (
Surface Quality Analyzer). Ironischerweise zeigt dieses Tool beim
SARGAS 360 - das Mauspad vom gleichen Hersteller, das gleich noch zur Sprache kommen wird - nur eine Stufe über "akzeptabel" an, während es bei meiner "rohen" Schreibtischoberfläche fast auf die Stufe "exzellent" ausschlägt.
Neben der beachtlichen Technologie, die in der
NAOS 5000 steckt, ist auch die angenehme Ergonomie zu erwähnen. Auf der gummierten Oberfläche finden alle fünf Finger bequem Platz und einen festen Halt. Die Maus ist besonders für größere Patschhändchen geeignet.
Mauspad SARGAS 360
Mit dem
SARGAS 360 präsentiert Mionix ein passendes Mauspad für seine Hightech-Mäuse. Bei einer Fläche von 360x305 mm bietet dieses mittelgroße Modell bereits viel Spielraum und sollte den meisten Ansprüchen genügen. Die Oberfläche des Mauspads besteht aus einem widerstandsfähigen, feinem Stoff, der etwas mehr Reibung erzeugt als kunststoffbeschichtete Mausepads. Diese spezielle Mikrofaseroberfläche soll Datenverlust bei der Mausabfrage entgegenwirken und die Abtastungsleistung verbessern. So kann auch mit niedrig eingesteller Maus-Sensibilität gut gespielt werden. Die gummierte Unterseite bietet einen festen Halt auch bei heftigen Bewegungen und auf jeder Oberfläche, auf der das Pad liegt. Das
SARGAS 360 lässt zudem kaum Bewegungsgeräusche entstehen.
Neben einem kleinem Schriftzug und Herstellerzeichen ist die Oberseite vollständig schwarz. Das Pad ist in drei verschiedenen Abmessungen erhältlich (260/360/460x305 mm).
Praxisleistung
Auf dem Papier sehen die Daten von Mauspad und insbesondere Maus geradezu traumhaft aus und versprechen viel. Im Praxistest hat sich erwiesen, dass der elektronische Nager auf seiner passenden Unterlage seinen Versprechen durchaus gerecht werden kann. Präzision, Design und Benutzerfreundlichkeit sind ganz klar in der ersten Liga zu platzieren und für Gamer bietet die Maus alles, was das Herz begehrt.
Das Ausnutzen der möglichen 5040 dpi für den Sensor wirkt sich auf die Maus-Sensibilität natürlich extrem aus und kann ich mir in der Praxis als kaum notwendig vorstellen. Dennoch ist das technische Potenzial vorhanden und dem Pro-Gamer, dem es auch noch auf das letzte Quentchen Geschwindigkeit ankommt, ist damit wohl gedient. Ansonsten hat sich, abhängig von der Sensibilitätseinstellung im Spiel, ein Wert zwischen 1700 und 1900 dpi als ideale Einstellung für alle Situationen erwiesen. Der Treiber von Mionix ermöglicht diesbezüglich eine sehr genaue Konfiguration, sodass jedem Bedürfnis genüge getan werden sollte.
Die installierbaren Gewichte für die Maus sowie die qualitative Mirkostoff-Oberfläche des
SARGAS 360-Mauspads begünstigen eine punktgenaue Kontrolle und Ausrichtung der Spielfuigur. Bei Ego-Shootern etwa ist ein schnurstrackses Geradeauslaufen möglich ohne Außreißer aufgrund einer unruhigen Mauslage. Jedem der bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und perfekt gerüstet sein möchte für jede spielerische Herausforderung, dem sei dieses Paket von Mionix wärmstens ans Herz gelegt.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards: