Wer bei Schweden nur an Ikea denkt, sollte umdenken. Zumindest als Gamer könnte sich das lohnen: Denn im Land der Elche ist auch die Firma QPAD ansässig und liefert nun ihre erste Lasermaus für Gamer. Wir haben uns das edle Teil direkt zu einem Härtetest geschnappt. Tanzt die Maus auf dem Tisch oder gehört sie doch eher in die Mausefalle?
Vom Pad zur Maus
Mit der
5K Pro Gaming Laser Mouse liefert die schwedische Firma QPAD, bislang vor allem als Hersteller von Mouse-Pads und Headsets bekannt, ihren ersten eigenen Computer-Nager ab. Packt man diese Maus aus, hat man gerade mit kleineren Fingern schnell das Gefühl, eine Maus für große Hände gekauft zu haben. Einmal im Einsatz merkt man aber schnell, dass die ergonomische Form für eigentlich alle Handgrößen gut geeignet ist. Allerdings bringt diese handgenaue Form einen Nachteil mit sich: Für Linkshänder ist die Maus nicht geeignet. Über einen freien USB-Anschluß ist die Gaming Mouse dann auch schnell mit ihrem etwa 2m langen Kabel angeschlossen und bereit für ihren Test. Cool: Das Mausrad ist bläulich beleuchtet und verschafft dem Gerät so einen Science Fiction-Look.
Sieben Tasten hat die
Pro Gaming Laser Mouse vorzuweisen. Neben den beiden Standard-Maustasten und dem klickbaren Scrollrad verfügt sie über zwei längliche Tasten oberhalb der Auflagefläche für den Daumen sowie zwei kleine Tasten unterhalb des Scrollrads. Fünf der Tasten lassen sich frei über die mitgelieferte Treiber-Software programmieren. Nicht programmierbar sind die beiden Tastenr an der Oberseite - diese dienen dazu, die Auflösung umzustellen (dazu gleich mehr).
Programmierung leichtgemacht
Über die mitgelieferte Treiber-Software können aber nicht nur die fünf Tasten bequem mit wichtigen Funktionen oder sogar einem kleineren Makro belegt werden. Vielmehr lässt sich darüber die Auflösung des Laser-Sensors einstellen - auf die Weise könnt ihr selber bestimmen, wie genau der Sensor arbeiten soll. Hier empfiehlt sich vor allem Ausprobieren, um die passende Einstellung zu finden. 90 bis 5.040 DPI könnt ihr per Schieberegler einstellen, getrennt für X- und Y-Achse und natürlich getrennt für hohe und niedrige Auflösungen. Diese lassen sich über zwei an der Oberseite der Maus angebrachte Tasten umschalten. Das erweist sich im Praxis-Einsatz als äußerst nützlich, beispielsweise wenn man oft zwischen Desktop und einem First-Person-Shooter wechselt. Allerdings bieten mittlerweile nahezu alle Gamer-Mäuse dieses Gimmick. Über eine kleine Leuchtdiode wird die aktuelle Einstellung auf der Maus selber angezeigt.
Die Zocker-Maus kann bis zu 12.000 Bilder pro Sekunde bei einer Auflösung von 10,8 Megapixel verarbeiten und bietet dadurch eine sehr hohe Genauigkeit und macht auch schnelle Bewegungen problemlos mit. Laut Hersteller sind bis zu 3,8m pro Sekunde kein Problem für die Maus - ob man als Gamer je soviel braucht, sei dahingestellt.
Überzeugend an QPADs Maus ist vor allem die Verarbeitung - hier wurde wirklich nicht gespart. Das schlägt sich allerdings auch im Preis nieder: Etwa 70 Euro muss man für das gute Stück auf den Tresen legen, gute 10 Euro mehr als für die
»CM Storm Sentinel Advance Gaming Mouse. Wer sich zwischen diesen beiden hochklassigen Produkten nicht entscheiden kann, sollte auf sein Bauchgefühl vertrauen - oder besser: Sein Handgefühl. 10 Euro mehr zu bezahlen, dafür jedoch ein perfekt in der Hand liegendes Produkt zu haben, sollte angemessen sein.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
