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GREED: BLACK BORDER
 Test von Thilo Niepel (06.12.2009) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action Publisher:Headup Games
Termin:10. Dezember 2009 Entwickler:Clockstone

Wieder einmal wird sich am zwiespältigen Hack'n'Slay-Genre versucht, wenn Headup Games und Clockstone die futuristische SciFi-Welt von GREED: Black Border präsentieren. Darin steuert ihr einen Elitesoldaten in einer Welt, in der sich fünf große Kolonialmächte um die Minen mit dem wertvollen Metall Ikarium zoffen. Aus drei verfügbaren Klassen wählt ihr einen Basischarakter, entwickelt ihn weiter und könnt ihn so auf verschiedene Fertigkeiten spezialisieren. Mit jeder Menge Feuerkraft, Upgrades und Heldenmut haben wir uns der Mission von GREED gestellt und sagen euch, ob hier vielleicht ein Geheimtipp vergnüglichen Monsterkleinhackens auf euch wartet.


Kolonialkrieg der Sterne

In GREED: Black Border, das vom österreichischen Entwicklerstudio Clockstone produziert wurde, übernehmen wir die Rolle eines ehemaligen Elitesoldatens, der inmitten eines futuristischen Science-Fiction-Szenarios zwischen die Fronten fünf großer Kolonialmächte gerät. Diese liefern sich erbitterte Kämpfe um das so genannte Ikarium, ein kostbares Element, von dem vorzugsweise für den Antrieb von Raumschiffen profitiert wird. Somit ist Nomen Omen in GREED, und vor diesem Hintergrund sollen wir uns zu Beginn des Abenteuers einem Hilferuf des Raumschiffes Yukon 5 annehmen. Rasch stellen wir fest, dass es keinerlei Überlebende mehr an Bord gibt. Offenbar hat sich eine Infektion ausgebreitet, die große Teile der Besatzung als aggressive Zombies wiederauferstehen lässt. Auch die Wartungs- und Sicherheitsroboter sind außer Kontrolle geraten und haben es nun auf uns abgesehen. Ziemlich bald sollen wir jedoch erfahren, dass es nicht nur auf unser Überleben ankommt, sondern dass vom Ikarium nichts Weniger als das Schicksal der gesamten Menschheit abhängt.

Mit einem Genre, das immer seltener bedient und überwiegend von einem bekannten, mit „stürmischem“ Erfolg gesegneten Entwicklerteam getragen wird, fällt es GREED schwer, nicht auf sich aufmerksam zu machen. Während die Genrefans »Diablo 3 und Starcraft 2 sehnsüchtig erwarten, versucht GREED sich mit eigenen Akzenten und einer interessanten Mischung der Spielelemente zu etablieren. Das futuristische Endzeitszenario mit klassischer Baller-Action, Charakterentwicklung, Rewards und online-fähiger Koop-Option bringt auf jeden Fall frischen Wind ins Genre.


Die glorreiche(n) Drei

Drei scheint die Lieblingszahl von GREED zu sein, denn die zieht sich wie ein roter Faden durch das Spiel: Nach einer ungewohnt kompakten Installation von nur etwas über 800 MB, beginnt ihr das erste von drei Kapiteln und insgesamt zwölf Levels mit einer von drei Charakterklassen, deren Fähigkeiten ihr in drei Kategorien verbessern könnt. Ein Koop-Online-Modus für bis zu drei Spieler mit drei Schwierigkeitsstufen ergänzt die Einzelspieler-Kampagne von GREED.

Die auswählbaren Spielcharaktere haben unterschiedliche Schwerpunkte. Der Pyro (ein Ex-"Cleaner") ist besonders im Nahkampf geschult und schmilzt seinen Gegnern vorzugsweise mit dem Flammenwerfer das Blech oder fackelt ihnen die Haare vom Kopf. Die Plasma-Klasse (vertreten durch eine Wissenschaftlerin) qualifiziert sich dagegen durch ihre Fernkampf-Fähigkeiten mit einem Plasma-Gewehr, während der Marine schließlich als mustergültiger Allrounder auftritt und mit seiner wuchtigen Minigun auf mittlerer Distanz am effektivsten kämpft.

Das Spiel beginnt mit einem Tutorial, das über Steuerung und die wichtigsten Funktionen aufklärt. Blaue Lichtsäulen markieren Checkpoints, zu denen ihr jederzeit zurückkehren könnt, um euren aktuellen Status abzuspeichern. Ihr solltet Gebrauch davon machen, denn der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist recht happig und nur im Koop-Modus dreistufig variierbar. Sammelt ihr keine Erfahrungspunkte durch das Erledigen von Feinden und entwickelt euren Charakter nicht weiter, habt ihr praktisch keine Chance im Spiel weit zu kommen, da die Gegner schnell zu stark und ihr zu schwach werdet. Doch auch bei entsprechend hoher Charakterstufe bleiben Frustmomente ob der zichsten Wiederholung eines Spielabschnittes in GREED: Black Border nicht aus.

Zum Ende des ersten Kapitels trefft ihr auf den Händler Kamishiro, bei dem ihr eure gesammelten Items, Waffen und Rüstungsteile, für die ihr keine Verwendung habt oder die zu schwach geworden sind, verkaufen könnt. Auf diese Weise könnt ihr bessere Versionen dieser Gegenstände erstehen. Außerdem gibt es in GREED: Black Border Upgrades für die Einzelteile eurer Rüstung, die diverse Fähigkeiten stärken, sowie Health Packs und Energiezellen, die zur Ausführung besonderer Aktionen notwendig sind. Gezahlt wird mit Ikarium, das getötete Gegner hinterlassen oder innerhalb der Infrastruktur der Levels versteckt ist. Die verschiedenen charakterspezifischen Fertigkeiten, die in drei Kategorien subsumiert sind (Defensive, Offensive und andere kurzzeitige Spezialmanöver), bieten vielfältige Kombinationsmöglichkeiten, die je nach Spielsituation entsprechend angepasst werden müssen, um vor den Gegnerhorden bestehen zu können.


Lethal Weapon(s)

"Regel Nr. 23: Wenn einer mit der Säge auf dich zuläuft, kommt er nicht, um Bäume zu fällen." - Das ist nicht nur ein Spielzitat, sondern spiegelt auch die Seele von GREED basissatzartig wider: Es geht in erster Linie um das Schnipseln und Schnetzeln von Monstern. In den Weg stellen sich einem dabei vor allem die untote Raumschiffsbesatzung (u.a. Mechaniker, Vorarbeiter und besonders hartnäckige Chemiker), verschiedene Maschinen (darunter Kreissägen- und bombenlegende Spinnenroboter; fahrende Großroboter, die an die T1 aus Terminator 3 erinnern) und überdimensionale Bossgegner wie eine riesige Roboterspinne. Die Gegner tauchen in unterschiedlichen Stärken auf und halten je nachdem verschieden viel Blei-, Feuer- oder Plasmabeschuss stand. In den Levels sind überall gelbe Fässer verstreut, die unter Beschuss explodieren und taktisch dazu eingesetzt werden können, mehrere Gegner gleichzeitig in Mitleidenschaft zu ziehen. Ebenso mahnt der wiederaufladbare Schild dazu, nicht stumpf in die feindlichen Pulks zu rennen, sondern immer wieder zurückweichen, um Energie zu regenerieren.

Wie bereits erwähnt, ist die Charakterentwicklung und der Fähigkeitenausbau in GREED: Black Border obligatorisch, da ihr sonst schnell im Spiel gegen die zunehmende Gegnerzahl- und stärke nichts Effektives mehr entgegenzuhalten habt. Erledigte Widersacher hinterlassen manchmal Items und Waffen, die ihr in euer Inventar aufnehmen könnt. Teilweise müsst ihr jedoch zuvor eine höhere Erfahrungsstufe erreichen, um sie nutzen zu können, was wegen des begrenzten Inventarraums mitunter etwas bedauernswert ist. Übrigens ist die infrastrukturelle sowie gegnerische Distribution von Gegenständen per Zufallsprinzip geregelt, d.h., wenn ihr einen Spielabschnitt vom Checkpoint aus wiederholt, findet ihr eventuell andere oder keine Items mehr wieder.


Im Reich der Sinne

Was die Grafik angeht, macht GREED eine anständige Figur, ist aber nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Die Texturen könnten meist höher aufgelöst sein, sind oft repetitiv und mitunter detailarm (etwa die der Figuren). Manche Lichtquellen wirken künstlich platziert und die Beleuchtung starr. Dennoch gelingt es der Optik eine wirksame, wenig behagliche Atmosphäre zu erzeugen durch viel metallisches Grau, weitläufige Komplexe, üppige Ventilatoren und große Fenster, die den Blick in die Tiefe des Alls freigeben. Eine durch und durch computerisierte Umgebung spiegelt die menschliche Kälte, die organische Ohn- und technologische Übermacht wider, die sich auf dem Schiff ausgebreitet hat.

Musikalisch ist GREED mit einem passend elektronisch-gleichförmigen Soundtrack untermalt, der, vereinzelt treibend, sich tendenziell eher dezent gibt. Er tritt kaum ins Bewusstsein, während man in die Spielwelt vertieft ist. Das Gegenteil gilt für das Voice-Acting der Synchronsprecher für die Charaktere, deren Bekanntheitsgrad und Professionalität in ihrer Größe völlig korrespondieren. So wird der Marine etwa von Torsten Michaelis (Wesley Snipes) vertont, der Händler Kamishiro von Santiago Ziesmer (Steven Buscemi: Spongebob Schwammkopf) und die deutschen Stimmen von Jennifer Lopez sowie Gerard Butler (300) sind ebenso mit von der Partie. Klasse.

Dagegen lassen die Soundeffekte des Spiels mitunter zu wünschen übrig. Es mangelt an Vielfalt, und das Gestöhne der Untoten etwa klingt wie das Zombiespiel von mediengeschädigten Kindern auf dem Schulhof.

Als Steuerungsnovum im Genre ist die Ausweichmöglichkeit per Dodge Skill zu erwähnen, die entweder shootertypisch über W-S-A-D-Tastendruck oder Mausradtaste und gleichzeitiger Mausbewegung ausgelöst wird. Auf diese Weise rollt sich eure Figur zur Seite bzw. per Hechtrolle vor oder zurück. Leider dauert es nach Ausführung eines solchen Manövers einige Sekunden, bis ihr es abermals nutzen könnt, und die meisten Gegner in GREED: Black Border bewegen sich so schnell, dass es sich als nicht sehr ergiebig erweist. Ebenfalls an der Steuerung zu bemängeln ist die allgemeine Navigation der Spielfigur, die nur Richtungen folgt, aber nicht punktgenau dahin läuft, wo man hinklickt. So müsst ihr beständig vor ihr her klicken, damit sie nicht hängen bleibt, und könnt oft keine entfernteren Punkte mit einem Klick ansteuern. Dies hätte man strategiespielüblich besser lösen können.





Bei GREED geht es um Ballern, Schallern und Schnipseln – ganz artgemäß für ein Hack&Slay-RPG. Aus der exzessiven Actionorgie speist sich die anregende und notwendige Fortentwicklung des Spielcharakters. Trotz klischeehafter Story, zwar neu zusammengewürfelter, aber trotzdem weitgehend bekannter Elemente sowie teilweise deftigem Schwierigkeitsgrad macht GREED jede Menge Spaß und motiviert durch sein evolutionäres Grundkonzept. Nicht nur Liebhaber von Spielehits wie Sacred oder Diablo sollten mal einen genaueren Blick auf GREED werfen, sondern auch für alle anderen könnte es sich als unerwartetes Vergnügen entpuppen.
77%
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Pro:
actionreiches Gameplay
motivierendes Charaktersystem
sehr gutes VoiceActing
Online-Koop-Modus

Contra:
grafisch nicht ganz zeitgemäß
Steuerung umständlich
hoher Schwierigkeitsgrad mit Frustpotenzial
unoriginelle Story


Offizielle Website:
 @HeadupGames

Weitere Links:
 Trailer
 Demo



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