Hoagie: "Wir werden das gestern wohl nicht mehr erleben!" (1995/Lucas Art)
Vergessen sie Monster, Aliens und Maschinen, die sich gegen die Menschheit auflehnen. Die wirkliche Bedrohung der Zukunft geht von kleinen, violetten, kaktusartigen Wesen, den Tentakeln aus. Und wundern Sie sich nicht dass diese Nachricht von einem Hamster überbracht wurde......
1995, auf dem Höhepunkt der sogenannten Point&Click Adventures stellte Lucas Art sein Day Of The Tentacle (DOTT) in die Regale. Der Nachfolger von Maniac Manson wartete damals mit geradezu revolutionären spielerischen Features im Comicstil auf.
Systemvoraussetzungen:
-286er (besser 386)
-2 MB Ram
-DOS 3.1
-VGA
-CDROM
-Adlib, Soundblaster kompatible
Story:
Durch eine kleine Panne ist aus Dr. Freds Geheimlabor verseuchter Matsch entwichen. Dadurch mutierte Purpur Tentakel zu einem gefährlichen Welteroberer. Um die Welt vor Purpur Tentakel zu retten, muß die für die Mutation verantwortliche Matschmaschine ausgeschaltet werden. Und zwar gestern! Also begeben sich unsere Helden in eine Zeitreisemaschine. Leider stammt auch diese aus dem Hause Dr. Freds und ist nicht zuletzt durch den Einsatz eines falschen Diamanten funktionsunfähig. Und so kommt es wie es kommen muß: Hoagie landet in der Vergangenheit, Laverne in der Zukunft und Bernard bei Dr. Fred. Um die Welt zu retten, müssen unsere Helden nun gemeinsam in gewohnter Weise Rätsel lösen.
Gameplay:
DOTT ist eines der letzten Point&Click-Adventure mit Verbenleiste. Diese Verben (Gehe zu, Öffnen, Schließen, Rede mit, etc..) werden mit den entsprechenden Personen und/oder Gegenständen angeklickt und somit benutzt. DOTT ist somit komplett mit der Maus spielbar. Das Inventar ist übersichtlich und aufgeräumt. Neu ist, das die Protagonisten gewechselt werden können. Also schlüpft man abwechselnd in Bernards, Lavernes oder Hoagies Rolle.
Rätsel:
Die Rätsel sind komplett logisch, anspruchsvoll und nachvollziehbar. Mit fortlaufendem Spiel steigt deren Schwierigkeitsgrad. Dabei wird mit Witz und Klischees nicht gespart. Somit bleiben die Rätsel immer spannend und jeder Schritt in der Vergangenheit hat auch eine Auswirkung auf die Zukunft. Fällt also Hoagie einen Baum in der Vergangenheit verschwindet er in der Zukunft. Die Dichte der Rätsel ist gut ausbalanciert so dass keine Leerlaufzeiten entstehen. Wie damals üblich gibt es nur einen Lösungsweg.
Grafik:
Trotz "nur" VGA Grafik ist dieses Adventure im Comicstil ein echter Hingucker. Liebevoll animierte Personen und Locations in einer geradezu verspielten Detailtreue nehmen den Spieler von Anfang bis Ende in seinen Bann. Intro, Zwischensequenzen und Abspann (unbedingt bis zum Ende ansehen) werten das Spiel auf und sind nie störend.
Sound:
Sprachausgabe und Sound gab es nur auf der CD-Rom Ausgabe. Das SCUMM i-Muse Soundsystem sorgte für passende Stimmung. Die Effekte sind dem Comicstil des Adventures angepaßt und extrem witzig. Die deutschen Stimmen passen hervorragend zu den Charakteren der Figuren.
Locations:
Eigentlich ist es ja nur eine Location, das Tollhaus. Aber das halt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Jeweils mit dem Inventar dieser Epochen. Das Haus ist eingeteilt in 3 Etagen und Geheimlabor, vor dem Haus sind Parkplatz und Garten zu finden. Alle Räume des Hauses sind frei begehbar.