CSI – Crime Scene Investigation ist Jerry Bruckheimers neuester Geniestreich. Die Serie um ein Kriminologen-Team, welches mit modernsten wissenschaftlichen Methoden scheinbar unlösbare Mordfälle aufklärt. Das alles hinter der Kulisse des Spielerparadieses Las Vegas, gewürzt mit ein wenig Humor. Die Macher der überaus erfolgreichen und preisgekrönten Serie können sich auch hierzulande jeden Mittwochabend auf VOX über hohe Einschaltquoten freuen. Nun gibt es ein Spiel zur Serie, welches in moderner Adventure-Manier daherkommt. Ob dies an den Erfolg der Serie anknüpfen kann, erfahrt ihr in unserem Test.
Aller Anfang ist schwer
Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Praktikanten, welcher dem CSI-Team des Las Vegas Crime Labs zugeteilt wird. An der Seite der bereits aus der Serie bekannten Kollegen, gilt es nun fünf schwierige Fälle zu lösen. Und bereits der erste hat es in sich. Eine junge Frau wird in ihrem Hotelzimmer ermordet. Zusammen mit dem Leiter der CSI-Abteilung Gil Grissom geht es erst einmal zum Tatort, um eventuelle Spuren zu sichern. Der erste Fall dient ebenfalls als Tutorial, in dem euch ein Erzähler mit dem Spiel und dessen Steuerung vertraut macht. Das Inventar ist sehr einfach aufgebaut und bietet auch Anfängern einen leichten Einstieg. Ziel eines jeden Falles ist es, genügend Beweise gegen einen Verdächtigen zu sammeln, um diesen verhaften zu lassen. Auf dem Weg dorthin müssen jede Menge Indizien untersucht werden und auch Gespräche mit Zeugen oder Verdächtigen sind hier unausweichlich. Um den Überblick nicht zu verlieren, wird zu jeder befragten Person eine Akte mit allen wichtigen Informationen angelegt. Diese kann im Spielverlauf beliebig oft eingesehen werden, um dem möglichen Täter ein Motiv nachzuweisen.
Auf Spurensuche
Am Tatort müssen so viele Beweise wie möglich gesammelt werden. Dafür müsst ihr den Ort des Geschehens gründlich unter die Lupe nehmen, um keine Beweise zu übersehen. Natürlich wurden so gut wie alle kriminologischen Instrumente aus der Serie auch in das Spiel übernommen. Euer Inventar unterteilt sich dabei in Beweisaufnahme- und Untersuchungsinstrumente. Darin findet ihr zum Beispiel Klebeband, um Fasern aufzunehmen oder der obligatorische Pinsel zum Sichtbarmachen von Fingerabdrücken. Beweise, die der Spieler nicht selbst am Tatort auswerten kann, werden ins CSI-Labor gebracht. Dort stehen euch Mikroskop und Computer zur Verfügung, mit dem ihr zum Beispiel Fingerabdrücke vergleichen könnt. Natürlich hilft euch auch Greg Sanders bei der Beweisanalyse. Ihr könnt auch jederzeit eure Kollegen um Hilfe bitten, wenn ihr mit einem Beweisstück nicht weiterwisst. Im Leichenschauhaus treffen wir auf den Gerichtsmediziner Al Robbins, der uns mit Informationen zur Todeszeit und den Todesumständen versorgt. Im Büro der Mordkommission hilft uns Captain Brass bei den Nachforschungen. Bei ihm können auch Durchsuchungsbefehle und Verhöre beantragt werden. Habt ihr einen Fall erfolgreich beendet, werden eure Leistungen prozentual bewertet. Den höchsten Punktestand bekommt ihr, wenn ihr viele Indizien gesammelt habt und möglichst selten die Hilfe eurer Kollegen in Anspruch genommen habt. Für jeden gelösten Fall wird Bonusmaterial freigeschalten. Leider handelt es sich dabei nur um ein paar Artworks. Es besteht auch die Möglichkeit, jeden Fall noch einmal zu spielen, um eine höhere Punktewertung zu erlangen. Erreicht ihr in der Gesamtwertung eine 100%, gibt es noch einmal ein wenig Bonusmaterial. Leider handelt es sich dabei auch wieder nur um einige Fotos und Artworks.
Steuerung und Schwierigkeitsgrad
Die Steuerung ist sehr einfach und erfolgt nur mit der Maus. Untersucht ihr einen Tatort mit dem Cursor, verwandelt sich seine Farbe an wichtigen Stellen von blau in grün. Diese grünen Bereiche können dann näher untersucht werden. Am unteren Bildschirmrand befindet sich eine Symbolleiste, welche in Orte, Instrumente und Indizien unterteilt ist. Dort könnt ihr auswählen, welchen Ort ihr als nächstes besuchen wollt, mit welchen Instrumenten ihr eure Untersuchung durchführen möchtet oder ihr könnt euch die bisher gesammelten Indizien ansehen. Aktionen werden meist durch einen Linksklick ausgeführt, für detaillierte Information zu einem Gegenstand könnt ihr diesen einfach doppelklicken. Die fünf Fälle, die es zu lösen gilt, sind nicht sonderlich komplex und eigentlich einfach zu lösen. Lediglich die letzten beiden Kapitel, bringen noch einmal eine überraschende Wendung ins Spielgeschehen. Hier ist der Schwierigkeitsgrad dann auch ein wenig höher. Die Kollegen braucht man eigentlich nie um Rat zu fragen, da man viele Hinweise auch ohne Nachfrage erhält. Und mit nur fünf Fällen, ist das Spiel leider etwas zu kurz geraten.
Grafik und Sound
An den Schauplätzen des Spiels habt ihr eine adventure-typische Rundumsicht, in der ihr euch um 360 Grad drehen könnt. Die Grafik ist sehr gut gelungen und die Charaktere ähneln ihren Serien-Vorbildern sehr stark, was richtiges CSI-Feeling aufkommen lässt. Die Hintergründe an den Schauplätzen sind meist extrem detailliert. Auch die aus der Serie bekannten Videoanimationen zum Tathergang sind im Spiel zu finden. Die aufwendigen Videos können im Verlauf eines Falles freigeschalten werden. Die Sprachausgabe des Spiels ist leider auch in der deutschen Version komplett in Englisch mit deutschen Untertiteln. Jedoch wurden für die englische Synchronisation die Originalstimmen der Schauspieler benutzt. Die Qualität ist also dementsprechend hoch. Die Musik hält sich nur im Hintergrund und dient dazu, an einigen Stellen die Spannung zu erhöhen.