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TROPICO 3
 Test von Mario Zollitsch (24.09.2009) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Aufbauspiel Publisher:Kalypso Media
Termin:24. September 2009 Entwickler:Haemimont Games

Der dritte Teil der Serie Tropico lies lange auf sich warten, doch ein neuer Publisher und ein neues Entwicklerteam (Kalypso und Haemimont Games) lassen das Spiel in neuem Look wieder auferstehen. Ich hatte die Möglichkeit, das Aufbauspiel bereits vor dem offiziellen Release zu testen und die Reise in das Urlaubsparadies anzutreten. Ob Tropico 3 nur ein Kurztrip oder einen längeren Aufenthalt wert ist, erfahrt ihr in unserer Review.


Willkommen, Presidente!


Nachdem ich mich von der Anfangssequenz in Tropico 3 bereits in Urlaubsstimmung versetzt habe, schmiss ich mich sogleich ins Tutorial. In kurzen und einfachen Erklärungen wird man in das Spielsystem von Tropico 3 eingeführt. Als Präsident einer karibischen Insel verfolgt man verschiedene Ziele und kümmert sich um die staatlichen Herausforderungen. Die Ziele sind unterschiedlich - vom „im Amt bleiben“ bis hin zum Erreichen einer gewissen Exportrate. Um diese Aufgaben zu erfüllen, muss man den Staat leiten, Gesetze erlassen oder wieder aufheben, die Bedürfnisse der Bürger befriedigen, Kontakte zur UdSSR oder den USA pflegen und natürlich die Stadt Tropico aufbauen. Dabei steht vor allem im Vordergrund, dass genügend Nahrung und Exportgüter produziert werden. Ein umfangreiches Aufgabenfeld erwartet euch, doch bereits nach kurzer Eingewöhnungsphase hat man den Dreh raus und weiß ungefähr, welche Aktionen welche Reaktionen nach sich ziehen.


Die Macht geht vom Volk aus…

Die politische Lage in Tropico 3 ist folgende: Irgendwann zwischen 1950 und heute werdet ihr zum Präsidenten einer kleinen Insel ernannt. Ob nun gewählt oder durch Revolution, liegt an der Lebensgeschichte des eigenen Avatars. Die Bürger in Tropico gehören verschiedenen Fraktionen an: Kommunisten, Kapitalisten, Religiöse, Militaristen, Nationalisten… um nur einige zu nennen. Wichtig ist nun, ein möglichst breites Spektrum der Bevölkerung durch Versprechen und Handlungen zufrieden zu stellen. Das Volk fordert irgendwann neue Wahlen - und diese gewinnt man nur, wenn die Mehrheit der Bürger zufrieden mit der ausgeübten Politik ist - oder natürlich auch durch Wahlbetrug. Eine gute Beziehung zur UdSSR beispielsweise senkt euer Ansehen bei den Kapitalisten, dagegen steigt es bei der kommunistischen Fraktion eurer Insel.

Wahlen sind in Tropico 3 allerdings kein Muss - man kann selbst entscheiden, ob selbige stattfinden sollen. Wenn man sich dagegen wehrt, kann es aber zu Aufständen und einer Rebellenbewegung kommen, die versucht, euch aus dem Amt zu vertreiben. Dies kann dann nur noch mit Militärgewalt unter Kontrolle gebracht werden, was jedoch eurem Ansehen nicht dienlich sein wird. So bleibt euch im Groben also die Wahl zwischen einem demokratischen, geliebten Staatsoberhaupt oder einem Diktator, der mit militärischer Macht seine Stellung sichert. Ihr müsst euch allerdings nicht auf eines dieser Extreme festlegen - ihr könnt genauso gut ein regelmäßig vom Volk gewählter Präsident sein, der dennoch durch militärische Macht unliebsame Stimmen zum Schweigen bringt.

Alle Fraktionen, egal ob Kommunisten oder Kapitalisten, haben allerdings Grundbedürfnisse, welche es zu befriedigen gibt. Da wären z.B. das Verlangen nach Nahrung, nach einer anständigen Wohnung, einem Arbeitsplatz und medizinischer Versorgung. Religiöse Bürger legen dabei noch mehr Wert auf kirchliche Einrichtungen, wie zum Beispiel eine Kathedrale. Bevor man sich allerdings um fraktionsbezogene Bedürfnisse kümmert, sollte man die Grundbedürfnisse aller Bürger sicherstellen. Es ist für euer Ansehen nämlich nicht zuträglich, wenn ihr etliche Kirchen, Kathedralen und Hochschulen baut, aber die Bevölkerung langsam dem Hungertod entgegentritt.

Durch diverse Ranchen und Farmen, die zum Beispiel Lamas, Bananen, Mais, Tabak, Zuckerrüben oder Papajas produzieren, sichert ihr in Tropico 3 die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln. Über den Bau von Märkten bringt ihr diese ans Volk, das entweder in kleinen Hütten oder in von euch errichteten Wohnblöcken haust. Wie viel Geld die Bürger zum Ausgeben haben, bestimmt ebenfalls ihr selbst. Ihr könnt für jeden Beruf das Gehalt festlegen - doch aufgepasst, denn zu große Einkommensunterschiede kommen beim Bürger nicht gut an, und auch unterbezahlte Jobs werden nicht gerne ausgeführt.

Weiterhin dürft ihr die Stimmung eurer Bürger in Tropico 3 nicht nur durch verschiedene Bauten beeinflussen, sondern auch durch Erlässe und Gesetze. Beispielsweise könnt ihr eine Prohibition verhängen oder eine soziale Absicherung für Studenten und Rentner einführen. Es liegt ganz an euch. Daneben gibt es noch die Möglichkeit, in Wahlreden oder dogmatischen Ansprachen vom Balkon eures Palastes aus die Bürger für euch zu gewinnen. Hier könnt ihr Wahlversprechen geben oder strittige Punkte ansprechen. Doch auch hier sei gesagt: Das Volk erinnert sich an Wahlversprechen, daher solltet ihr nur etwas versprechen, das ihr auch halten könnt (An diesen Punkt sollten sich vielleicht auch Realpolitiker hin und wieder erinnern ;-) ).


Vitamin B

Ebenfalls Einfluss auf eure Finanzen und euren Handel nehmen die beiden Supermächte, die UdSSR im Osten, und der kapitalistische Westen als USA. Je besser die Beziehung zu den einzelnen Parteien ist, desto mehr Zuwendungen erhält man ihnen. Die Unterstützung drückt sich in finanziellen Spritzen oder gar in Unterstützung im Krieg gegen ein anderes Land aus.

Je nachdem, ob ihr in Tropico 3 eher kommunistisch und hart durchgreift, oder doch eher den freien, demokratischen Herrscher spielt, werdet ihr von der jeweiligen Fraktion Unterstützung bekommen. Auch in Reden kann man eine Supermacht besonders loben und ihnen Dank sagen. Ebenso lässt sich die Botschaft auf „pro USA“ oder „pro UdSSR“ stellen. Wer keine der beiden Fraktionen bevorzugt, kann natürlich auch neutral verbleiben und von beiden Seiten Zugeständnisse erhalten, da sie sich um die Gunst Tropicos streiten werden.


Geld, Geld, Geld

Das eigentliche Ziel in Tropico 3 ist natürlich das Erbauen einer Stadt, die wirtschaftlich einiges her macht. Ob nun als Touristenzentrum oder als Exportmeister – Hauptsache, das Kleingeld stimmt. Ganz nebenbei lädt man ein paar Dollar auf das eigene Schweizer Bankkonto, welches schließlich die eigene Altersversorgung darstellt.

Wenn das Volk erst einmal auf der Seite des Präsidenten ist, kann man sich getrost um Wichtigeres kümmern. Hierunter fällt der Ausbau der Industrie oder der ersten Hotels und Flughäfen. Tabakplantagen beispielsweise bringen zwar einen angemessenen Gewinn, allerdings erhöht sich dieser natürlich beträchtlich, wenn der Tabak sofort auf der Insel zu Zigarren verarbeitet wird. Ebenso verfährt man mit Holz zu Möbeln, Zuckerrohr zu Schnaps und so weiter. Der Ausbau der Industrie bedeutet außerdem mehr Arbeitsplätze für die Bürger und natürlich mehr Geld für den Staat und El Presidente.

Ebenso kann man den Fokus auf den Tourismus legen. Je mehr man anzubieten hat, desto beliebter wird die Insel bei den Inselbesuchern. Durch Arbeitsplätze und angemessene Steuern lassen sich zwar Einwanderer gewinnen, doch die bringen in erster Linie kein Geld mit. Die wahren Geldbringer in Tropico 3 sind die Touristen. Und diese lassen sich nur durch Nachtclubs, Sportanlagen, Flughäfen und teure Hotels zum Besuch überreden. Und natürlich die nötige Werbung. Niemand verbringt seine freie Zeit in einem reinen Industriestaat, der außer ein paar Arbeitern und viel Industrierauch nichts zu bieten hat. Alleine durch schöne Landschaften und nette Meerlage, von denen Tropico 3 wirklich mehr als genug zu bieten hat, lassen sich die Touris leider nicht überzeugen.

Ob nun im Sandkastenmodus oder in der Kampagne, das Ziel in Tropico 3 bleibt in erster Linie das Erwirtschaften von Geld. Allerdings erhält man in der Kampagne auch andere Ziele, welche in einer vorgegebenen Amtszeit zu erledigen sind. Beispielsweise besteht ein Ziel alleine darin, 20 Jahre an der Macht zu bleiben. Dies hört sich einfacher an, als es ist, denn soziale und wirtschaftliche Probleme bringen Rebellengruppen zu Tage, die nichts lieber wollen, als euch aus eurer Machtposition zu verbannen. Hier ist also Geschick und Machterhalt gefragt. Besteht das Ziel hingegen darin, hohe Exportzahlen zu erreichen, schadet es sicherlich nicht, sich etwas kapitalistisch anzulehnen und eine gute Beziehung zu den USA aufzubauen, um dorthin exportieren zu können und gute Preise zu erhalten. Auch Unterstützung von einzelnen Firmen bringt Vorteile, beispielsweise könnt ihr kostenlos Gebäude errichten. Dafür verlangen die Firmen natürlich auch gewisse Gegenleistungen… hier ist also euer Gewissen gefragt.

Selbst wenn das Ziel einer Kampagne erreicht ist, könnt ihr noch frei weiterspielen und euer Inselparadies weiter ausbauen… solange ihr wollt und ganz ohne bestimmten Zielvorgaben. Quasi ein Endlosspiel, das aber ebenso viel Spaß macht wie das Missionsspiel. Außerdem steckt man nicht so viel Arbeit in eine Stadt, um sie dann sogleich wieder aufzugeben. Man möchte doch die Lorbeeren seiner Arbeit sehen.


Urlaubsfeeling

Tropico 3 ist nahezu Urlaub vom Alltag. Abends ein wenig im Paradies Herrscher gespielt, und man fühlt sich schon wieder ein bisschen ausgeruhter. Und dies ist nicht nur der simplen Steuerung über die Maus zu verdanken. Über wenige Klicks erreicht ihr alle wichtigen Menüs und könnte nach Herzenslust regieren und bauen. Die grafische Leistung kann sich auch sehen lassen - die Karibik wird wunderschön auf den Bildschirm projiziert. Der Detaillreichtum des Spiels ist grandios und bei der Grafikeinstellung „Ultra“ wird es noch besser: schicke Wassereffekte, jeder Baum trägt Blätter, die im Wind wehen, Schatteneffekte und wuselnde Bewohner.

Der Sound in Tropico 3 begeistert ebenfalls. Freundliche Karibikmusik begleitet das Spiel und vermittelt den Rest vom Strand- und Inselfeeling. Unterbrochen wird diese musikalische Untermalung lediglich von einem Radiomoderator, der das Regieren des Präsidenten kommentiert und die Stimmung des Volkes wiedergibt. In freundlichem Akzent teilt er wichtige Informationen mit, die man auch berücksichtigen sollte, um die Bewohner auf der eigenen Seite zu behalten. Also auch hier haben die Entwickler sehr gute Arbeit geleistet und schießen euch damit direkt in die Karibik.





Tropico 3 begeistert nicht nur durch das vermittelte Urlaubs-Feeling mithilfe von schöner Grafik und stimmungsvoller Musik, sondern stellt auch spielerische Ansprüche an euch. Manchmal fällt es schwer, den Überblick über alle Aktivitäten und Bedürfnisse der Bürger zu behalten und nebenbei auch noch die Finanzen zu kontrollieren. Allerdings spornt genau dieser Aspekt dazu an, einen guten Diktator (oder auch Präsidenten) abzugeben. Fast jede Entscheidung bringt Konsequenzen. Dies spornt an und macht Spaß. Ob nun in der Kampagne oder im Sandkastenmodus als Fast-Gott: Tropico ist ein sehr gutes Aufbau-Spiel, das locker in die Fußstapfen der Vorgänger treten kann.
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Pro:
sehr schöne Spielwelt
gute musikalische Untermalung
witzige Zielsetzungen
viel Freiraum beim Regieren
gute Einführung ins Spiel

Contra:
Missionen zum Teil sehr einfach
wenig Abwechslung im Spielprinzip


Offizielle Website:
 Tropico 3

Weitere Links:
 Teaser Trailer
 Tropico 3 Demo



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