Gaming-Mäuse gibt es fast wie Sand am Meer. Das Angebot ist riesig und teilweise weiß man gar nicht, zu welchem Hersteller und welcher Maus man denn nun greifen soll. Eine andere Frage ist natürlich immer, wie viel Geld man denn ausgeben möchte. Mit der Kone Laser Gaming Maus bringt die Firma Roccat ein Gerät auf dem Markt, welches mit ca. 50-60 Euro ordentlich zu Buche schlägt - für eine PC-Maus zumindest. Doch lohnt sich der hohe Preis? Diese Fragen beantworten wir euch in unserem Test.
Das ist drin!
Die
Kone Gaming Maus kommt in einer schicken, schwarzen Klappbox daher. Neben dem eigentlichen Gerät ist auch noch ein wenig Zubehör enthalten. Zum einen eine Bedienungsanleitung, welche allerdings sehr mager ist. Zwar ist selbige multilingual und eben auch in Deutsch vorhanden, was ja heutzutage bei Hardware-Produkten nicht immer selbstverständlich ist, allerdings wird wirklich nur das nötigste auf jeweils einer Seite für jede Sprache erklärt. Mehr ist im Grunde aber auch gar nicht notwendig.
Desweiteren liegt der
Roccat Kone Laser Gaming Maus eine ID-Karte mit einem Zahlencode bei, mit dem ihr euch auf der offiziellen Roccat-Webseite registrieren könnt. Die Anmeldung ist kostenlos und eröffnet euch den Weg zu Gewinnspielen oder auch Rabatten für Spieleserver. Viel wichtiger ist aber wohl die Treiber-CD. Leider handelt es sich dabei, wie so oft, um eine Mini-CD. Besitzer eines Slot-In-Laufwerks haben also das Nachsehen und müssen sich die Software extra herunterladen. Mehr zum Treiber lest ihr weiter unten. Zudem erhaltet ihr beim Kauf auch noch vier Clip-In-Gewichte (5, 10, 15 und 20 Gramm), welche ihr in die Maus einsetzen könnt, um so das Gewicht des eher leichten Geräts zu erhöhen.
Feine Maus
Doch kommen wir nun zur Maus selbst, welche optisch wirklich einiges hermacht. Das Gehäuse ist grundlegend komplett in Schwarz gehalten, allerdings wird es durch Leuchtdioden aufgepeppt. Das Schöne dabei ist, dass ihr die Farbe dabei frei einstellen könnt. Dank fünf unterschiedlichen Lichtern könnt ihr ebensoviele verschiedene Farben einstellen, wenn ihr es etwas bunter mögt. Sehr cool! Auch die Ergonomie ist fanastisch, allerdings wurde die Maus nur für Rechtshänder konzipiert.
Doch wie sieht es mit der Verarbeitung aus? Auch die ist Roccat grandios gelungen, bis auf zwei Außnahmen. Alles wirkt sehr hochwertig und stabil, allerdings benötigt es relativ viel Kraft, um das Mausrad herunterzudrücken. Zudem wurden die Vor- und Zurück-Tasten beide an der linken Seite angebracht, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Jedoch sind beide ein bisschen zu sehr nach hinten gerückt, weshalb beim Drücken der Back-Taste der Daumen schon relativ stark gekrümmt werden muss. Das hätte man besser machen können. Dafür überzeugt wiederrum die Gleitfähigkeit der Maus, auch ohne Mauspad.
Viel freie Hand
Das absolute Highlight an der
Kone Laser Gaming Maus sind die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten. So könnt ihr das Gerät genau an eure Vorlieben anpassen. Die Möglichkeiten, bei der Lichterfarbe und dem Gewicht hatten wir ja bereits erwähnt, aber damit hat es sich noch lange nicht. So könnt ihr natürlich erst einmal die Sensitivität und die Scrollgeschwindigkeit des Mausrads einstellen. Die acht Tasten lassen sich mehr oder weniger frei konfigurieren. Dass heißt: Jeder Taste könnt ihr einen von 17 Eingabebefehlen zuweisen. Standardmäßig sind linke und rechte Maustaste, die Mittlere und die beiden Vor- und Zurück-Knöpfe mit ihren typischen Befehlen belegt. Dazu kommen noch die drei weitere Tasten in der Mitte der Maus. Die beiden Buttons unterhalb des Mausrads dienen dazu, die DPI-Auflösung zu verringern oder zu erhöhen, die oberhalb dient quasi als zweite Windows-Taste. Aber wie gesagt: Gefällt euch diese Konfiguration nicht, könnt ihr sie auch komplett ändern. Zudem dürft ihr eigene Makros erstellen und diese den Tasten zuweisen. Sogar die Geschwindigkeit des Klickens kann justiert werden, wenn man einen Doppelklick ausführen will.
Fans einer hohen DPI-Auflösung werden beider Maus von Roccat voll auf ihre Kosten kommen. Ihr könnt wählen, ob ihr mit 800, 1200, 1600, 2000, 2400 oder gar 3200 DPI arbeiten bzw. spielen wollt. Für Gamer ist das natürlich ein wichtiger Aspekt, besonders für Freunde schneller Shooter-Action wie
Unreal Tournament. Und dank der beiden Tasten unterhalb des Mausrads, könnt ihr die Auflösung sogar während des Zockens jederzeit auf Knopfdruck ändern. Sehr praktisch!
Groß geworben wurde bei der
Roccat Kine Laser Gaming Maus vor allem mit der sogenannten "Tracking Control Unit", kurz TCU. Diese moderne Technik soll es ermöglichen, auf jedem Untergrund eine flüssige Cursor-Bewegung erzeugen zu können, ohne das der Lasersensor Probleme macht. Doch wie funktioniert das Ganze? Eine kleine Kamera ander Unterseite der Maus scannt die Fläche, auf der die Maus liegt, sodass die Treibersoftware genau berechnen kann, wie der Sensor eingestellt werden muss, damit die Abtastung möglichst reibunglos verläuft. Habt ihr den Treiber nicht installiert, müsst ihr mit einem Mittelwert auskommen, der aber für normale Gamer vollkommen ausreichend ist. Professionelle E-Sportler sollten sich das Programm aber definitiv installieren und die TCU kalibrieren lassen, um das beste Ergebnis zu erzielen. Funktionieren tut diese Technik in jedem Fall, sodass man hier von mehr als nur reiner Spielerei reden kann.
Auch ein sehr schönes Feature der
Roccat Kone Laser Gaming Maus: Eure gesamten Einstellungen könnt ihr als eines von fünf Profilen auf dem integrierten 128-KB-Speicher sichern. Wenn ihr also eure Maus mal an einen anderen PC anschließt, könnt ihr somit trotzdem eure Profile nutzen, ohne den Treiber zu installieren. Auf eurem Rechner dürft ihr aber natürlich auch noch weitere Profile abspeichern. Allerdings hatten wir im Test das Problem, dass wir den Treiber installieren mussten, um die Maus nutzen zu können. Ohne die Software war auf unserem Bildschirm kein Cursor zu sehen. Das muss allerdings kein generelles Problem sein, sondern kann auch an dem verwendeten Rechner liegen.
Der Treiber an sich ist aber in jedem Fall ein lohnenswertes Programm, da man eben nur hiermit sämtliche Einstellungen vornehmen kann. Zudem ist er sehr übersichtlich und leicht zu bedienen. Einziges Manko: Die Software steht nur in Englisch zur Verfügung, eine deutsche Version gibt es nicht.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
