Vor ungefähr neun Jahren begann die weltweite Erfolgsgeschichte der PC-Spiele-Serie Die Sims. Die Lebenssimulation aus dem Hause Maxis konnte seither mehr als 100 Millionen verkaufte Einheiten verbuchen. Nun steht der von den Fans heiß erwartete dritte Teil in den Händlerregalen. Was das Entwicklerteam um Sims-Schöpfer Will Wright sich hat einfallen lassen, um den großen Erwartungen gerecht zu werden, erfahrt ihr in unserem Test.
Das Spielprinzip einer Lebenssimulation
Sims!? Was ist das überhaupt, um was geht es da? Kann ich das essen…? Nein, das mit dem essen wird wohl etwas schwer, das Wort Sims steht im eigentlichen Sinne für eine an die Realität angelehnte Simulation der menschlichen Figuren im Spiel. Das bedeutet kurz gesagt, dass ihr eine oder mehrere virtuelle Vertreter in einer virtuellen Welt durch das komplette Leben bis hin zum Tode führt. Dabei gilt es, die täglichen Bedürfnisse - ähnlich wie bei uns Menschen - zu befriedigen, solche können beispielsweise Essen, Schlafen, Spaß oder Hygiene sein. Um das zu erreichen, gibt es verschiedene Interaktionsmöglichkeiten mit Einrichtungsgegenständen wie dem Kühlschrank um essen zuzubereiten, der Dusche, um die Hygiene aufrecht zu halten oder dem Bett, um seine Energie zu regenerieren. Das geht Tag ein Tag aus, um der Langeweile entgegen zu wirken, könnt ihr euch einen Job suchen, euch mit anderen computergesteuerten Sims anfreunden oder in der Stadt etwas herumzubummeln. Habt ihr einen Sim fürs Leben gefunden, könnt ihr heiraten und Kinder bekommen, sodass das Spiel keine Ende findet. Mit der Zeit durchlebt ihr zudem die Höhen und Tiefen eines realen Lebens.
Erstellt euch einen einzigartigen Sim!
Bevor ihr euch dem virtuellen Alltag im Spiel stellen könnt, gilt es erst einmal, einen eigenen Sim zu erstellen oder sich einen der unzähligen, vorgefertigten Avatare auszusuchen. Entscheidet ihr euch für die Erstellung, bleiben kaum Wünsche offen. Ihr könnt euren Sim von Kopf bis zum Fuß vollständig anpassen und gestalten. Das fängt mit dem eigentlichen Aussehen an, geht über die Kleidung und endet mit den neuen Einstellmöglichkeiten für die Persönlichkeit.
Doch lasst uns einen genaueren Blick auf den Editor werfen. Zu Beginn stellt ihr einige grundlegende Informationen und Eigenschaften der Figur, wie Vor- und Nachname, Geschlecht, Hautfarbe, Alter und den Körperbau inklusive der Muskelgröße, ein. Was leider bisher immer noch fehlt, ist die eigentliche Körpergröße des Sims. Danach klickt ihr euch die äußere Erscheinung eures Protagonisten in der Simwelt zusammen: große oder kleine Ohren, lange oder kurze Nase, dicke oder dünne Lippen, Sommersprossen oder Schönheitsflecke - der Editor weist wie aus früheren Teilen bekannt, eine Menge an verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten auf. Was besonders bei weiblichen Zockerinnen nicht fehlen darf, ist das Makeup-Tool. Vom Lidschatten über Eyeliner, bis hin zum Rouge ist hier alles vertreten. Entweder wählt ihr ein kleines Vorschaubild mit der entsprechenden Änderung aus oder passt die gewünschte Partie per Schieberegler an. Nach dem eigentlichen Aussehen folgt die Kleidung. Einzustellen sind Alltags-, Sport-, Bade- und Abendmode, sowie Schlafanzüge. Entweder stellt ihr euch euer Outfit, bestehend aus Oberteil, Hose und Schuhe, selbst zusammen oder wählt eines der schon vorhandenen aus. Neustes Feature: Die Kleidung lässt sich nun farblich einstellen, was entweder per Farbpalette oder einem Farbspektrum erfolgt. Neu ist auch, dass ihr die Kleidung mit verschiedenen Mustern nach eurem Geschmack gestalten könnt. Als Letztes legt ihr noch Persönlichkeitsmerkmale wie Willen, Vorlieben, Wünsche und Gefühle fest und beeinflusst damit das Wesen eures Sims. Aus über 60 verschiedenen Eigenschaften, welche jeweils in vier Kategorien (Geistig, Physisch, Sozial, Lebensstil) gegliedert sind, müsst ihr euch für gerade Mal fünf entscheiden. Manche dieser Eigenschaften ermöglichen euch ganz spezielle Interaktionen mit Gegenständen, vergebt ihr bspw. die Computerfreak-Eigenschaft, könnt ihr euch zusätzlich Geld durchs „Hacken“ verdienen.
Die neue Stadt Sunset Valley
Die auffälligste Neuerung von
Die Sims 3 ist, dass sich das Spielgeschehen hauptsächlich nur noch in einer großen Stadt abspielt, liebevoll Sunset Valley genannt. Doch wer glaubt, dass dadurch schnell Langeweile aufkommt, der hat sich getäuscht. Zum einen gibt es wieder eine Menge verschiedene Gemeinschaftszentren wie Parks, einen Strand, Angelplätze oder Restaurants und zum anderen könnt ihr nun auch die Arbeitsplätze der jeweiligen Berufe anpeilen. In diesen bewerbt ihr euch entweder um eine richtige Anstellung, schreibt euch für einen Minijob ein oder nehmt an kostenpflichtigen Kursen teil, um eure Fähigkeiten zu verbessern. Das Beste an der neuen Stadt ist der Verzicht auf Ladezeiten sowie das dynamische Konzept dahinter. Das heißt, die anderen Bewohner entwickeln sich weiter, ziehen in andere Gebäude, bekommen Kinder oder sterben im Verlauf der Geschichte.
Kaufen, Bauen, Gestalten…
Ist die Sim-Familie erstellt oder ausgewählt, könnt ihr euch ein Heim je nach Budget in der Stadt aussuchen. Entspricht ein schon bestehendes Haus euren Wünschen, müsst ihr euch entscheiden, ob ihr dieses möbliert oder unmöbliert kaufen möchtet. Ein möbliertes Heim besitzt den Vorteil, dass ihr euch sofort breit machen könnt und so kein Geld mehr für Inventargegenstände ausgeben müsst. Ein unmöbliertes Zuhause enthält dagegen nur die grundlegendste Einrichtung wie Küche und Bad, ist aber um einiges billiger.
Wer lieber sein Haus von Grund auf selbst bauen möchte, dem steht die Möglichkeit frei, sich ein Grundstück zu kaufen, um darauf seine künstlerische Freiheit auszuleben. Der Bau-Modus lässt dabei keine Wünsche offen und bietet grundlegende Tools, um euer Zuhause samt Umgebung zu erstellen und zu gestalten. Wände, Böden, Tapeten und Grünpflanzen (Bäume, Sträucher, Blumen) können individuell angepasst werden. Nachdem das Grundgerüst für euer Haus steht, gilt es dieses mit Möbeln einzurichten, was über den so genannten Kauf-Modus erfolgt. Größte Veränderung zum Vorgänger ist die Tatsache, dass ihr gesuchte Objekte durch die neue, grafische Anordnung nun einfacher und schneller findet.
Jobs und Fähigkeiten
Eine ebenfalls große Bedeutung in
Die Sims 3 haben die zehn erlernbaren Fähigkeiten wie Athletik, Kochen oder Mechanik. Je höher ihr im jeweiligen Fähigkeitslevel seid, umso besser und schneller werden die dazugehörigen Aufgaben und Aktivitäten gemeistert. Ihr könnt diese Fähigkeiten entweder durch entsprechende Objekte oder durch Teilnahme an Lehrveranstaltungen in der Stadt verbessern. In eurem Fähigkeitstagebuch informiert ihr euch über den derzeitigen Stand der bisher erlernten Fähigkeiten und lest nach, welche Herausforderungen ihr bestehen müsst, um spezielle Eigenschaften freizuschalten. Bei der Fähigkeit Mechanik müsst ihr zum Beispiel fünf Sanitärobjekte reparieren, um den Titel des Klempners zu erhalten. Mit diesem Titel wird kein Objekt in eurer Umgebung mehr zu Bruch gehen. Aber auch im Job sind bestimmte Fähigkeiten von Nöten um an die Spitze der Karriereleiter zu klettern.
Die Anforderungen an eure Hardware
Desktop PC mit XP (SP2)
* Prozessor: Pentium IV 2,0 GHz / Athlon XP 2000+
* Arbeitsspeicher: 1 GB RAM
* Grafikkarte: GeForce FX 5900 / Radeon 9500
* Arbeitsspeicher der Grafikkarte: 128 MB RAM
Desktop PC mit Vista (SP1)
* Prozessor: Pentium IV 2,4 GHz / Athlon XP 2400+
* Arbeitsspeicher: 1,5 GB RAM
* Grafikkarte: GeForce FX 5900 / Radeon 9500
* Arbeitsspeicher der Grafikkarte: 128 MB RAM
Laptop mit XP (SP2)
* Prozessor: Pentium IV 2,4 GHz / Athlon XP 2400+
* Arbeitsspeicher: 1,5 GB RAM
* Grafikkarte: GeForce Go 6200 / Radeon mobile 9600
* Arbeitsspeicher der Grafikkarte: 128 MB RAM
Laptop mit Vista (SP1)
* Prozessor: Pentium IV 2,4 GHz / Athlon XP 2400+
* Arbeitsspeicher: 2 GB RAM
* Grafikkarte: GeForce Go 6200 / Radeon mobile 9600
* Arbeitsspeicher der Grafikkarte: 128 MB RAM
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards: