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VERTIGO
 Test von Thilo Niepel (27.04.2009) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Geschicklichkeit Publisher:dtp Entertainment AG
Termin:03. April 2009 Entwickler:Icon Games Entertainment

Im Budget-Geschicklichkeitsspiel "Vertigo" (lat. Umdrehung) seid ihr Piloten sog. Xorbs - Kugel-Rennmaschinen der Zukunft - mit denen ihr auf mehr als 50 Parcours auf neun unterschiedlichen Planeten antretet. Dabei sind vor allem ein ruhiges Händchen und Ausdauer gefragt, denn die meisten der in luftigen Höhen situierten Strecken sind äußerst diffizil konstruiert und stellen hohe Ansprüche an den Spieler. Hinter dem Gekugel steckt das relativ unbekannte, kleine Entwicklerteam von Icon Games, das sich bisher überwiegend mit iPhone- und WiiWare-Titeln sein Brot verdient hat. Wenn ihr wissen wollt, ob es bei "Vertigo" für mehr als ein Brötchen reichen wird und ob sich allein die Kugel oder mir auch der Magen umgedreht hat, müsst ihr weiterlesen.


Das habt ihr davon!

"Vertigo" versetzt euch in die ferne Zukunft, in der Menschen in aufgemotzten Hochgeschwindigkeitskugeln, sog. Xorbs, auf fernen Planeten die halsbrecherischsten Parcours bewältigen müssen. Die Piloten sollten dabei möglichst schwindelfrei sein, denn in der Regel balanciert ihr eure "Rennkugeln" weit über dem Meeresspiegel über schmale Bauelemente - und nur selten geht es dabei wirklich rasant zur Sache. Viel zu sehr ist man damit beschäftigt, die Kugel auf Kurs zu halten, was selbst bei scheinbar einfachen Streckenabschnitten zu einem wahren Krampf ausarten kann mit unzähligen Abstürzen in die Tiefe. Im Karrieremodus sammelt ihr Tuning-Punkte für euren Xorb, mit denen ihr verschiedene Eigenschaften verbessern könnt. Außerdem könnt ihr, indem ihr Specials auf den Kursen einsammelt, z. B. neue Texturen für die Kugelmaniküre freischalten.

Das Spiel enthält drei rennspieltypische Einzelspieler-Modi (Arcade, Karriere, Training) sowie das Xorb-Bowling, wobei euer Gefährt mal eben zur Bowlingkugel umfunktioniert wird. Dieser Modus kann auch abwechselnd mit bis zu vier Spielern bestritten werden. Im Karrieremodus schaltet ihr mit eurem Spielfortschritt weitere Strecken frei, auf die ihr dann im Trainingsmodus jederzeit wieder zugreifen und so eure Fertigkeiten auf ihnen verbessern könnt. Zudem gibt es mit Xorb-Ball und Xorb-Kampf zwei Mehrspieler-Splitscreen-Modi, bei denen ihr euch miteinander in speziellen Kampfarenen messt. Xorb-Ball ist eine Art Fußballspiel mit Waffen, während Xorb-Kampf einem klassischen Deathmatch gleicht, bei dem ihr Waffen aufsammeln und eure Kugeln gegenseitig zerstören müsst. Insgesamt enthält das Spiel 54 auf neun Welten verteilte Levels mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.


Vertigo macht fertigo!

So viel zum Programm. Und das ganze Paket gibt es bereits für rund 15,- EUR in jedem (gut) sortierten Fachhandel. Klingt interessant? Ich sage euch, die Seifenblase platzt nach den ersten gerollten Metern. Sich selbst als Rennen ausgebend, kann das Spiel nur als kompletter Verlierer desselben bezeichnet werden. Die Steuerung der Xorbs ist für ein Renn- oder treffender Geschicklichkeitsspiel eine einzige Zumutung und es fiel mir mitunter schwer die Façon für einen möglichst objektiven Test zu wahren, wenn man zunächst den Abgrund öfter sieht als die eigentliche Strecke. Während ihr euren Controller gleich vergessen könnt, stellt sich die Maus- und Tastatursteuerung als unpräzise, undurchdacht und schier ungeeignet heraus. Die Maus muss ständig nach vorn bewegt werden, damit die Kugel ihre Fahrt beibehält, wobei schnell das Ende des Mauspads erreicht ist und unkomfortable Armhaltungen eingenommen werden müssen. Daneben sind ruckartige bzw. allgemein schnelle Mausbewegungen zu vermeiden, da ihr sonst fixer im Abgrund landet, als die Entwickler wahrscheinlich dieses Spiel zusammengebastelt haben. Sensibilitätseinstellungen geschweige denn überhaupt irgendwelche Konfigurationsmöglichkeiten für die Steuerung sind schlichtweg nicht vorhanden. Die Kontrolle per Tastatur ist über den Großteil des Spiels vorzuziehen, auch wenn sie natürlich aufgrund der nur vier Richtungstasten äußerst grobmotorisch ausfällt, sodass die Maus für gewisse Passagen doch wieder herhalten muss. Notgedrungen bedeutet das für den Spieler, die Kugel langsam und geduldig über die Strecke zu manövrieren – mit einem Rennspiel hat das dann aber wirklich nichts mehr zu tun.

Als ob die missratene Steuerung den Schwierigkeitsgrad nicht bereits exorbitant in die Höhe treiben würde, sind viele Parcours an sich unausgegoren und unfair designt. Mögen die ersten zwei bis drei Levels noch leicht machbar sein, folgt ihnen ein nicht nachvollziehbarer, abrupter Anstieg im Schwierigkeitsgrad, der ein Frusterlebnis auf das nächste folgen lässt: Sprungweite und sichere Kurvengeschwindigkeit sind kaum abschätzbar, Checkpoints werden regelmäßig verpasst, die Kurse sind teilweise so verworren, dass man nicht weiß, wo die richtige Strecke weiterverläuft. Im Arcademodus, in dem man unter Zeitdruck spielt, ist das besonders ärgerlich. Dazu sind die drei Leben einfach ein Witz, da insbesondere zu Beginn das unfreiwillige Verlassen der Strecke ein Dauerzustand sein wird.


Sieht's denn vielleicht gut aus?

Negativ. Grafisch wirkt das Spiel wie aus dem letzten Jahrhundert. Außer einem dick aufgetragenen Lens-Flare-Effekt auf einigen Strecken, der im eigentlichen und übertragenen Wortsinn nichts weiter als ein Blender ist, gibt es rein gar nichts, was optisch positiv heraussticht. Sicher, einzelne Umgebungen (z.B. eine mit einem japanischen Touch) könnte man vielleicht als "hübsch" bezeichnen, aber auch nur weil sie eine moderate Abwechslung vom langweiligen und willkürlichen Texturmosaik des Großteils der Strecken darstellen. Dazu gesellen sich peinliche Ruckler, wenn der Bildschirm mal etwas ausgefüllter erscheint. Wenigstens bezüglich der Musik kann ich etwas Positives – oder eher Neutrales – feststellen: Sie stört nicht. Bei ähnlichen Titeln, bei denen es sich mit den übrigen Aspekten besser verhält, entspricht der Musikuntermalung oft ein nerviges, monotones Gedudel. Bei "Vertigo" sind die Trance-Stücke durchaus aushaltbar und haben gar einen beruhigend suggestiven Effekt, wenn die Kugel zum 20. Mal an ein und derselben Stelle über die Bande in die verfluchten Untiefen gefallen ist und man am liebsten seine Tastatur verprügeln würde, die ja nun am allerwenigsten für diesen spielmechanischen Pfusch kann.





Vertigo ist ein Schwindel bzw. mit Schweißausbrüchen, Übelkeit u. a. objektiven Symptomen verbundener Zustand, der besonders durch Gleichgewichtsstörungen charakterisiert wird (Duden Fremdwörterbuch). - Der Name scheint mir eine offensichtliche Warnung der Herausgeber zu sein – zu dumm nur, dass dem Durchschnittsspieler ausreichende Latein- bzw. medizinische Kentnisse abgehen dürfte, als dass er diese Botschaft entschlüsseln könnte. Im Klartext: Dieser Titel ist spielerisch wie technisch vollkommen misslungen. Wer ein Spiel für Zwischendurch sucht und nicht konstant frustriert werden möchte, ist etwa mit "Luxor" um Welten besser beraten.
22%
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Pro:
design- und tunebare Xorbs
Preis
betäubende Musikuntermalung
schnell zu beenden mit Alt+F4

Contra:
schrecklich veraltete Grafik
Steuerung unpräzise und nicht konfigurierbar
gelegentlich sichtbehindernde Kamera
lächerliche, willkürliche Bowling-Physik
nicht enden wollende Frusterfahrungen


Offizielle Website:
 @Playlogic

Weitere Links:
 Trailer



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