Was mussten die Sims nicht schon alles durchmachen. Sich mit Haustieren ärgern, auf einer Insel stranden und eine Stadt nach den Wünschen der Bewohner gestalten, um nur ein paar Aufgaben zu nennen. Aber was ist schon eine Stadt, oder eine Insel, im Vergleich zu einem ganzen Königreich? In "MySims Kingdom DS" steht euch ein ganzes Königreich zu Verfügung, dass nur darauf wartet, von euch regiert zu werden. Pflicht oder Berufung? Das finden wir für euch heraus.
Einen Sim für ein Königreich
Was denken sich diese Bösewichte in Videospielen eigentlich? Ihnen genügt es wohl nicht, nur Prinzessinnen zu entführen, nein, im Königreich von König Roland stiehlt unser bis dato noch unbekannter Schurke ganze Häuser, Straßenlaternen, Blumenbeete und auch vor Brücken macht er nicht halt. Klar, dass wir uns als geübte Helden, der Sache annehmen und die nette Bürgermeisterin Ellen dabei unterstützen, diese schrecklichen Ereignisse aufzuklären.
Und am besten beginnt man damit, dem Königreich erstmal seinen ganz persönlichen Namen zu vergeben. Ist dies erledigt, kreiert ihr nach alter Sims-Manier euer eigenes Alter Ego: Haarfarbe, Augenfarbe, Junge, Mädchen, Kleidung, egal nach was euch der Sinn steht, hier könnt ihr euch austoben.
Aus dem Nichts erschaffen
Der brillante Wissenschaftler und Erfinder Dr. F. hilft euch mit seinen etwas sonderbaren Kreationen dabei, die auf mysteriöse Art und Weise verschwundenen Gegenstände zurück zu holen. Nachdem ihr die ersten kleineren Besorgungen für Dr. F gemacht habt, belohnt er euch mit dem Extraktor dafür. Dieser einem Föhn ähnelnde Apparat ermöglicht es euch, die verschiedenen Essenzen von Häusern, Blumenbeeten, Laternen, Mauern usw. aufzunehmen. „Essenzen schön und gut, aber was soll man damit?“, werdet ihr euch jetzt sicherlich fragen. Im Grunde ganz einfach. Um aus den Essenzen einen Nutzen zu ziehen, schenkt uns Dr. F. auch noch den Synthesionator. In diesen legt ihr immer jeweils zwei Essenzen, frei nach eurer Wahl, um dann mittels Synthese einen neuen Gegenstand zu erschaffen. Fügt ihr zum Beispiel eine Feuer- und Blattessenz zusammen, ergibt sich daraus eine Mauer. Es dauert seine Zeit, bis man herausgefunden hat, durch welche Kombination nun welcher Gegenstand entsteht. Auf diese Art könnt ihr viele der verschwundenen Gegenstände zurück holen. Nur leider ist es auch recht mühselig, sich die ganzen Essenzen erstmal zu beschaffen. Denn der Extraktor läuft nunmal, wie viele Maschinen, mit einer Batterie und die hält nicht lange. Um sie wieder aufzuladen, müsst ihr einige Stunden schlafen. Das beansprucht viel Zeit und Geduld.
Im späteren Verlauf könnt ihr auch Häuser von dem Zimmermann Torajiro erbauen lassen, damit das Königreich wieder mit neuen Bewohnern bevälkert wird. Das geht jedoch erst, wenn ihr auch die Pläne zu den Häusern in eurer Tasche habt. An diese kommt ihr durch Gefälligkeiten für andere Sims oder durch Minispiele. Auch für die Häuser werden wieder Essenzen benötigt. Und davon nicht zu wenig, schließlich geht es um ein Haus und nicht nur um ein Blumenbeet. Also immer fleißig Essenzen sammeln und genügend schlafen.
Ohne Fleiß kein Preis
Deswegen ist es in "MySims Kingdom DS" unabdingbar, die Handlanger-Tätigkeiten der einzelnen Sims zu erledigen. Dabei müsst ihr oft von Pontius bis Pilatus laufen und verschiedene Utensilien verteilen. So treibt ihr die Story voran. Leider ist dies auch etwas nervig, weil ihr damit einen Großteil der Spielzeit verbringen werdet.
Um daher etwas mehr Abwechslung ins Spiel zu bringen, gibt es in "MySims Kingdom DS" unzählige Minispiele. Von der Geisterjagd, über Skispringen bis hin zur Schneeballschlacht. Beim Spielen der Minigames fiel vor allem auf, dass es etwas Übung bedarf, um auch die begehrten Goldmedaillen zu erhalten. Denn hauptsächlich durch diese erhaltet ihr wirklich interessante Items, wie zum Beispiel die Baupläne für Häuser. Ist man jedoch nicht so sehr auf die Medaillen aus, bieten die vielen verschiedenen Minispiele viel Spaß und Abwechslung. Und der nicht allzu hohe Schwierigkeitsgrad führt auch nicht in die Frustfalle.
So richtig Spaß machen solche Spiele natürlich, wenn man sie gegen andere antreten kann. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass ihr die Minispiele via Freundescode mit Bekannten zocken könnt. Allerdings nur, wenn diese auch ein "MySims Kingdom DS" Modul besitzen.
Das technische Know-How eines Sims
Die für die "MySims"-Reihe typische knuddelige Grafik ist auch hier vorzufinden. EA will sich mit dieser von den eigentlichen Sims-Teilen abgrenzen. Die musikalische Untermalung in "MySims Kingdom DS" passt zu den einzelnen Begebenheiten. Fröhlich und bunt wie die Grafik, so scheppert auch die Musik aus dem Lautsprecher des Handhelds. Die Soundeffekte sind klar und deutlich, zu meckern gibt es hier wirklich nichts.
Fortbewegen, aber wie?
Je nachdem wie euch der Sinn steht, bewegt ihr euren Sim entweder mit dem Stylus oder dem Steuerkreuz. Bequemer und leichter ist jedoch die Steuerung mir dem Touchpen. Den Stylus einfach auf den Touchscreen halten, und schon bewegt sich der Sim in die gewünschte Richtung. Hierbei muss der Stylus die ganze Zeit auf dem Touchscreen ruhen, besser wäre da schon eine Steuerung wie bei "Zelda: Phantom Hourglass" gewesen. Dort genügt es, einen Punkt auf dem Touchscreen kurz zu berühren und der Charakter bewegt sich in diese Richtung. Dies hätte die Rennerei doch etwas erleichtert. Dennoch ist die Steuerung recht angenehm. Und bis auf ein paar Ungenauigkeiten beim punktgenauen Aktivieren gibt es nichts zu meckern.