Nachdem das Rennspiel bereits auf Xbox 360 und der PS3 erschienen ist, wagt Codemasters jetzt auch den Sprung auf die Handhelds und veröffentlicht mit “Race Driver GRID“ einen neuen Arcade-Racer für Nintendos DS. Qualitativ gute Racer sind auf dem DS praktisch nicht vorhanden, ob das Spiel die grosse Lücke füllen kann, erfahrt ihr im nachfolgenden Text.
Rauf auf’s Gaspedal - deine Karriere wartet
In “Race Driver GRID“ startet ihr eure Karriere, als junger und unerfahrener Rennfahrer auf der Suche nach Anerkennung. Um Reputationspunkte bzw. Achtungspunkte zu gewinnen, könnt ihr in drei Regionen der Welt an diversen Events teilnehmen. Sei es ein Zeitfahren in Europa, ein Driftrennen in Japan oder ein Strassenrennen in den USA, genügend Abwechslung wird auf 37 Strecken, wobei jede Strecke mehrere Events hat, geboten.. Das Beste dabei ist, dass ihr frei entscheiden könnt, an welchen Rennen ihr teilnehmen wollt. Je besser ihr die Events abschliesst, desto mehr Fahrzeuge, Rennstrecken oder Reputationspunkte erhaltet ihr. Jede Region hat eigene lizenzierten Autos - insgesamt 29 an der Zahl. So erstaunt es nicht, dass ihr in Japan mit einem Toyota und in Europa mit einem Aston Martin fahrt. Ingesamt ist der Storymodus lang und motiviert sehr.
Neben den Events gibt es in jeder Region eine Zentrale. Diese ist in fünf Bereiche unterteilt. In der Werkstatt könnt ihr euch alle freigeschalteten Fahrzeuge ansehen, Tuning sucht ihr hier aber vergebens. Im umfangreichen Strecken-Editor könnt ihr euch jedoch eigene Pisten zusammenbasteln und anschliessend im Bereich „Individuelles Rennen“ befahren. Abseits der Karriere erwartet euch ein umfangreicher Mutliplayermodus. So könnt ihr via USB Connector online gegen andere Rennhungrige antreten oder offline ein Multikartenspiel bzw. ein Einzelkartenspiel starten. Die Onlineverbindung funktioniert äusserst gut, Lags treten selten auf.
Von der speziellen Touchscreensteuerung macht “Race Driver Grid“ auf der Piste keinen Gebrauch. Das ist auch gut so, denn die Steuerung funktioniert hervorragend – jedenfalls im Normalzustand. Denn falls euer Wagen zunehmend Schaden erleidet, wird es immer schwieriger ihn u kontrollieren. Das Problem kann aber mit einer Einfahrt in die Boxengasse behoben werden. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist die Tatsache, dass sich jedes Auto anders steuert und sich jeder Bodenbelag anders anfühlt.
Lichteffekte und Schadensmodell?
Das Spielgeschehen spielt sich auf dem oberen Bildschirm des DS ab. Der untere Bildschirm dient lediglich als Karte. Optisch etabliert sich “Race Driver GRID“ im oberen Mittelmass. Die Kurse sind detailliert und farbenfroh gestaltet und die Automodelle wirken für DS-Verhältnisse äusserst echt. Effekte wie der Scheinwerferstrahl in der Dunkelheit sind schön anzusehen und verleihen dem Spiel einen Tick mehr Realismus. Auf den Kursen scheint meistens die Sonne - Rennen bei Nacht oder bei Regen kommen leider nur selten zum Einsatz. Ein bisschen mehr Variation wäre hier wünschenswert gewesenen.
Die Frage nach einem Schadensmodell muss mit "jein" beantwortet bewerden. Fahrerisch merkt ihr zwar, dass ihr Schaden erlitten habt, doch optisch passiert am Auto nichts, obwohl diverse Autoteile durch die Luft fliegen.
Ewiger Lärm
Ein ganz grosser Minuspunkt liegt beim Sound des Spiels. Dieser kann keineswegs überzeugen. Der Soundtrack beinhaltet nur sehr wenige Titel, die sich alle unwesentlich unterscheiden und die ich schon nach den ersten Paar runden nicht mehr ertragen konnte. Die Motorgeräusche wirken unrealistisch und sind schlichtweg zu mächtig. Doch da es ohne Probleme möglich ist den DS leise zu stellen, könnt ihr in dieser Hinsicht schnell Abhilfe schaffen.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
