Manche Trends bestätigen sich immer wieder. Zu erfolgreichen Filmen gibt es immer ein Spiel, Spiele zu Kinofilmen verkaufen sich sehr gut und regelmäßig werden diese Versoftungen in den Sand gesetzt. Passend zu den diesjährigen Olympischen Spielen spielt der Film „Die Mumie 3“ diesmal nicht in Ägypten, sondern im fernen China. Doch trotz dieses sportlichen Highlights jagt ihr nicht der Goldmedaille hinterher, sondern mal wieder einem vor Verwesung geschützten Körper. Kurz gesagt: Willkommen beim Nintendo DS Spiel zum Film „Die Mumie 3 – Grabmal des Drachenkaisers“.
Alter Ego mit Zubehör
Wie es sich für eine Filmumsetzung gehört, dürft ihr auch diesmal die Rolle der Hauptdarsteller übernehmen. Ihr schlüpft abwechselnd in die Haut von Rick und Alex O’Connel und versucht, den mächtigen Imperator Han zu stoppen. Prinzipiell steuern sich beide Personen gleich, ihr habt allerdings ein anderes Waffenarsenal zur Verfügung. Entweder ihr geht mit einem Schrotgewehr auf die Jagd oder vertraut dem doppelten Revolver und seiner schnellen Schussfrequenz. Vor allem letzterer spielt sich für Anfänger angenehmer, denn das Zielen gehört nicht zu den einfachsten Aufgaben. Optional dürft ihr eure Gegner auch mit ein paar gepflegten Schlägen und Tritten außer Gefecht setzen. Diese Kampfkunst gehört bei beiden Spielfiguren zum Standardrepertoire und spielt sich gleich.
Kopfarbeit
Unsere Helden müssen aber mehr als ihre Waffen einsetzen um dem Drachenkaiser den Garaus zu machen. Rätsel wollen geknackt und diverse Fallen müssen während des Spiels überwunden werden.
Die Rätselaufgaben beschränken sich allerdings auf Kisten schieben und andere vergleichbare Aufgaben. Actionfans werden damit nicht überfordert sein. Vor allem das Touchpad wird hierbei bestens genutzt. Oftmals müssen Hyroglyphen nachgezeichnet werden, damit sie in das Notizbuch übertragen und im späteren Spielverlauf als „Türöffner“ eingesetzt werden können.
Handarbeit
Um mit den Schergen des Kaisers oder den Endgegnern fertig zu werden, braucht ihr dann doch Gewalt anstatt Köpfchen. Mit den Tasten des Nintendo DS setzt ihr euch im Nahkampf zur Wehr, für den Einsatz der Waffen braucht ihr dagegen den Stylus. „Geschossen“ wird mit einem Strich in Richtung Gegner. Das erweist sich als knifflig, denn durch die ständigen eigenen Bewegungen und die nicht immer vorhersehbaren Schritte der Gegner wird ein Treffer erschwert. Meistens trefft ihr nicht nur auf einen Kontrahenten, sondern auf eine ganze Gruppe von Widersachern. Die eigene Gesundheit kann da schnell am Ende sein. Für den Notfall finden sich Heiltränke oder Adrenalin.
Durch die Heiltränke steigt die Lebenskraft und das Adrenalin verschafft kurzzeitig schnellere Bewegungen und stärkere Auswirkungen auf den Gegner bei Treffern. Wobei die Bewegungen der Standard-Gegner vorhersehbar sind und ihr somit auch als Anfänger eine Chance bekommt.
Vor allem im späteren Spielverlauf hat es der Schwierigkeitsgrad in sich. Freies Speichern gibt es leider nicht und beim Tod der Spielfigur fangt ihr wieder beim letzten Speicherpunkt an. Zumindest die Speicherpunkte sind fair gesetzt und Frust durch ellenlange Spielwiederholungen kommt nur selten auf. Schafft ihr ein Level nicht, so könnt ihr es so oft probieren, wie ihr möchtet. Eine Beschränkung durch „Leben“ gibt es nicht.
Das Auge spielt mit und der DS macht die Musik
Grafisch lässt sich Einiges aus dem Nintendo DS rausholen. Vor allem die Details in den verschiedenen Abschnitten sind hübsch anzusehen.
Die einzelnen Spielabschnitte unterscheiden sich optisch gewaltig und ihr stellt erstaunt fest, was alles mit dem kleinen Handheld möglich ist. Faszinierende chinesische Gräber, schneebedeckte Pfade im Himalaya und weitere abwechslungsreiche Szenerien. Durch die Kameraführung von oben habt ihr den 3D-Schauplatz auch immer gut im Blick und erkennt dadurch auch so manches Detail im Spielgeschehen.
Mit passender Hintergrundmusik, recht realistischen Soundeffekten und vor allem den Originalstimmen aus dem Film glänzt der Ton. Die recht amüsanten Gespräche zwischen den beiden Hauptfiguren sind wirklich hörenswert und erinnern dabei an die witzigen Dialoge zwischen Indiana Jones und seinem Vater.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
