In Japan erschien am 27. April 1990 „Final Fantasy III“ für den NES. Umsetzungen für andere Länder gab es nicht, zugleich war es der letzte Teil der Reihe für Nintendos Konsole. Knapp 16 Jahre später, am 24. August 2006, veröffentlichte Square Enix ein Remake des Titels für den Nintendo DS. Diesmal werden allerdings auch andere Territorien bedient. Während die Amerikaner bereits im November zugreifen durften, erschien das komplett übersetzte Spiel in Deutschland erst im Mai. Ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat? Ihr erfahrt es im Test.
Rettet die Welt
Mal wieder ist die Welt in Gefahr und einmal mehr könnt nur Ihr sie (zusammen mit Eurer Gruppe) retten. Ganz recht, in Sachen Story überzeugt „Final Fantasy III“ jetzt nicht so gewaltig. Die Geschichte dreht sich um vier Kinder, die von Lichtkristallen als Auserwählte betrachtet werden und sich allerlei bösem Gesindel in den Weg stellen müssen.
Auf in den Kampf
In „Final Fantasy III“ bewegt Ihr Euch gleich durch mehrere Spielebenen, zum Beispiel auf einer Übersichtskarte der gesamten Welt, in Dörfern, Dungeons und Kämpfen. Mögliche Gegner seht Ihr dabei allerdings vorher nicht. Sofern Ihr etwa durch eine Höhle marschiert, können plötzlich einfach mal so einer oder mehrere Feinde auftauchen. Kurz gesagt: Zufallskämpfe. Die Gefechte an sich laufen stets rundenweise ab. Ihr wählt erst für jeden Charaktere eine bestimmte Aktion, anschließend dürft Ihr das Geschehen beobachten und – je nach Situation – gleich nochmal weitere Befehle verteilen.
Die Welten sind zwar ordentlich groß, allerdings mangelt es oft an entscheidenden Hinweisen bezüglich Eures nächsten Zielorts, so dass Ihr mitunter auch mal etwas planlos durch die Gegend lauft. Richtig speichern dürft Ihr übrigens nur auf der großen Übersichtskarte. Ein Quicksave ist zwar in Dungeons oder Dörfern möglich, verschwindet jedoch später, wenn Ihr beim erneuten Start des Spiels den falschen Knopf drückt.
Die Qual der Wahl...
...habt Ihr bei den Berufen in „Final Fantasy III“. Jeder Charakter ist zu Beginn ein Freiberufler und kann damit praktisch von jedem Bereich ein kleines bisschen. Effektiver werden die Angriffe oder Zaubersprüche jedoch, wenn Ihr die Figuren spezialisiert, beispielsweise auf Dieb oder Rotmagier. Für besiegte Gegner erhaltet Ihr dabei Punkte für Euren normalen Level und den Berufsrang. Diese wiederum wirken sich auf Zauber oder die Trefferchance aus, wodurch etwa Magier Zaubersprüche der ersten Stufe öfter verwenden können.
Selbst ohne Spezialisierung kommt Ihr im Spiel recht weit, aber an manchen Stellen ist sie dennoch vorteilhafter. Speziell für Euren Geldbeutel, wenn etwa ein Item wesentlich mehr kostet als der entsprechende Zauberspruch mit gleicher Wirkung.
Hübsches Remake
Die Grafik ist für DS-Verhältnisse sehr ordentlich gelungen. Speziell die Charaktere und Effekte sehen recht gut aus, die Welt könnte jedoch stellenweise etwas besser daherkommen. Leider verwendet „Final Fantasy III“ meist nur einen der beiden Bildschirme wirklich sinnvoll. Eher nervig: In Dungeons oder Dörfern findet Ihr immer wieder geheime Abschnitte. Um diese erkennen zu können, müsst Ihr jedoch per Tastendruck die Ansicht heranzoomen, wobei dummerweise die Übersicht flöten geht. Auf die Dauer fällt das eher umständlich als spielerisch nützlich aus.
Wer will, der darf „Final Fantasy III“ komplett ohne Stylus absolvieren, denn die Steuerung klappt auch ohne den Stift äußert gut. Egal ob mit Stylus oder ohne, der Schwierigkeitsgrad fällt manchmal recht knackig aus und kann vor allem Einsteigern in der einen oder anderen Situation Kopfzerbrechen bereiten.