Riesenfreude im Pilzland. Ein neuer Freizeitpark namens Miniland öffnet die Tore und alle wollen bei der Eröffnung dabei sein. Die ersten 100 Gäste erhalten auch noch eine Mini-Pauline als Geschenk, wenn das kein Anreiz ist. Auch Donkey Kong will gerne ein Geschenk abgreifen, kommt aber leider zu spät. Das findet der Gorilla natürlich alles andere als toll und schnappt sich wutschnaubend einfach die echte Pauline. Hat ja früher auch schon ganz gut geklappt. Wir haben uns das Nintendo DS-Knobelspiel genauer angeschaut und uns ein paar Eintrittskarten für den neuen Freizeitpark besorgt. Ob sich der Besuch lohnt, wird euch unser Test zum Spiel verraten.
Donkey Kong wird richtig böse
Donkey Kong ist sauer, sogar richtig sauer. Er hat sich so auf eine Mini-Pauline gefreut und steht dann als Trottel da. Aber nicht mit einem Affen wie Donkey Kong. Her mit der echten Pauline und ab in den Freizeitpark. Gut, dass Mario, wie sollte es auch anders sein, was dagegen hat. Zusammen mit seinen Mini-Marios macht er sich im Super Mini-Mario Express auf die Suche nach Pauline.
Mario vs. Donkey Kong: Aufruhr im Miniland ist bereits der dritte Teil der Reihe und will wieder Knobelfans an den Nintendo DS locken. Die Level sind im Spiel nach Attraktionen aufgeteilt. Dabei enthält jede Attraktion neun Zonen und ein Minispiel. Die Minispiele werden allerdings erst freigeschaltet, wenn ihr alle neun Mini Mario Karten im Spiel eingesammelt habt.
Die Minispiele sorgen aber für keine große Abwechslung, sondern laufen immer gleich ab. Mehrere Minis fallen aus Röhren und müssen die unten liegenden Kisten erreichen. Dafür müsst ihr mit euren Touchpen die roten Träger richtig platzieren. Das ist übrigens auch das Grundprinzip in
Mario vs. Donkey Kong: Aufruhr im Miniland. Über 100 Level wollen bewältigt werden, da ist schon einiges zu tun. Und der Schwierigkeitsgrad ist auch nicht ohne. Auch wenn zu Anfang die ersten Level schnell von der Hand gehen, wird es hinterher deutlich schwieriger. Und die Zeit sitzt euch auch noch im Nacken. Hat nämlich eine der aufziehbaren Mini-Figuren das Tor erreicht, sollte die andere schnell folgen. Ist sie zu spät dran, ist das Vorhaben gescheitert. Die Träger dürfen dabei auch nicht beliebig oft verändert werden. Doch nicht nur Träger, sondern auch Sprungfedern oder Förderbänder müssen im Spiel richtig eingesetzt werden. Da wird es nach einer Weile schnell hektisch auf den kleinen Bildschirm.
Die Mini-Figuren agieren in
Mario vs. Donkey Kong: Aufruhr im Miniland übrigens selbstständig. Wenn sie einmal angeklickt sind, bewegen sie sich strikt geradeaus und folgen dem freien Weg, wenn es sein muss bis in den Abgrund. Das liegt aber natürlich an euch, mit der richtigen Taktik werdet ihr die kleinen Figuren aber sicher ins Ziel bringen. Und was wäre ein
Super Mario-Spiel ohne die bekannten Röhren. Steht ein Mini unter einer solchen, wird er hoch bzw. runtergezogen. Das muss aber nicht immer von Vorteil sein. Es muss schon genau darauf geachtet werden, ob die Röhren auch an der richtigen Stelle stehen. Wie auch die Träger, dürfen später auch die Röhren von euch versetzt werden, genauso wie viele andere Gegenstände in den Abschnitten.
Gib dem Affen Zucker
Neben den Mini-Marios wollen in
Mario vs. Donkey Kong: Aufruhr im Miniland auch ein paar Mini-Toads von euch gerettet werden. Diese bekommen dann im Level ihre eigenen Türchen und müssen sicher dorthin begleitet werden. Am Ende jeder Attraktion wartet dann ein spezieller Donkey Kong Level darauf, von euch gelöst zu werden. Das Ziel ist es- die Mini-Marios auf die verschiedenen Objekte zu bewegen, um Donkey Kong zu attackieren. Dabei muss der Affe insgesamt dreimal von euch angegriffen werden. Natürlich solltet ihr auch immer auf die Zeit achten, diese ist ziemlich knapp bemessen. Auf einen Karten bzw. Hilfemodus müsst ihr hier leider verzichten, aber die werden auch in diesen Levels nicht wirklich benötigt. Hier geht es nur nach dem Motto: Gib dem Affen Zucker, aber mal so richtig.
Die Steuerung von
Mario vs. Donkey Kong: Aufruhr im Miniland klappt ohne Probleme und wird hauptsächlich mit dem Touchpen durchgeführt. Die Buttons und das Steuerkreuz bedienen dabei die Kamera. Wenn ihr mal ganz durcheinander kommt, könnt ihr mit der R-Taste eine Karte aufrufen, um einen besseren Überblick zu haben. Die Träger werden mit dem Touchpen verändert. Hier führt ihr den Touchpen von einer Niete zur anderen, um einen Träger erscheinen zu lassen. Ob schräg nach oben, nach unten oder einfach nur geradeaus, es liegt an euch. Kommt ihr an einer Stelle mal gar nicht mehr weiter, solltet ihr den Hilfemodus im Spiel benutzen. Dieser wieder mit der L-Taste aufgerufen und hilft euch in kniffligen Situationen weiter.
Level-Editor macht euch zum Architekten
Wer gerne seine eigenen Level bauen will, wird an dem Level-Editor von
Mario vs. Donkey Kong: Aufruhr im Miniland seine helle Freude haben. Hier dürft ihr nach Herzenslust eure eigenen Welten zusammenbasteln. Dabei könnt ihr eure Level entweder selbst spielen oder euren Freunden weitergeben. Im Wi-Fi-Wettbewerbsmodus gilt es einen Level nach Vorlage herzustellen. Eine gute Idee, die auch für ein wenig Abwechslung im Spiel sorgt. Ihr dürft euch im Online-Tausch-Menü auch an Levels von anderen Usern oder von Nintendo veröffentlichten Levels heranwagen.
Mario vs. Donkey Kong: Aufruhr im Miniland bringt immer wieder Spaß für zwischendurch und sorgt auf einer langweiligen Busfahrt für ein wenig Gehirnjogging. Auch wenn die Sounduntermalung im Spiel nach einer Weile ein wenig nervtötend wirkt, ist der Titel selber durchaus gelungen. Wer aber ein typisches
Super Mario mit Jump'n'Run-Einlagen erwartet, sollte die Finger von
Mario vs. Donkey Kong: Aufruhr im Miniland lassen.