astragon liefert einen neuen Simulator für die Hardcore-Fans. Nach dem (mehr oder weniger) großen Erfolg von Der Bauernhof auf dem PC erscheint das Spiel nun auch für den Nintendo DS. Ob der Handheld für Ackerbau und Viehzucht geeignet ist, habe ich für euch getestet.
Erfülle deinen Traum
Ihr beginnt das Spiel als einfacher Bauer mit Hof und Feldern. Euer Lebensziel ist es, den Hof so weit auszubauen, dass ihr in der Rente unbesorgt leben könnt. Dieses Ziel versucht ihr in
Der Bauernhof mit mühseliger Arbeit zu erreichen.
Der Simulator ermöglicht euch, Felder zu bestellen, Kühe zu züchten und euren Hof zu erweitern. Wie es für Simulatoren üblich ist, wird alles möglichst nahe an der Realität gehalten. Ihr müsst nicht einfach nur Samen ausstreuen und hin und wieder gießen, sondern euch pfleglich um euren Anbau kümmern. Das heißt, Unkraut jähten, den Boden bestellen, die Pflanzen düngen und zum richtigen Zeitpunkt ernten gehören zu euren Aufgaben. Mit den Tieren schaut es ähnlich aus: Sie brauchen Körperpflege, Wasser zu trinken, Futter oder Heu zum Speisen und natürlich müsst ihr euch auch selbst darum kümmern, die Erträge von eurer Viehzucht zu gewinnen. Hierzu zählt melken, scheren und was es sonst noch alles auf dem Hof zu erledigen gibt.
Langweiliger Bauernalltag
Ihr steuert in
Der Bauernhof nicht nur einen, sondern bis zu vier Arbeiter. Darunter natürlich auch die Braut des Hofbesitzers. Dies ermöglicht euch, an mehreren Plätzen zugleich Arbeit zu verrichten beziehungsweise verrichten zu lassen. Ihr könnt jederzeit mit einem einfachen Klick auf den jeweiligen Charakter die Figur wechseln und sie frei über den Hof bewegen. Dadurch könnt ihr eure Arbeit schneller erledigen.
Etliche Werkzeuge stehen euch zur Verfügung: Ob Hacken, Spaten, Eimer, Gießkannen, Saatgut oder gar ein großer Traktor zum Bestellen eines großen Ackers – es gibt fast alles, was das Bauernherz begehrt. Was ihr mit all dem Zeug macht, dürfte wohl klar sein: arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten. Allerdings steuert ihr eure Figur lediglich zum jeweiligen Platz, das gebrauchte Inventar im Schlepptau, und klickt mit dem Touchpen auf das, was euer Charakter machen soll. Dies tut er dann auch – ohne zu meckern und ohne eure weitere Hilfe zu benötigen. Eure Aufgabe ist es also lediglich, die Arbeiten zu koordinieren und den Überblick darüber zu behalten, was bereits erledigt worden ist und was unbedingt noch getan werden muss. Schließlich kann (und wird) sich das Vergessen vom Füttern der Kühe oder Gießen der Felder negativ auf euren Ertrag auswirken. Daher heißt es: Immer wieder jede Aufgabe gewissenhaft erledigen zu lassen und eure während des Spiels wachsende Mannschaft immer die gleichen Wege zu schicken und Arbeiten erfüllen zu lassen. Wer also auf einen routinierten Tagesablauf steht, ist hier genau richtig.
Nicht nur Hof...
Neben eurem eigenen Hof habt ihr in
Der Bauernhof auch die Möglichkeit, in die Stadt zu fahren. Genau genommen ist das allerdings nicht nur eine Möglichkeit, sondern euch bleibt fast nichts anderes übrig. Schließlich könnt ihr dort in diversen Geschäften neues Saatgut oder Futter für eure Tiere kaufen. Außerdem ist es dort auch möglich, einen Traktor zu erwerben, euer Haus ausbauen zu lassen oder neue Arbeitskräfte anzuheuern. Ihr werdet also öfters die Stadt (oder das Dorf???) aufsuchen, um dort etliche Dinge zu kaufen.
Euer DS-Hof
Der Bauernhof teilt die Bildschirme des DS folgendermaßen auf: Im oberen Teil könnt ihr euer Inventar oder euren Besitz betrachten, mit den Pfeiltasten klickt ihr euch durch. Der Touch-Bildschirm zeigt euch entweder die Umgebung, also Hof oder Stadt, oder die jeweiligen Orte, die ihr gerade besucht. Hier steuert ihr auch euren Bauern und eure Hilfskräfte mit Hilfe den Pens. Um Ställe oder Ähnliches wieder zu verlassen, müsst ihr lediglich „Y“ drücken. Abgesehen von Bestätigungen oder Ablehnungen braucht ihr allerdings keine weiteren Tasten. Die eigentliche Spielsteuerung funktioniert über den Touch-Pen.
Grafisch kann sich der Hof eigentlich sehen lassen. Die Umgebung ist ländlich designed und die kleinen Figürchen lassen sich auch trotz der Pixel ganz gut unterscheiden. Anders wie beispielsweise in
Harvest Moon wurde in diesem Simulator ganz stark auf Nähe zur Realität geachtet. Witzige Comiczeichnungen sind also nicht mit von der Partie. Dagegen erwarten euch triste Ställe und Schuppen, ein kleiner See und Brunnen und etliches Werkzeug und Samen, das bei all den Lagerungsmöglichkeiten erst einmal gefunden werden muss.
Die Begleitmusik ist auch eher vernachlässigbar. Lange hält man das nervenaufreibende Gedudel nicht aus. Allerdings unterstützt die eintönige Musik natürlich den eintönigen Alltag, der euch im Spiel erwartet. Mit aufwendiger orchestraler oder theatralischer Begleitung braucht ihr also nicht zu rechnen.