Nach dem Erfolg von Spore - Wilde Kreaturen bringt EA einen weiteren Teil um das vom Die Sims-Schaffer erdachte Spore-Universum heraus. Kann Spore Helden-Arena am Erfolg des Vorgängers anknüpfen und die unglaublichen Kreaturen auf dem NDS nochmals mit Leben erfüllen? Oder ist die Materie mittlerweile soweit abgenutzt, dass das Spiel lediglich eine erfolglose Weiterführung darstellt? Ihr werdet es in unserem Test erfahren.
Die Galaxie ist bedroht…
In
Spore Helden-Arena macht ihr als erstes, nachdem ihr mit einem blauen Meteoriten kollidiert seid, mit eurem Raumschiff eine Bruchlandung auf einem fremden Planeten. Hier stoßt ihr auf einen alten Schmied, der euch seine traurige, aber informative Lebensgeschichte erzählt. Er spricht von Medaillen für Champions im Kampf, welche er aus einem roten Meteoriten gefertigt hat. Allerdings bringen diese roten Gesteine den Träger in einen Zustand des Bösen. Die Besitzer der Medaillen, also die stärksten Kreaturen der Galaxie, sind dem Wahnsinn verfallen und müssen aufgehalten werden. Da ihr aufgrund des blauen Meteoriten immun gegen die Kräfte des roten Himmelskörpers seid, ist diese Aufgabe euch bestimmt.
Sogleich macht ihr euch auf den Weg durch das Universum, um alle sieben roten Medaillen zu finden und die Galaxie so vor dem Untergang zu bewahren. Auf eurer Reise besucht ihr verschiedene Planeten, trefft auf unzählige weitere Kreaturen und könnt euch etlichen Missionen stellen. Dabei findet ihr Meteoritensplitter, DNA- Material, welches euch ermöglicht, eure Kreatur zu verbessern, und natürlich die Champions, welche die roten Medaillen bei sich tragen. Dies wiederum bedeutet natürlich, dass ihr etliche Kämpfe und Aufgaben bestreiten müsst.
Insgesamt ergibt dies alles eine bunte Mischung aus Adventure und Rollenspiel - angesiedelt im Spore-Universum. Durch das Erfüllen von Aufgaben erhaltet ihr zwar keine Erfahrungspunkte, dafür gelangt ihr in den Besitz von DNA-Material, welches Körperteile oder Bioattacken beinhaltet. damit könnt ihr eure Kreatur verbessern, und so für die nächsten Kämpfe vorbereiten.
Eure eigene Kreatur
Doch erst nochmal mehr zur Kreatur selbst. In
Spore Helden-Arena erstellt ihr am Anfang eure eigene Kreatur. Sowohl Farbe, als auch Körper, Arme, Beine, Augen, Mund und natürlich die Anbringung selbiger an den gewünschten Körperstellen, bestimmt ihr selbst. Insgesamt stehen euch über 150 Teile zur Verfügung, um eure Kreatur zu verändern und euren Wünschen anzupassen. Je mehr Aufgaben ihr bewältigt, desto mehr Körperteile erhaltet ihr. So wird eure Kreatur immer stärker und passt sich euren Wünschen an. Hier ist euch, ähnlich wie auch in der PC-Version des Spiels, viel Freiheit gewährt. Natürlich kann der Kreatureneditor auf dem NDS nicht mit dem der PC-Version mithalten, allerdings bietet er einiges an Auswahl.
Neben den verschiedenen Körperteilen, die Einfluss auf Schnelligkeit und die verschiedenen Attacken haben, stehen euch auch noch sogenannte Biokraftattacken zur Verfügung. Die Rollenspieler unter euch würden dies wohl mit „Skills“ oder „Fertigkeiten“ bezeichnen. Es stehen euch über 16 verschiedene dieser Attacken zur Auswahl bereit, allerdings aufgeteilt in drei verschiedene Arten von Angriffen. Ihr könnt von jeder Art nur eine einzige Attacke mit in den Kampf nehmen. Beispielsweise könnt ihr einen Angriff, der mehrere Gegner gleichzeitig schädigt, und einen Feuersturm auswählen. Dazu eventuell noch eine Biokraftattacke, die Gegner verlangsamt. Welche ihr genau ausstatten möchtet, bleibt euch überlassen - doch die Entscheidung dürfte bei nicht einmal 20 Attacken wohl eher leicht fallen.
Comicstrips, 3D- Editor und Ohrenkrebs
Erzählt wird die gesamte Handlung in bunten Comicstrips. Bewegte Bilder sind bei
Spore Helden-Arena Fehlanzeige, doch dies ist auch nicht nötig. Über die Handlung werdet ihr per Text unterrichtet. Die Bilder untermalen das Ganze lediglich, um eine bessere Vorstellung zu erlauben.
Der Spielbildschirm selbst ist in zwei Teile aufgeteilt. Im Oberen Teil des Bildschirms findet ihr eine Karte des momentanen Planeten oder des Raumschiffs, in dem wichtige Punkte und zum Teil auch Gegner markiert sind. Im unteren Teil, also dem Touchpad, befindet sich eure Kreatur und die Umgebung. Das Bild ist in pixeligem 3D gehalten. Zu erkennen ist alles, und farbenfrohe Kreaturen lassen sich problemlos ausfindig machen, um mit ihnen zu reden... oder sie zu zerschmettern. Die Planeten selbst sind sehr vielfältig designed, ebenso wie alle anderen Spore-Kreaturen, wobei das meiste sicherlich aus der riesigen Online-Datenbank von
Spore stammt.
Musikalisch allerdings ist
Spore Helden-Arena mehr als nervig. Eine Pseudo-Science-Fiction-Musik mit heroischem Unterton wird von dudelnden Elektrogeräten produziert. Diese Untermalung ist weder sonderlich handlungstragend, noch stimmungsfördernd. Allerdings fällt es leicht, den Ton auszudrehen und das Spiel geräuschlos zu genießen.
Raumschiffführung
Der Einstieg in
Spore Helden-Arena fällt sehr leicht, da ein ausführliches Tutorial die wichtigsten Schritte erklärt. Nachdem euer Raumschiff notgelandet ist, erlernt ihr das Gehen durch Drücken des Touchpad in die beliebige Richtung. Anschließend wird euch das Kämpfen erklärt, welches ihr entweder über das Steuerkreuz oder die Tasten A, B, X, Y bewältigen könnt. Je nachdem, ob ihr Links- oder Rechtshändler seid und den Stift entsprechend haltet, könnt ihr mit der anderen Hand die verschiedenen Tastenbelegungen nutzen. Grundlegende Kampfhandlungen beschränken sich allerdings auf Spucken, Schlagen, Beißen und Blocken. Die Biokraftattacken müsst ihr zuerst mit L oder R aufrufen und anschließend über das Touchpad auswählen. Dies kann im Kampf allerdings auch zu Problemen führen, falls euer NDS nicht sofort jede Berührung erkennt…
Nachdem ihr die grundlegenden Aktionen kennengelernt habt, erhaltet ihr noch eine kurze Einweisung in euer Raumschiff, welches Fortbewegungsmittel und Speicherpunkt zugleich darstellt. Hier könnt ihr eure Kreatur verändern, indem ihr neue Körperteile oder Fähigkeiten verteilt, einen neuen Zielplaneten anfliegen oder auch gegen Dummies Kämpfe üben und neue Fähigkeiten erproben. Das Raumschiff stellt also den Mittelpunkt eures Handelns dar. Jedes Mal wenn ihr das Raumschiff betretet, speichert das Spiel automatisch. Während ihr euch auf Planeten befindet, könnt ihr nicht speichern, allerdings dürft ihr jederzeit zum Raumschiff zurückkehren, indem ihr den entsprechenden Punkt im Startmenü auswählt.
Nicht nur allein…
Natürlich könnt ihr eure Kreatur aus
Spore Helden-Arena auch gegen Freunde über das lokale Netzwerk kämpfen lassen. Der Spaßfaktor hierbei ist allerdings eher gering, da die Kämpfe nicht sonderlich viel Freiraum für Taktiken und Strategien bietet. Letztendlich gewinnt derjenige, der die besseren Körperteile an seiner Kreatur angebracht hat und schneller Attacken ausführen kann. Sollte das Touchpad versagen, hat man den Kampf sowieso schon verloren, da die Kreatur dann vollkommen hilflos dasteht und nichts tut - also ein perfektes Ziel abgibt.