"Das Wort ist mächtiger als das Schwert" - sagt der Volksmund. Und Scribblenauts schickt sich an, euch genau das zu beweisen: Wenn ihr etwas braucht und es benennen könnt, dann wird es euch gegeben. Wenn ihr jetzt restlos verwirrt seid, solltet ihr weiterlesen, denn wir erklären euch, was das Wort so viel mächtiger macht...
Schreibe etwas - löse alles
Eine Geschichte braucht ihr bei
Scribblenauts nicht zu erwarten. Ihr seid mit dem Hauptcharakter Maxwell unterwegs, bewaffnet nur mit einem Schreibutensil. Über diesen Notizblock habt ihr Zugriff auf eine Bildschirmtastatur, mit der ihr jeden beliebigen Gegenstand erschaffen könnt, indem ihr ihn aufschreibt. Gebt ihr also das Wort "AXT" ein, erhaltet ihr eine Axt. Dabei erkennt das Spiel jede Menge Gegenstände, selbst die skurrilsten Sachen finden sich wieder: Das geflügelte Pferd Pegasus steht ebenso zur Verfügung wie ein Auto. Mit der Zeit werdet ihr allerdings feststellen, dass viele ähnliche Begriffe in ein und demselben Gegenstand resultieren. Bei nicht eindeutigen Begriffen fragt euch
Scribblenauts, welchen ihr meint.
Der Clou ist, dass diese Gegenstände auch gemäß ihrer Funktion eingesetzt werden können. So könnt ihr die oben erwähnte Axt beispielsweise Maxwell geben, um einen Baum zu fällen. Oder ihr gebt sie einem Holzfäller, damit dieser den Baum fällt. Natürlich könnt ihr euch auch einen Specht herschreiben, der die Arbeit für euch erledigt. Oder eine Kettensäge. Eurer Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt, ihr könnt jedoch nur eine bestimmte Anzahl erschaffener Gegenstände gleichzeitig in die Szene einbinden. Danach müsst ihr anfangen, diese wieder zu löschen - also entweder vernichtet ihr sie oder schmeisst sie per Papierkorb weg.
Reise durch die Welt
Eure Reise beginnt in der Universität (Welt 0), in der ihr die Grundlagen des Scribblens erlernt. Elf Aufgaben später werdet ihr dann auf das eigentliche Spiel losgelassen, die erste Welt erwartet euch. Ab hier habt ihr dann auch die freie Auswahl, in welcher Reihenfolge ihr die einzelnen Welten und die darin gestellten Missionen angehen wollt. Pro Welt erwarten euch 11 Aufgaben im Puzzle-, und weitere 11 Aufgaben im Aktionsmodus, spielerisch unterscheiden tun diese sich allerdings nicht. Die späteren Aufgaben könnt ihr erst durch das Lösen der ersten Aufgabenstellungen in der jeweiligen Welt freischalten. Für erledigte Missionen erhaltet ihr Ollars, die Währung in
Scribblenauts. Mit diesen könnt ihr euch im Ollar-Laden neue Hintergrundmusiken und Avatare (Kostüme für Maxwell) kaufen. Allerdings solltet ihr zu Anfang eure Kohle lieber aufsparen, um damit neue Welten freizuschalten.
Die Aufgaben laufen immer nach dem gleichen Schema ab: Ihr wählt eine Mission aus, landet in der entsprechenden Welt, bekommt die Ausgangssituation gezeigt und einen kurzen Hinweis eingeblendet, was zu tun ist. Ab dann seid ihr auf euch alleine gestellt. Das eigentliche Geschehen findet auf dem unteren DS-Screen statt, der obere bietet euch einige Informationen zur Welt. Mit dem Steuerkreuz könnt ihr den Bildausschnitt verschieben, Maxwell wird hingegen mit dem Stylus dirigiert. Das erweist sich - gerade bei Sprüngen - als recht hakelige Angelegenheit. Aber auch das Weitergeben von Gegenständen an andere Personen im Level ist eine äusserst schwammige Angelegenheit. Schnell ist das Geld geworfen statt dem Verkäufer gegeben - was den kaum erfreut. Das Level ist beendet, wenn ihr die gestellte Aufgabe erfüllt und einen "Starite"-genannten Stern eingesammelt habt. Danach wird abgerechnet - je nachdem, wie schnell ihr gewesen seid und wieviele Gegenstände ihr zur Lösung erschaffen musstet, bekommt ihr mehr oder weniger Ollar gutgeschrieben.
Aber auch, wenn ihr das alles geschafft habt, bietet
Scribblenauts noch einiges zu tun: Startet ihr ein bereits geschafftes Level erneut, müsst ihr es dreimal hintereinander lösen, ohne jedoch auf die zuvor verwendeten Gegenstände zurückzugreifen. Und wenn ihr selber kreativ werden wollt, startet den Leveleditor. Hier könnt ihr euch eigene Aufgaben basteln und diese sogar per Wifi-Connection mit euren Freunden teilen. Als Grundlage dienen dabei grundsätzlich die schon besuchten Level. An dieser Basis könnt ihr dann auch nichts verändern, aber wenn ihr genug Level freigespielt habt, solltet ihr eine breite Auswahl an Grund-Layouts zur Verfügung stehen haben.
Steuerungs-Chaos
Es ist allerdings nicht nur die Steuerung, die euch oft Knüppel zwischen die Beine wirft - auch die Worterkennung ist eher durchwachsen. Beispielsweise das Wort "MAUS": Wer erwartet, hier das Nagetier vorgesetzt zu kriegen oder zumindest nach einer genaueren Definition gefragt zu werden, wird enttäuscht: Es erscheint grundsätzlich eine PC-Maus. Auch werdet ihr bei längerem Spielen über viele Worte stolpern, die
Scribblenauts nicht kennt. Zwar werden euch immer mal passende Alternativen angeboten, oft müsst ihr aber auch bei der Lösung eines Rätsels wieder umdenken, wenn ihr einen Gegenstand partout nicht beschrieben kriegt. Von der Möglichkeit, euer Wort Buchstabe für Buchstabe zu zeichnen, raten wir übrigens ab, die Bildschirmtastatur funktioniert um einiges besser als die Erkennung eures Gekritzels.
Über die Technik von
Scribblenauts braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Die Grafik kommt in einem einfachen Cartoon-Look daher, ist aber absolut zweckmäßig. Die Musikuntermalung kann mitunter nerven, aber da hilft es, die Lautstärke runterzudrehen. Löblich: Auf dem in Deutschland erhältlichen Modul befindet sich nicht nur die deutsche Fassung, über die Optionen könnt ihr noch zwischen Englisch, Holländisch, Französisch, Italienisch und Spanisch wählen. Das bezieht sich auf Bildschirmtexte und den Wortschatz des Spieles. Somit kann sich
Scribblenauts auch eignen, ein wenig die Vokabeln einer dieser Sprache zu vertiefen.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
